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★ Neues aus der Scheibenwelt zum Frühlingsbeginn

Der Frühling steht vor der Tür und wir haben einen Stapel Silberlinge aus den unendlichen Weiten des Universums der Klänge, Rhythmen, Stimmen und Melodien herausgepickt und auf die Scheibenwelt gepackt. Da ist wohl auch für dich was dabei.

Peter Henisch | Blues Plus | Peter Henisch ist 74 und hat den Blues. Geht das? Natürlich! Mit seinem ersten Album seit 40 Jahren.

Mississippi oder Donau, French Quarter oder der Böhmische Prater, der Blues hat viele Adressen. Die Musiker: Peter Henisch (Gesang und Mundharmonika), Hermann Posch (Gitarre), Franz Haselsteiner (Klavier und Ziehharmonika) und Peter Strutzenberger (Bass), das heißt nicht mehr und nicht weniger, als höchster Hörgenuss im Blues.

Hallo Welt, aus dem Henisch-Liederbuch der frühen Tage, klingt neu im Blues-Gewand und doch vertraut. Sie tragt Wind in die Haar hat er mit 18 geschrieben, den 34er-Blues in den frühen 70er-Jahren des vorigen Jahrtausends – und er ist mindestens heute in der aktualisierten Form so gültig wie damals. Ebenso der Ultimo, der ist immer da. Immer wann I ham kumm und I huck in mein Zimmer sind Beschreibungen aus dem Inneren eines Poeten, Kumm und lass di falln mit mir die Erweiterung. Ein Liebeslied, ein Verlockungslied, ein Funke Hoffnung für eine neue bessere Zeit  in einer neuen besseren Welt. Skyline und Dancing Star – englische Titel für Lieder im Wiener Dialekt, die überall gültig sind. „Mit dem Walther von der Vogelweide hab ich mich schon in der Schule beschäftigt“, erinnert sich Peter Henisch. Den Ur-Text gleichsam übersetzt und ergänzt – der Minnesänger würde wahrscheinlich jetzt genau so klingen wie im Vogelweide-Blues. Nikolaus Lenau halten viele für einen der begnadetsten Lyriker Österreichs. Henisch und Strutzenberger machen aus einem seiner Gedichte den Lenau-Blues.

Der Hollerbam-Blues handelt vom Leben und Tod und – ganz wichtig – von „meiner Nähe zu Katzen“. Das Harp-Solo greift die „Katzensprache“ auf. Polvere di Gesso – Kreidestaub ist eine Hommage an den italienischen Liedermacher Gianmaria Testa. Peter Henisch hatte das Glück, ihn persönlich kennen zu lernen, und eine besondere Affinität zu seinen Liedern und Texten entwickelt. „Ich wollte mich mit meiner Sprache ihm annähern. Das Italienische mag ich wegen des Klanges ohnehin“. Deshalb würdigt er das Original, indem er das Lied italienisch singt und um seine wienerische Interpretation ergänzt. Und I sitz im Café – weil es auch dort passt, mit dem Blues.

Produziert wurde das wunderbare Bluesalbum von Peter Strutzenberger.

Peter Henisch live in A: 26.4. im Rahmen des „Vienna Blues Spring Festivals“ im Haus der Musik, Wien. Beginn 20 Uhr – Tickets: www.viennabluesspring.org/tickets.html

Peter Henisch präsentierte sein erstes Album nach 40 (in Worte: vierzig) Jahren im Studio 44 am Rennweg in Wien. Und es war ein wunderbarer Abend mit Freunden, Kollegen, früheren Weggefährten und Bewunderern des Künstlers. Hier haben wir einige Impressionen vom Fest von Elfriede Rossori – danke für die Fotos, Elfriede.

