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Neuer Stoff für Leseratten, Bücherwürmer, Reisende und Bibliophile

Das Schwarzataler Bucheckerl – unsere Rubrik für Leseratten, Individualreisende, Bibliophile und Bücherwürmer – stellt heute wieder Romane, Reiseverführer, Sachbücher und Hörbücher vor. Da ist wohl der eine oder andere Tipp für deine Kopfreise dabei. Viel Vergnügen beim Schmökern.

Gottfried Brandstätter | Die erste Personen-Seilschwebebahn Österreichs: „Die erste Personen-Seilschwebebahn Österreichs“ des Hirschwanger Autors Gottfried Brandstätter beschreibt die Geschichte der Rax-Seilbahn, die seit 1926 hunderttausende Höhenlufthungrige vom Schwarzatal über fünf Stützen hinauf auf die Höhen der Rax transportiert. Die Wiener konnten fortan ohne große Mühen ‚ihren Hausberg‘ erobern – und das tun sie noch heute mit Begeisterung.

Brandstätter schrieb nicht nur ein mit vielen historischen Fotos durchsetztes Buch über die Seilschwebebahn auf die Rax, die Entwicklung von Massentourismus und Bergrettung, Fauna und Flora auf der Rax, sondern weckt auch die Erinnerungen an die 124 ArbeiterInnen, die mit einem enormen körperlichen Einsatz diese wunderbare Aufstiegshilfe von 1924 bis 1926 fast ausschließlich in Handarbeit errichteten.

Das Ergebnis ist ein gelungenes Buch mit Geschichten, Bildern, Fakten rund um die Rax-Seilbahn, das 2016 zum 90-Jahr-Jubiläum der Rax-Seilbahn veröffentlicht wurde und im Incoming-Büro in Reichenau und allen Scharfegger-Betrieben erhältlich ist.

Das bringt Glück: Der Rauchfangkehrer fährt mit der Seilbahn zur Arbeit auf die Rax

Der Band ‚Die erste Personen-Seilschwebebahn Österreichs‘ ist durchgehend illustriert, 320 Seiten dick und bei Österreichische Bergbahnen erschienen.

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Alexander Bisenz & Alfred Wurbala | Der Bisenz – Ein gelebtes Kasperltheater: Alexander Bisenz hat seine Formel für ein gelebtes Kasperltheater genial zwischen zwei Buchdeckel gepackt.

Ein ewig junger Held bleibt man nie, auch wenn man bei dieser Erkenntnis auszuckt, begegnen einem doch immer wieder Gfrasta.
Ab und zu auch auszuckte Gfrasta. Weil das Leben ist gnadenlos und nix is nix. Und die Formel Aus’n Leb’n heißt: Aus’n Leb’n Live mal Rawuzi Kapuzi dividiert durch die Alfred Wubala Late Night Show minus Absolut Gähnfrei plus Österreich Frontal zum Quadrat ist „Is Letzte“, alles klar soweit?

Die Bierografie von Alexander Bisenz mit Schnapsbeiträgen von Alfred Wurbala ist nicht nur Zeitreise, sondern auch Zeitreise – einmal die vom Bisenz, andermal die vom Wurbala. Und ehe es jetzt komplett unübersichtlich wird, es tauchen zwischen den Buchdeckeln auch jede Menge Gastkommentatoren auf: Alexander Bisenz Junior, Marianne Bisenz, Robert Boukal, Dr. Bernhard Fellerer, Charly Furthner, Anton Heinzl, Walter Kienast, Walter Knofel, Dr. Dr. Gustav Krischkovsky, Robert Laimer, Dieter Libuda, Rene Reiz, Johannes Riegler, Rocky, Dkfm. Willi Schlager, Seiler & Speer, Muff Sopper, Mag. Matthias Stadler, Klaus Süsz, Martin Unterweger, Rudi Vayda, Helmut Wagner, Albin Wegerbauer, Eduard Weis, Herbert Zehetner und last but not at least Dr. Erwin Pröll. „Der Bisenz“ – bald auf Augenhöhe mit „Der Duden“ oder „Der Stowasser“ – ist jedenfalls um Lichtjahre unterhaltsamer als die beiden Anderen.

Fazit: Das Dasein an sich ist ein gelebtes Kasperltheater, das die Meisten ( und -innen) viel zu ernst nehmen.

Der Bisenz – Ein gelebtes Kasperltheater‘ ist durchgehend illustriert, 240 Seiten dick und im Verlag Astor Media erschienen.

