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Lauter neue Champions beim Stockcar Saisonausklang in NaLo

In Natschbach-Loipersbach wurden am gestrigen Samstag die Meister des Stockcar Racing Cups 2016 gekürt. Mit Patrick Krassnigg, Lukas Troll, Fritz Hemmelmeyer und dem Junior Kevin Troll gab es in allen vier Klassen neue Siegergesichter. Den Grande-Final-Sieg fuhr der Neunkirchner Lokalmatador Andreas Gruber ein.

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Das Beste kommt meistens zum Schluss! Mit der optimalen Umsetzung dieses Leitspruchs verabschiedete sich der Stockcar Racing Cup am gestrigen Samstag in Natschbach-Loipersdorf von der Saison 2016. Vor rund 800 begeisterten Zuschauern wurden auf der Sandbahn der ehemaligen Speedway-Hochburg im Schwarzatal die jeweiligen Meister in den verschiedenen Klassen ermittelt. Insgesamt 45 Piloten lieferten sich zur eigenen und zur Freude des Publikums heiße Rad-an-Rad-Duelle im Kampf um Punkte und Siege.

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In der Königsklasse Formel 2 lag die Aufmerksamkeit in erster Linie dem Gesamtführenden Patrik Krassnigg aus der Steiermark und dessen Verfolger Gerhard Windstey aus Niederösterreich. Und als es fast schon so aussah, als könnte Windstey mit einem ersten und einem zweiten Vorlaufplatz Boden gutmachen, schlug Patrik Krassnigg mit einem klaren Sieg im dritten Vorlauf zurück. Hier profitierte der Voitsberger allerdings auch von einer Drängelei zwischen Dietmar Grill und Gerhard Windstey, nach welcher beide Piloten mit Reifenschäden auf die letzten Plätze zurückfielen. Im anschließenden A-Finale fiel die endgültige Entscheidung. Krassnigg und Windstey lieferten sich ein direktes Duell, aus dem Krassnigg als Sieger und späterer Zweitplatzierter hervorging. Windstey drehte sich ein, fiel zurück und erreichte nur Platz vier. Als Trostpflaster sicherte sich der Niederösterreicher zwar den Sieg im Grande Finale, am Meistertitel für seinen steirischen Kontrahenten gab es aber nichts mehr zu rütteln. Patrik Krassnigg: „Der heutige Titel ist das größte Geschenk zu meinem 30. Geburtstag, den ich vorgestern gefeiert habe. Zehn Jahre nach meinem Auto-Crash-Meistertitel und drei Jahre nach dem Titel in der Stockcar-Saloon-Klasse ist das der Höhepunkt in meiner bisherigen Motorsport-Karriere.“

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Der Steirer Patrik Krassnigg (l.) im Duell mit seinem Verfolger Gerhard Windstey. Nach einem Fahrfehler Windsteys holte sich Krassnigg den Meistertitel.
Der Steirer Patrik Krassnigg (l.) im Duell mit seinem Verfolger Gerhard Windstey. Nach einem Fahrfehler Windsteys holte sich Krassnigg den Meistertitel.

Seiner Favoritenrolle wurde bei den Saloon Cars der Waldviertler Lukas Troll gerecht. Der erst heuer ins Stockcar-Geschehen eingestiegene Autocross-Pilot aus Hausbrunn kam mit 124 Punkten Vorsprung nach Natschbach und ließ dort nichts mehr anbrennen. Schon nach den Vorläufen konnte er auf seinem Serviceplatz die Fahne mit der Aufschrift „Stockcar-Champion“ hissen. Und damit nicht genug, gewann Troll auch das anschließende A-Finale, ehe er im abschließenden Grande Finale noch für eine Schrecksekunde sorgte. Kurz nach dem Start wurde er Opfer einer Vierer-Kollision und musste ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Positiv bilanzierend meinte Lukas Troll jedoch: „Das Einstiegsjahr im Stockcar als eigentlicher Autocrosser gleich mit dem Titel abzuschließen ist natürlich fantastisch. Besser konnte es heuer wahrlich nicht laufen.“ Den Grande-Final-Sieg landete schlussendlich der Neunkirchner Lokalmatador Andreas Gruber.

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Bei den Saloon Cars war der Waldviertler Lukas Troll unschlagbar.
Bei den Saloon Cars war der Waldviertler Lukas Troll unschlagbar.

Der Volvo Stock Cup war mit sieben Startern vertreten und durfte letztendlich mit Fritz Hemmelmeyer einen neuen Meister feiern. Der Wiener war schon vor dem Finaltag als Favorit festgestanden, die Chancen seiner Verfolger Paul Bierl und Anton Bock aus Niederösterreich nur noch gering gewesen. Hemmelmeyer fuhr sowohl im Finale als auch im Grande Finale als Dritter aufs Stockerl und sicherte sich die Nachfolge von Vorjahrsmeister Norbert Tomaschek. Der Meister war überglücklich: „Ich bin wahnsinnig stolz und erleichtert, dass es endlich mit dem Meistertitel geklappt hat. Bisher bin ich jedes Mal nur Dritter in der Gesamtwertung gewesen. Ich möchte mich hier aber ganz speziell bei ,Muffen-Toni‘ Anton Bock bedanken, er hat mein Auto immer tipptopp hergerichtet.“

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Volvo Cup Sieger Fritz Hemmelmeyer
Volvo Cup Sieger Fritz Hemmelmeyer

Unglaublich spannend war die Entscheidung in der heuer neu eingeführten Jugend-Klasse, in der PilotInnen zwischen 13 und 17 Jahren mit bis zu 100 PS starken Fahrzeugen unterwegs sind. Hier war die Ausgangsposition so, dass die ersten Drei lediglich durch neun Punkte getrennt waren. Doch mit einer grandiosen Performance setzte der 16-jährige Kevin Troll allen Titel-Spekulationen seiner Konkurrenten Paul Puchegger aus Ramplach und Max Erhart aus Gloggnitz ein Ende. Der Waldviertler gewann sowohl die drei Vorläufe als auch den anschließenden Finallauf und krönte sich zum ersten Jugend-Stockcar-Meister in Österreich. „Ich bin unheimlich stolz auf diesen Titel“, meinte der Waldviertler im Ziel, „und zumindest genauso sehr freut es mich, dass auch mein Onkel in der Saloon-Car-Klasse Meister geworden ist. Ich könnte mir vorstellen, im nächsten Jahr schon gegen ihn zu fahren. Einem zünftigen Familienfest steht jedenfalls nichts im Wege.“

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Bei den wilden jungen Heißspornen war der 16-jährige Kevin Troll vorn.
Bei den wilden jungen Heißspornen war der 16-jährige Kevin Troll vorn.

Für anhaltenden Applaus und tolle Action sorgte am Finaltag auch noch eine heiße Rallye-Show, die von Martin Kalteis und dessen Rallye ABST Team organisiert wurde. Neben dem Rallyepiloten Hermann Haslauer hatte hier auch die beiden Autocrosser Klaus Trondl und Andreas Hulak mit ihren knapp 500 PS starken Buggys eindrucksvolle Drifts zu bieten_

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Alle Ergebnisse und Infos findest Du auch im Facebook sowie unter der Homepage www.stockcar-racing.com.

Fotos © Walter Vogler

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