Peter Henisch und Band. © Elfriede Rossori
Peter Henisch und Cecile ‚Mama Putz‘ Nordegg. © Elfriede Rossori
AKM Vorstand Paul Hertel und Vizerektor der Musikuniversität Wien Christian Meyer. © Elfriede Rossori
Vorstandsdirektor Casinos Austria Prof. Mag. Dietmar Hoscher und Poppate Mario Rossori. © Elfriede Rossori
Peter Henisch und Agnes Palmisano. © Elfriede Rossori
Gruppenbild mit Damen: Agnes Palmisano, Peter Henisch und Schmetterlinge/Milestones-Legende Beatrix Neundlinger. © Elfriede Rossori
Mario Rossori, Peter Henisch, Musikmanager Alfred Pulletz, Paul Hertel und Dietmar Hoscher. © Elfriede Rossori

Willkommen auf der Scheibenwelt: Zu den Büchern von Peter Henisch gesellen sich jetzt auch Silberscheiben voll mit allerfeinsten Bluesschmankerl. © Elfriede Rossori

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Awolnation | Here Come The Runts | Drei Jahre nach ihrem letzten Longplayer melden sich Awolnation mit ihrem bisher rockigsten Album zurück.

Nach dem Ende der letzten Tour und nachdem er sich mit seiner Frau und seinen Freunden in die Berge rund um Los Angeles zurückgezogen hat, hat Aaron Bruno nun seine Liebe zu klassischem Rock ’n‘ Roll und zu treibenden Rock-Pop-Hymnen der 1980er gefunden. Diese Sounds gepaart mit dem Komfort seiner Heimat und der wilden Umgebung rund um LA bilden die Kulisse für „Here Come The Runts“, dem neuen Album von Awolnation.

Die elektronischen Sounds ihrer früheren Songs machen erst einmal Pause. Awolnation haben zu ihren Rockwurzeln zurückgefunden – etwas, dass die Band kürzlich erst in Wien bewies, wo sie eine Live-Performance direkt auf Vinyl recordete. Aaron Bruno präsentiert der Welt auf „Here Come The Runts“ laut und stolz seine Liebe zu Radio-Rockhymnen der 80er-Jahre. „Es ist eine Ära der Musikgeschichte, in der großartige Rocksongs auch große Pop-Hits waren“, zitiert RedBullMusic Bruno. Besonders angetan ist er von den optimistischen Sounds von Kalibern wie The Cars, Fleetwood Mac, Tom Petty, Bruce Springsteen und anderen großen Namen hinter klassischen Rocksongs, und das hört man.

© Henry Diltz

Awolnation live in A: 14. April – Wien, WUK.

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Burna Boy | Outside | Burna Boy – schon der Name ist pures Feuer. Und wartet erst einmal, bis ihr die Musik des nigerianischen Musikers gehört habt!

Geboren in Lagos, begann er schon mit zehn Jahren damit, selbst Musik zu produzieren. Nach einem zweijährigen Studienaufenthalt in London beschloss er, nach Nigeria zurückzukehren und lieber seinen Traum von der Musik weiterzuverfolgen. Mit Erfolg: Vier Studioalben hat der heute 26-Jährige bisher veröffentlicht und zählt Stars wie Drake zu seinen Fans, der ihn auf seinem Track „Get Together“ ft. Jorja Smith auf dem letzten Projekt „More Life“ mit an Bord hatte, außerdem hat er mit Künstlern wie Fall Out Boy, Vybz Kartel und WizKid kollaboriert.

Nachdem Burna Boy jüngst unter anderem das Apollo Aventim Theatre in London mit 5.000 Tickets ausverkaufte und mit Producern wie Illangelo und Swizz Beats im Studio war, ist nun sein neues Album „Outside“ erschienen, eine Zusammenarbeit mit der britischen Pop-Querdenkerin Lily Allen. Das neue Mixtape „Outside“ von Burna Boy, der seinen Stil selbst als „Afro-Fusion“ bezeichnet ist eine ganz eigene Mixtur von Hip-Hop, Dancehall, Reggae und Afrobeat, die von den Ohren direkt in die dancing feet geht.