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Johannes Klaus | The Travel Episodes – Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt: Je näher die Autoren der Travel Episodes allen Enden der Welt kommen, desto klarer wird: Es sind nicht nur die weißen Strände, die mystischen Tempelanlagen und aufregenden Metropolen, die sie immer einen Schritt weiter gehen lassen – es sind die Menschen. Die Bewohner der Länder, die sie besuchen, und die anderen Reisenden, die vielleicht Weggefährten werden oder sogar Freunde fürs Leben.

Die Geschichten in diesem neuen Band erzählen von besonderen Begegnungen: Von heldenhaften Fischern an den Ufern des Yukon. Von einem schottischen Klosterboss in Thailand. Von einem verwegenen Maler in Mexiko. Von einer besonderen Seilschaft in den Weiten des norwegischen Gletschers. Und davon, dass man sich selbst nirgends so nahe kommt wie in der Fremde.

Die Welt hat so viel Schönes zu bieten. Zu faszinierend, um es zu verpassen“, bringt es Herausgeber Johannes Klaus auf den Punkt.

The Travel Episodes – Neue Reisegeschichten von allen Enden der Weltist 334 Seiten dick, mit vielen Fotos duchwachsen und im Verlag Malik – National Geographic erschienen.

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Thomas Jorda/Martin Gebhart | Blaugelber Anekdotenschatz: Mit dem Abgang von Erwin Pröll ist eine Ära in Niederösterreich zu Ende gegangen. Die Reihe der starken schwarzen Männer ist von einer starken schwarzen Frau durchbrochen worden.

Ein guter Anlass, auf mehr als ein halbes Jahrhundert zurückzublicken, auf die Geschichte des Landes, die mit Leopold Figl begonnen hat und bis in die Zeit Erwin Prölls reicht.

Wer könnte das besser als zwei Autoren, die für eine niederösterreichische Wochenzeitung die blaugelbe Welt beobachteten.

Martin Gebhart und Thomas Jorda greifen tief in ihre Anekdotenschätze und geben unterhaltsame Einblicke.

Blaugelber Anekdotenschatz‘ ist 120 Seiten dick, mit Karikaturen u.a. vom genialen Michael Pammesberger durchsetzt und im Kral Verlag erschienen.

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Elisabeth Strasser | 0-1-0-1: Ein faszinierender Roman über die Flucht in eine virtuelle Welt, und wie man sich dabei selbst finden kann.

Das Reich von Wandell wird von einer bösen Macht bedroht. Gelingt es dem Zwerg Nick und seinen Geschwistern mit Hilfe von Meister Chirul, Ritter Lockwart und einem geheimnisvollen Orakel, die sieben Schlüssel zu finden, die das Tor zur einzig wirksamen Waffe gegen die Bedrohung öffnen können? Oder muss die Rettung doch von außerhalb Wandells kommen?

Eine Handvoll Menschen aus der realen Welt kommt mit dem phantastischen Reich von Wandell in Kontakt. Darunter der arbeitslose Daniel, die naive Moni, der Rechtsanwalt Michael und der Kleinkriminelle Oliver. Für sie alle bietet Wandell mehr oder weniger eine Fluchtmöglichkeit aus ihrer Realität.

Die beiden Welten überschneiden sich mehr und mehr. Wer dahinter die Fäden zieht, stellt sich nach und nach heraus, bis zum verblüffenden Ende.

Der Roman ‚0-1-0-1‚ ist 224 Seiten stark und im Verlag Wortreich erschienen.

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Dorothea Martin | Nord- und Mittelengland: Der Norden Englands – das sind geheimnisvolle Moore, wilde Bergregionen, atemberaubende Naturerlebnisse in vier herrlichen Nationalparks und zahllose stolze Burgruinen, die von einer wehrhaften Vergangenheit zeugen.

Beschaulicher präsentiert sich die Mitte des Landes, wo sanfte Hügellandschaften, friedlich grasende Schafe hinter Trockensteinmauern, Fachwerkhäuser und urige Pubs das Bild prägen. Typisch sind da auch Großstädte, die nach einer neuen Identität suchen und sich mutig modernisieren. Denn in ihnen brummte einst Englands Schwerindustrie, die die Industrielle Revolution befeuerte und deren Profiteure ihr Geld, nicht ganz sozialverträglich, in prächtige Herrensitze steckten.

