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Martin Kalteis schlitterte im ‚Mietwagen‘ durch die Jännerrallye

Das Team Rallye ABST aus Ternitz zeigte bei der Jännerrallye deutlich auf und konnte mit seinem ‚Mietwagen‘ die drittschnellste Zeit in seiner Klasse einfahren.

Für Martin Kalteis stand der vergangene Herbst ganz im Zeichen der beruflichen Weiterbindung als Schweißaufsichtsperson und der damit verbundenen Prüfung zum Schweißfachingenieur. Auch hatte sich das Team bereits auf die Vorbereitungen der jetzigen Saison konzentriert.

Der Mitsubishi Lancer Evo VII der in den letzten Jahren zum Einsatz gekommen ist, wurde auf die Rohkarosserie zerlegt und vollkommen neu aufgebaut. Weiters spielte das Team bereits seit längerem mit dem Gedanken einen zweiten Mitsubishi anzuschaffen, um diesen zur Vermietung anzubieten, da man ohnehin über die Ressourcen und die dafür nötige Erfahrung verfüge. So stieß das Team im Dezember auf einen Mitsubishi Lancer Evo IX. Da sich der Wiederaufbau des Evo VII zeitintensiver als zunächst angenommen gestaltete und die Zeit bis zur Jännerallye knapp wurde, beschloss das Team, den „Mietwagen“ gleich einmal unter Wettbewerbsbedingungen selbst zu testen.

Ausgerüstet mit neuem Auto und neuem Beifahrer Markus Zemanek, stellte sich Martin Kalteis und sein Team bei der Jännerrallye der Herausforderung. Bereits bei der Besichtigung funktionierte das Zusammenspiele des Fahrerduos ausgezeichnet. Beide Piloten waren hier nun das erste Mal am Start. Diese mangelnde Jännerallye-Erfahrung zeigte sich aber bereits auf der ersten Sonderprüfung. Vollkommen falsch bereift, nämlich ohne Spikes, nahm das Team die ersten drei Sonderprüfungen in Angriff.

„Die ersten drei Kilometer waren noch harmlos, doch von einem Meter auf den anderen waren die Straßen vollkommen vereist. Gerade in der Bergabpassage zu den berühmten Kehren von Pierbach konnten wir den neuen Mitsubishi nur durch viel Glück und Nutzung eines Notausganges unversehrt auf der Strecke halten“, schildert Martin Kalteis. Beim zweiten Durchgang auf der Pierbach Sonderprüfung und auf der Aufholjagt mit nun richtigen Reifen ereilte die beiden Piloten ein Getriebeschaden und den Tag musste vorzeitig beendet werden. Der erste Gang steckte im Getriebe fest. Nach raschem Getriebewechsel stand die Nummer 5 als erstes Fahrzeug im Park Ferme und wartete auf den Restart bei der zweite Etappe am Samstag. Jetzt galt es das Potential dieses Evo IX zu zeigen und noch möglichst viele Meisterschaftspunkte zu sammeln.Was gar nicht so schlecht gelang.

So standen am Ende des Tages durchwegs Top-10-Zeiten an und auf der Powerstage erreichte das Duo Kalteis/Zemanek die drittschnellste Zeit in seiner Klasse, was einen zusätzlichen Punkt bedeutete. Somit fand die Rallye für das Team Rallye ABST ein versöhnliches Ende und viele Erfahrungen konnten gesammelt werden. Besonderes Lob gebührt Co-Pilot Markus Zemanek, der den zweiten Rallyetag mit Grippe, fiebersenkenden Medikamenten und viel Kampfgeist hinter sich brachte. Auch der Mitsubishi Evo IX konnten sein Potenzial durchaus unter Beweis stellen und steht ab sofort jedem ambitionierten Rallyepiloten zur Anmietung zur Verfügung.

Fotos: Benjamin & Martin Butschell

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