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Vance Joy | Nation Of Two | Sein Durchbruchs-Album „Dream Your Life Away“ von 2014 wurde mit dem Hit „Riptide“ zu einem globalen Erfolg; fast zwei Millionen mal verkauft, katapultierte sich auf Platz 1 der australischen Charts sowie in die Top 20 in UK und in den USA, wo es Platinstatus erreichte.

Jetzt kommt der perfekte Nachfolger des Singer-Songwriters aus Melbourne: Auf „Nation Of Two“ nimmt Vance Joy seine Hörer mit auf eine Reise. Es ist ein  romantisches Road-Movie, das die HörerInnen auf einen imaginären Trip an verschiedene Orte des Herzens führt.

Es ist inspiriert von dem Roman „Between Them“ von Richard Ford, der Geschichte eines Paares, das sein Leben als Handelsreisende zunächst fast nur im gemeinsamen Auto verbringt. Vance: „Ich war fasziniert von der Vorstellung, dass sie alles miteinander teilen. Ihr Leben beginnt und endet im gemeinsamen Bett, im gemeinsamen Auto und an den Orten, die sie zusammen besuchen.“

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Turnstile | Time & Space | Brendan Yates (Gesang), Franz Lyons (Bass/Gesang), Brady Ebert (Gitarre), Pat McCrory (Gitarre) und Daniel Fang (Drums) machen Hardcore-Punk, der jung im Kopf ist und von jugendlichem Furor angetrieben wird. Der darauf abzielt, Grenzen einzureißen, klanglich und ideologisch.

Den Blick stets nach außen gerichtet, ist das neue Album von Turnstile, „Time & Space“, das Werk einer Band, die ohne Grenzen operiert, stetig wächst und sich immer mit Hochgeschwindigkeit bewegt.

So dass das Magazin Stereogum sich zu der Feststellung hinreißen ließ: „Die größte Hardcore-Band der Stunde könnten Turnstile sein.“ Und GQ attestierte: „Turnstile sind mehr als eine Hardcore-Band – sie haben eine ganze Bewegung hinter sich.“ Frisch erschienen, gibt’s „Time & Space“ auf der Scheibenwelt

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Sonny Smith | Rod For Your Love | Es ist sein zehntes Studioalbum und produziert von Black-Keys-Frontmann Dan Auerbach in dessen Studio in Nashville, ist es im klassischen, gitarrengeprägten Rock’n’Roll verankert und mit seinen großherzigen Melodien und satten Harmonien sowohl in der Garage als auch auf der Tanzfläche zu Hause.

„Rod For Your Love“ wurde am Ende einer ausgiebigen Tour aufgenommen und zeigt Sonny Smith und seine Band in absoluter Topform, ihre Ecken und Kanten nach Wochen allabendlicher Konzerte rundgeschliffen.

Das Ergebnis ist ein zutiefst persönliches Album voll erfrischend ehrlichem Songwriting, das den Fokus voll auf die Songs und die Band legt, ohne jegliche Overdubs oder andere Störgeräusche.

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Ignore The Sign | A Line To Cross | Es gibt Situationen im Leben, in denen man einen ursprünglichen Plan über den Haufen werfen und lieber dem folgen sollte, was einem das Bauchgefühl signalisiert. Ossy Pfeiffer hat genau dies getan.

Anstatt seine neuen Songs – wie vorgesehen – als Soloscheibe zu veröffentlichen, hat er Freunde und namhafte Kollegen in die Produktion involviert und aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit eine echte Band entstehen lassen.

Der Name dieser neuen Gruppe: Ignore The Sign. Ihre Mitglieder sind Sänger und Multiinstrumentalist Ossy Pfeiffer, Gitarristin und Sängerin Anca Graterol (Rosy Vista), der ehemaligen The Sweet und jetzige MSG Gitarrist Steve Mann, Bassist Lars Lehmann, bekannt unter anderem als Studiomusiker der britischen Rocklegende UFO beziehungsweise Mitglied der Band von Ex- Scorpions Uli Jon Roth, Percussionist Momme Boe und Schlagzeuger Kristof Hinz, der soeben die Drum-Takes für das neue Eloy-Album beendet hat.