Ganz anders wiederum Englands Osten: flach, mit unendlichen Weiten, Seenlandschaften und kilometerlangen Sandstränden für das (extrem erfrischende) Bad im Meer.

Der Reise(ver)führer für Individualreisende Nord- und Mittelengland ist 718 Seiten dick und in der 2. Auflage im Michael Müller Verlag erschienen.

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Leopoldine Evelyne Kwas | Ich bin das Volk: Hinter einer hübschen Kulisse haben immer mehr Österreicher Monat für Monat mit ihren Ausgaben zu kämpfen. Eine mutige Breitenauerin gibt ihnen mit einer Wutrede gegen Politiker eine Stimme. „Ich bin das Volk“ erschien in der edition a.

Ein schmuckes Haus im niederösterreichischen Breitenau. Evelyne Kwas empfängt ihre Gäste in einem grauen Kleid. Typisch Mittelschicht, sollte man denken. Heile Welt. Doch die Wahrheit ist eine andere. „Ich bin immer gerne ins Kaffeehaus gegangen, aber jetzt kann ich mir oft den kleinen Braunen nicht mehr leisten“, sagt Kwas, „In den Supermärkten kann ich mir nur noch die Billigmarken leisten.“ Von den Erdäpfeln, die sie sich kaufen kann, ist die eine Hälfte nach 15 Minuten Kochen noch steinhart und die andere zerfällt zu Brei.
Was ist passiert? Kwas hat immer fleißig gearbeitet, als Filialleiterin. Von einem Jobverlust ließ sich die 55-Jährige nicht bremsen und gründete ihren eigenen Laden. „Das Problem ist, dass es die Mittelschicht, von der immer alle reden, eigentlich nicht mehr gibt“, sagt sie und erzählt von einer Bekannten. Die hat sich einen Wollfaden vom Bett zum Klo gespannt, damit sie nachts den Weg findet, weil sie sich den Strom nicht mehr leisten kann. „So wie ihr und mir geht es vielen im Land“, sagt Kwas, „aber die wenigsten lassen es sich anmerken. Weil es ihnen peinlich ist. Aber wenn uns Politiker im Wahlkampf dann erzählen, wie gut es uns geht, ist das eigentlich eine
Beleidigung.“
Kwas hat genug vom Verschweigen der Probleme so Vieler. Deshalb mischt sie sich jetzt mit einer Wutrede in Buchform ein. „Ich bin das Volk“, so der Titel. Sie will allen eine Stimme geben, die wie sie hinter einer hübschen Fassade jeden Monat mit den Ausgaben kämpfen. Die Politiker kommen bei ihr schlecht weg. „Früher war auch nicht alles gut, aber wir hatten immerhin die Hoffnung auf die Zukunft“, präzisiert Kwas, „Früher war es für mich Luxus, einmal im Jahr auf Urlaub zu fahren, heuer ist es einer, am Wochenende in der Stadt ins Kino zu gehen.“
Das Fazit der Autorin: „Die Kultur des Mittelstandes verbindet sich derzeit mit einer neuen Kultur der
Mittellosigkeit, bei der alle verlieren. Es passiert direkt vor unseren Augen. Und es wird uns allen noch sehr leidtun, wenn wir weiter  darüber schweigen.“

Ich bin das Volk‘ ist 140 Seiten dick und im Verlag edition a erschienen.

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Stadtbekannt | Unnützes Wien Wissen – Musik: Wien und die Musik, das passt irgendwie zusammen: Von Mozart über Falco bis hin zu den Wiener Sängerknaben, Schubert, Conchita Wurst und natürlich vielen, vielen mehr sammelte die Stadtbekannt-Redaktion Interessantes, Schönes, Amouröses, Obszönes, Skandalöses, Imposantes, Amüsantes und Pikantes. Im „Unnützen WienWissen Musik“ finden sich die besten und skurrilsten Anekdoten aus den tiefsten Tiefen der Wiener Musikwelt.

Praktisch, handlich und prall gefüllt mit klingenden Namen und den wichtigsten Fakten spielt dieses Buch auch im Neuen Jahr bestimmt die erste Geige, wett‘ ma?

Ein kleiner Auszug gefällig?

