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Nie wieder Faschismus! Gedenken an die Ereignisse rund um den 12. Februar 1934

Bei der traditionellen Gedenkfeier am Kindlwald in Ternitz gedachten die Sozialdemokraten der Gemeindeorganisation und Mitglieder zahlreicher Nachbarorganisationen an die Ereignisse rund um den 12. Februar 1934.

Bürgermeister LAbg. Rupert Dworak und Klubobmann KommR Peter Spicker konnten zur Gedenkfeier eine Reihe von Mitglieder, Funktionäre, Mandatare und Ehrengäste, darunter NR a.D. Johann Hechtl, LAbg.a.D. Bgm.a.D. Werner Feurer, Bgm.a.D. Robert Binder und zahlreiche ehemalige sowie aktive Stadt- und Gemeinderäte beim Gedenkstein am Ternitzer Kindlwald begrüßen.

Die SozialdemokratInnen setzen sich für eine Gesellschaft ohne Feindbilder, Hass und Hetze ein: Klubobmann Stadtrat KommR Peter Spicker, Bürgermeister LAbg. Rupert Dworak, Festredner Vizebürgermeister Mag. Christian Samwald, Bgm. Doris Kampichler (Gemeinde Buchbach-Liesling), Stadtrat Ing. Günther Kautz (Stadtgemeinde Neunkirchen/v.l.).

Als Festredner fungierte in diesem Jahr der designierte Abgeordnete zum NÖ Landtag, Vizebürgermeister Mag. Christian Samwald, der in seiner Ansprache insbesondere auch auf die derzeit weltweit politischen Entwicklungen und die Parallelen zum Bürgerkriegsjahr 1934 einging.

Ternitzer Sozialdemokraten leisteten damals massiven Widerstand und waren in Auseinandersetzungen und Kämpfe verwickelt. Vizebürgermeister Mag. Samwald erinnerte in seiner Festansprache an diese dunkle Zeit der Demokratie, wo Sozialdemokraten verhaftet, verurteilt und hingerichtet wurden. „Gerade wir SozialdemokratInnen müssen dafür sorgen, dass nie wieder Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion und ihrer politischen Einstellung zum Feindbild gemacht und bedroht werden“, forderte Samwald.

 Beginn des Faschismus

Der 12. Februar 1934 markiert den Beginn des Faschismus, der in den folgenden Jahren ganz Europa an den Rand des Abgrunds geführt hat, auch in Österreich. Im Auftrag des Dollfuß-Regimes gingen Bundesheer und Polizei gegen SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen vor. Im Anschluss an die Kämpfe wurden die Sozialdemokratische Partei, die Gewerkschaften und andere ArbeitnehmerInnenverbände verboten. Tausende wurden getötet, eingesperrt oder mussten flüchten. „Dieser Abwehrkampf gegen den Faschismus in Europa darf nicht vergessen werden. Es gilt achtsam zu sein und dem Populismus verhetzender Gruppierungen entgegenzuwirken“, warnte Samwald.

Foto: Stadtgemeinde Ternitz

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