© Promotion

Man spürt bereits, dass in dieser Band frischer Wind, unterschiedlichste Talente und große musikalische Erfahrung zu einer homogenen Einheit verschmelzen. Hier werden Zeichen gesetzt, die nicht zu ignorieren sind: die bedingungslose Bekenntnis zu traditionellem Classic Rock, wie er zeitloser kaum sein könnte.

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Holly Miranda | Mutual Horse | Mirandas vierte Solo-Veröffentlichung in voller Länge, ist mehr als nur ein künstlerischer Schritt vorwärts, für sie ist es eine ganz neue Art Musik zu machen. „Das ist wirklich das kollaborativste Album, das ich jemals gemacht habe“, sagt Holly, „Es ist das erste Mal, dass ich so viel vom Schreiben und der Produktion teile“.

Mit der Unterstützung einer Vielzahl von Künstlern kommt Mirandas erstaunliche Stimme, besonders bei Liedern wie „Golden Spiral“ und „To Be Loved“ zur Geltung. Tatsächlich ist „Mutual Horse“ die erste Miranda-Veröffentlichung, die wirklich die ganze Bandbreite ihrer Stimme zeigt, die sich von einem bezaubernden Flüstern zu einem aufsteigenden, atemberaubenden hohen Ton verändern kann und eine Vielzahl an Emotionen hervorruft.

Mit ihrem neuen Album hat Holly die Lücke zwischen der experimentellen Synth-geladenen Veröffentlichung von 2010 „The Magician’s Private Library“ und dem zurückgenommenen, souligen, selbstbetitelten Album von 2015 überbrückt. Die Tracks reichen vom schwülsten „On the Radio“ über ein Cover von Crazy Horses „When Your Lonely Heart Breaks“ zu dem zarten „Sing Like“, inspiriert von Mirandas Mutter. Das Album wurde in Los Angeles aufgenommen, wo Miranda die Anfänge von 23 Songs festlegte, bevor sie in ihre Heimatstadt New York City zurückkehrte, um die Songs zu vervollständigen.

Miranda wuchs zwischen Detroit und Nashville auf, zwei Musikstädten, die ihre eigene Reise tiefgreifend beeinflussten. Sie begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen, lernte mit 14 Jahren ganz alleine Gitarre zu spielen und zog mit 16 Jahren nach New York, um ihre professionelle Karriere zu starten. Seit fast 20 Jahren spielt, schreibt und produziert sie nun mit einigen der besten Talente der Branche.

   © Misha Vladimirskiy

Holly Miranda live in A: 5. April – Wien, Haus der Musik.

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Chris Bay | Chasing The Sun | Es ist eine durchaus bekannte Zwickmühle, die sich der Gründer und Frontmann der Band Freedom Call mit vielen anderen Komponisten teilt: Gelegentlich sprengt sein Ideenreichtum den stilistischen und thematischen Rahmen der eigenen Band.

„Ich bin ein Permanent-Songschreiber, der im Studio ständig an Ideen bastelt“, erklärt er, „daher haben sich im Laufe der Jahre eine Reihe von Stücken angesammelt, die einerseits nicht zu Freedom Call passen, andererseits aber zu schade sind, um in meinem Archiv zu verstauben.“

Die Lösung seines Luxus-Problems: Im Februar veröffentlichte Chris Bay über Steamhammer/SPV sein erstes Soloalbum Chasing The Sun und verschreibt sich auf eigene, unverwechselbare Weise der Musik, von der er sich schon früh hat inspirieren lassen.