Die japanische Firma Jakoda produzierte einen BH, der beim Öffnen „Eine kleine Nachtmusik“ von Mozart spielte.
Ludwig van Beethoven starb 1827. 1863 wurde er wieder exhumiert, wobei sein Schädel verschwand – dieser tauchte erst 2005 wieder auf.
Manfred Deix übersetzte die Lieder der Beach Boys ins Wienerische – und stand 1999 sogar mit den Beach Boys auf der Bühne.
Als der Walzer 1800 zum Modetanz wurde, gab es Befürchtungen, er würde zu Überhitzung und dadurch sogar zu Krankheit oder Tod führen.

Das ungemein nützliche und handliche ‚Unnützes Wien Wissen Musik‘ ist 130 Seiten dick und im Holzbaum Verlag erschienen.

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Rainer Nikowitz | Altenteil: Suchanek ist zurück! Nach „Volksfest“ und „Nachtmahl“, die beide Platz 1 in der österreichischen Bestsellerliste erreichten, lässt Rainer Nikowitz seinen hochgradig unwilligen Ermittler in den nächsten schrägen Fall stolpern.

In „Altenteil“ wird Suchanek sein Drogenproblem zum Verhängnis, der Richter brummt ihm einen Monat Sozialdienst im Altersheim auf. Nachmittagsbingo, Schnabeltasse, Erwachsenenwindel. Und dazu der endlos graue Wiener Winter. Und natürlich sterben die Leute ohnehin schon wie die Fliegen. Nur geht das offenbar jemandem nicht schnell genug. Irgendeinem Angehörigem mit Erbwunsch? Dem Pfleger mit dem ebenso illegalen wie unappetitlichen Nebenerwerb? Oder einem von den Alten selbst? Da gibt es ja auch solche und solche. Mit einem seiner Schutzbefohlenen verbindet den Suchanek bald so etwas wie eine Freundschaft. Der Mann bekommt nie Besuch, hasst alte Menschen und wird doch zur treibenden Kraft hinter Suchaneks Ermittlertätigkeit …

Rainer Nikowitz, geboren 1964 in Tulln (NÖ), ist bekannt als Politsatiriker des Nachrichtenmagazins „Profil“. Acht Mal „Kolumnist des Jahres“, seit vielen Jahren Bühnenauftritte mit Florian Scheuba mit dem Lesekabarett „Land in Sicht“. Autor von bisher acht Büchern, darunter den Kriminalromanen „Volksfest“ (2012), „Nachtmahl“ (2014) – und nun „Altenteil“.

Der Kriminalroman ‚Altenteil‘ ist 316 Seiten dick und im Rowohlt Verlag erschienen.

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Benjamin Oechsle & Timo Kinzel | Die weiße Lilie – Staffel 1: Um einen gefährlichen, kriminellen Geheimbund geht es in der neuen Folgenreich-Hörspielserie Die Weisse Lilie. Der fesselnde Mix aus Actionthriller, Politkrimi und Verschwörungstheorien ist vielschichtig und mysteriös, spannend geschrieben und hörenswert. Die Handlung der Serie beginnt parallel an zwei unterschiedlichen Schauplätzen Kongo, Zentralafrika und Boston, Massachusetts

Die brillante Hörspielproduktion Die Weisse Lilie bietet neben der packenden und komplexen Handlung auch hervorragende Hörbuch- und Synchronsprecher wie u. a. Martin Sabel („Dogo“ in Dragonbound), Stephan Benson (Daniel Craig), Sascha Rotermund (Benedict Cumberbatch) oder Céline Fontanges (Kate Bosworth), eine vom Hamburger Komponisten Jochen Mader auf die Szenen komponierte und orchestrierte Musik sowie eine authentische Soundkulisse, die die ZuhörerInnen durch eine hohe Dichte an Effekten und Geräuschen mitten ins Geschehen katapultiert.  
Alle Folgen der Serie sind auch einzeln als Download sowie im Stream verfügbar.

Das HörbuchDie weiße Lilieumfasst 3 CDs mit einer Laufzeit von rund 2 ¼ Stunden und ist im Verlag Folgenreich erschienen

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Die im Schwarzataler Bucheckerl vorgestellten Bücher und Hörbücher findest du in den Verlagen, im gut sortierten Buchhandel und beim Webdealer deines Vertrauens.

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Fotos ©   RAXmedia, Österreichische Bergbahnen Verlag, Astor Media Verlag, Kral Verlag, Michael Müller Verlag, Holzbaum Verlag, Verlag Wortreich, Malik Verlag, edition a, Rowohlt Verlag, Verlag Folgenreich, Promotion

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