© Promotion

„Rolling Stones oder The Beatles, gut oder böse“, so lautete damals die große Frage, als Bay im Alter von fünf Jahren erstmals zur Gitarre griff. „Bereits ein paar Jahre später bekam ich das ´Beatles Complete`-Notenbuch geschenkt, das ich monatelang rauf und runter spielte. Aber auch Bands wie INXS, Spandau Ballet, Simple Minds, Ultravox oder Saga haben mich nachhaltig beeinflusst. In ihrer Musik herrscht eine einzigartige Atmosphäre, die mich immer schon begeistert hat.“

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Bertram | Gegen/Licht | Der steirische Wiener hat schon einige musikalische Spuren gesetzt, mit den Projekten Tunnel, Woo, Katzenreich und mit Brigitte Bordaux, einem Alternative-Avantgarde-Trio, hat er es zu fettem Airplay in Österreich und Deutschland gebracht.

Seit 2016 gibt es Bertram auch solo. Dem Erstlingswerk, der EP „In Konstanz“ folgte nun – logisch – ein Longplayer. Elf Songs enthält das Album „Gegen/Licht“, das verspricht „wo Bertram draufsteht ist Bertram drin“. Unverkennbar und dennoch sehr unterschiedlich sind die Songs.

Genaue Beobachtungen, pointierte Sozialkritik, mit viel Verve und Witz und fast ganz ohne Zeigefinger. Produziert und eingespielt wurde das gelungene Album in Eigenregie, gemeinsam mit Musiker und Produzent Joe Grindl.

© Martin Reisner

Zum Reinhören ‚Gegenlicht‘ von Bertram: https://www.youtube.com/watch?v=eOf5Jr5imrw

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Antje Schomaker | Von Helden und Halunken | Wäre Antje Schomaker unsere beste Freundin, würde sie uns vielleicht ein Lied schreiben, wenn das Leben die rosa Brille in die Ecke pfeffert.

Sie würde vermutlich einen Refrain für die Ewigkeit singen, noch bevor die Sonne wieder aufgeht und ziemlich sicher würde sie das perfekte Wort erfinden, um diesen einen geilen Sommer für immer festzuhalten.

Wenn man „Von Helden und Halunken“ hört, ist es aber irgendwie gar nicht mehr so wichtig, an wen genau Antje gedacht hat, als diese elf Songs entstanden sind – denn sie klingen allesamt, als kämen sie direkt aus dem Zimmer nebenan.

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Anna Depenbusch | Das Alphabet der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß – Solo am Klavier | Gewinnerin des längsten Albumtitels des Monats ist Anna Depenbusch auf alle Fälle. Und das ist wahlich kein Wunder, ist Anna Depenbusch doch nicht nur eine poetische Geschichtenerzählerin sondern auch eine große Meisterin der Brüche.

Ihre Lieder handeln von den Besonderheiten des Alltags, vom Leben und der Liebe in allen Facetten. Sie formt Geschichten aus Wahrheiten, Phantasie und Ironie.

Mit der musikalischen Rückführung der Stücke auf ihre reduzierteste Form offenbart sie auf „Das Alphabet der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß – Solo am Klavier“ nicht nur hochinteressante Einblicke in ihren ganz persönlichen Songwriting-Prozess, sie entlockt ihren Kompositionen dabei auch einige völlig neue musikalische Seiten und Nuancen. Mit unendlich viel Gefühl erfüllt ihre Stimme den Raum. 

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Al Di Meola | Opus | Al Di Meola ist ein Pionier im Vermischen von Weltmusik, Rock und Jazz. Sein Gespür für komplexe Rhythmusstrukturen, kombiniert mit melodischem Songwriting und faszinierenden Harmonien, war schon immer das Herzstück seiner Musik und über 40-jährigen Karriere.

Weltweite Anerkennung erreichte der Grammy-Preisträger durch seine Arbeit als Solo-Künstler, aber auch durch Zusammenarbeiten mit Frank Zappa, Jimmy Page, Stevie Wonder, Chick Corea, Paco De Lucia, John McLaughlin, Jean-Luc Ponty, Stanley Clarke, Luciano Pavarotti, Paul Simon, Phil Collins, Santana, Steve Winwood, Herbie Hancock und vielen anderen.

Mit dem Album ‚Opus‘ wollte ich mein Komponieren weiterentwickeln, weil ich finde, dass die Evolution dieses Teils meiner Persona mich mehr zum Komponisten/Gitarristen als Gitarristen/Komponisten macht“, lacht Al Di Meola, „Trotzdem markiert dieses Album eine neue Ära meines Lebens. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Musik geschrieben, während ich glücklich war. Ich habe eine wundervolle Beziehung, ich habe eine kleine Tochter und eine wunderbare Familie, die mich jeden Tag inspiriert. Ich glaube das hört man in der Musik.“

© Ben Wolf

„Das war eines meiner ersten Live Konzerte, irgendwann in den 70ern. Wiener Stadthalle. Haupt Act waren Hot Chocolate, Vorgruppen waren Grace Jones und der damals schnellste Gitarrist von Welt, wegen ihm waren wir gekommen. Mit einem alten VW Bus aus Judenburg. Grace Jones sagte uns überhaupt nichts, wir fanden sie aber spannend, schräg. Im Gegensatz zum Publikum, das nur auf den Haupt Act wartete und die Vorgruppen ausbuhte, schließlich waren die Karten gratis und man konnte zeigen, was man gut fand und was nicht. Mein Freund Peter hat einen Drumstick von Al Di Meola gefangen, also sind wir glücklich wieder über den Semmering geritten…“, erinenrt sich Promotor Jürgen Rottensteiner

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Shannon & The Clams | Onion | Produziert von Dan Auerbach, Frontmann von The Black Keys, in dessen Studio in Nashville, zeigt „Onion“ eine perfekt aufeinander abgestimmte und Tour-erfahrene Band, die von ihrem Fundament aus 60s-inspirierten, Surf-getränktem Rock Ausflüge in Genres wie Soul und Psychedelic Pop unternimmt.

Auf ihrer neuen LP erkunden Shannon & The Clams Themen wie Herkunft und Selbstbestimmung, Verlust und Genesung und die Kraft einer Community, nach einer Tragödie wieder zu sich zu finden.

Bei den Aufnahmen konzentrierten sich Shannon und Cody darauf, die Songs in die optimale Form zu bringen und den Gesang zu tracken, während sich Nate Mahan und Will Sprott tief in den Instrumente-Reichtümern des Studios vergruben.

Das Ergebnis ist das bis heute nuancenreichste und vielschichtigste Album der Band.

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Ryuichi Sakamoto | async | Zuletzt machte Ryuichi Sakamoto mit dem herausragenden Soundtrack zum Oscar-Gewinner 2016 „The Revenant“ von sich reden, nun hat der Japaner sein neues Album fertiggestellt. „async“ heißt es, erscheint am 28. April – und ist zugleich sein erstes erstes Studioalbum seit acht Jahren. 

Es ist sein bisher persönlichstes Werk, denn es folgt einer schweren Erkrankung. 2014 sah sich Ryuichi Sakamoto nach einer Diagnose mit Kehlkopfkrebs gezwungen, die erste lange Pause in seiner Karriere einzulegen. Dank einer exzellenten medizinischen Versorgung konnte er schon nach etwas mehr als einem Jahr ins Leben zurückkehren, angefüllt von einer erneuerten und leidenschaftlichen Kreativkraft.

„Was für eine Art von ‚Sounds und Musik’ möchte ich hören?“, fragte er sich und „async“ ist die Antwort auf diese Frage. Ryuichi, der einst als ein Drittel des Yellow Magic Orchestras die Grenzen elektronischer Musik auslotete und weltweit Millionen von Fans hat. Dies ist das Album, das all seine Interessen an Musik und Sound zusammenfasst. Es ist eine Reise durch analoge Synthesizer, den Sound von Dingen und Orten, ein imaginärer Soundtrack zu einem Andrei-Tarkovsky-Film und birgt viele weitere musikalische Überraschungen. 

Ryuichi skizziert: „Als ich meinen Job als Komponist erledigt hatte und nur noch das Mixen und Mastern meines neuen Albums ausstand, ging mir ein Gedanke durch den Kopf: Ich mag es so sehr, dass ich es mit keinem anderen teilen will“. Nun tut er es glücklicherweise doch und das ist das Beste für seine Fans.

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OST+FRONT | Adrenalin | OST+FRONT sind zurück… und voll auf „Adrenalin“. Am Limit geboren und zu allem bereit…“ – auf ihrem neuen Album gehen OST+FRONT noch weiter an ihre Grenzen, als jemals zuvor.

Gemischt und gemastert in den renommierten, schwedischen Fascination Street Studios (u.a. Amon Amarth, At The Gates, Arch Enemy, Kreator) präsentiert sich „Adrenalin“ in einem kompakten Sound, der das effektvolle Wechselspiel zwischen melodischem Bombast und erbarmungsloser Härte, zwischen Spaß und Brutalität und zwischen Zerbrechlichkeit und „mitten in die Fresse rein“ perfekt auf den Punkt bringt. Musikalisch und textlich immer wieder Grenzen überschreitend, wildern OST+FRONT in den Extremen der menschlichen Existenz und verpacken die ganze Bandbreite von Geschwindigkeitsrausch, Allmachtsfantasien oder Kopulationsorgien auf der Tanzfläche, bis hin zur stark unterschätzten Erotik der Alters in derbe-zynische Hymnen mit schamlos ausgelebtem Aggressionspotential.

Das Dampfhammer-Metal-Fundament mit starken Melodien, das die Berliner Truppe seit jeher ausmacht, wird auf „Adrenalin“ mit jeder Menge musikalischer Extras aufgewertet. Erlaubt ist… eigentlich alles. Bierzeltpolka und Ballermann-Techno, die Verschmelzung aus NDW und NDH, klassische Choräle und orchestraler Bombast, Punkrock und klassischer Heavy-Sound sorgen für allerhand Überraschungen und Abwechslung, dienen aber eigentlich allesamt nur dazu, die nächste Breitseite vorzubereiten. „Adrenalin“ ist das stärkste Ding, das die Berliner bisher ausgebrütet haben.

Das neue Album der Berliner erscheint als CD, Deluxe-2CD, limitiertes Doppel-Vinyl und als limitierte Fan-Box mit Doppel-CD, Bonus-LiveDoppel-Album „Live in Moskau“, handsigniertem Zertifikat, Aufkleber und OST+FRONT Flagge.

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Laurie Anderson & Kronos Quartet | Landfall | Zwei herausragende Vertreter der Avantgarde-Musik haben sich für ein gemeinsames Album zusammengetan: das Kronos Quartet aus San Francisco und die New Yorkerin Laurie Anderson veröffentlichten kürzlich „Landfall“, in dem opulente Elektronik und Streicher auf Andersons kraftvolle Schilderungen von Verlust treffen, inspiriert von ihren Erlebnissen des Hurrikans Sandy im Jahr 2012. 

Wie das klingt, kann man am neuesten Vorboten „CNN Predicts A Monster Storm“ hören, zu dem ihr unten einen Visualizer seht. Darin sieht man ein undeutlich von einer Fensterscheibe reflektiertes Männergesicht, während hypnotisierende, fernöstlich anmutende Klänge erklingen und der Text Laurie Andersons durch das Bild laufen, in dem sie über die Zerstörungs-Kraft und Energie des Sturms spricht: „I stare at your destructive force in awe“.

„Ich war mit dem Stück schon ziemlich weit, als ich realisierte, dass es sich in Wahrheit um [den Hurrikan] drehte“, kommentiert die 70-Jährige im Interview mit The Quietus, wo das Video Premiere feierte. „An diesem Punkt vollzog sich eine Kehrtwende und drehte sich wesentlich mehr um den Hurrikan und die Dinge, die ich verlor“. 

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Balto | Strangers | Über die Zeit hat sich Balto von einem Songwriting Projekt zu einer Band entwickelt, die einen feuchtfröhlich, schwadronierenden Stil des amerikanischen Rock’n’Rolls vertritt.

Verankert irgendwo zwischen Motown, Big Star, Plastic Ono Band und Jackson Browne. Ihre interaktiven Bühnenauftritte wurden mit den feurigen Indie Rockern My Morning Jacket und Wilco verglichen.

Die in Seattle ansässige Kuratoren Artist Home beschreiben Strangers als ͞eine Verstrickung von wunderbaren vertrackten Gefühlen, eingehüllt in wohlig bekannte Klänge, doch voller Soul und winzigen Details, die der Musik etwas Magische geben.

Sie beschreiben Sheron weiter als ͞Geschichtenerzähler mit dem Herzen eines zeitgenössischen Dichters Eduard des VII. voller Romantik und scharfer Beobachtungen, wissendem Humor und dem ein oder anderen Glas Whiskey.

2017 tourt die Band durchgehend als Vorband für Blind Pilot, The Current Swell, The Donkeys und Communist Daughter.

© Seth Mower

Balto live in A: 19. März im  Haus der Musik, Wien.

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Lil Skies | Life Of A Dark Rose | Dürfen wir euch einen Strauß „Red Roses“ überreichen? Den perfekten Überbringer dafür haben wir auch schon gebucht: Lil Skies.

Mit dem Video zu seinem gleichnamigen Song hat der 19-Jährige Trap-Überflieger aus Atlanta bereits über 22 Millionen Views gesammelt und war im Dezember als Special Guest von Lil Uzi Vert auf US-Tour. Im Februar erschiein sein neues Mixtape „Life Of A Dark Rose“. Scheint, als hätte Lil Skies ein Faible für Rosen. Und für Tattoos – der Körper von Lil Skies ist voll davon. „Ich sehe meinen Körper als eine Erweiterung der Musik“, sagt er dazu. „Mein Körper ist eine Leinwand und meine Tattoos sollen eine direkte Reflexion meiner Gedanken sein.“ Und davon hat er anscheined viele.

„Ich habe ‚cold heart‘ auf Chinesisch rückwärts unter meinem Auge stehen und die Leute fragen die ganze Zeit danach … Die Leute sehen mein Gesicht und sind schockiert. Sie beurteilen mich und denken ‚er hat einen Fall laufen‘ oder ‚er ist ein Schläger‘. Aber ich bin kein Vollpfosten, ich bin ins College gegangen, ich hatte eine 1,0“, schildert der Rapper, „Meine Gesichts-Tattoos sind einfach ein anderer Weg, meinen Fans zu zeigen, dass es OK ist, man selbst zu sein und die Leute mit deinen Wahrheiten zu schockieren.“

Lil Skies live in A: 20. Mai in Grelle Forelle, Wien.

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Jütz | hin & über | Das zur Hälfte aus der Schweiz und aus Tirol stammende Ensemble stellt die gesamtalpine Folklore auf den Kopf. Fernab der Jodel-Dodel-Industrie stellt sich Jütz der Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne.

Spielerisch, kopfüber, virtuos mit Andacht gehen sie es an. Und begegnen dabei auch Seelenverwandten: Werner Pirchner, der Musiker und kritische Geist der 1970er-Jahre, griff die Thematik bereits ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten auf.

Jütz ehrt Pirchners Kunst mit seiner Komposition Judenburger Siebenschritt und mit dessen O-Ton aus dem Kultstreifen Der Untergang des Alpenlandes, zu hören in der oben genannten Bergaufpolka. Das Rad der Zeit viel weiter zurück gedreht, begegnet Jütz dem Freiheitskämpfer Andreas Hofer und entwickelt aus einem Motiv seines heldenhaften Liedes ein postmodernes Feuerwerk in der gespenstischen Eigenkomposition Mantua.

Wie Jütz mit dem Material umgeht ist nicht durchgeplant; der kreative Ansatz zeugt von einer gewissen Qualität an Musikantentum. Das ausgewogene Kollektiv der drei Persönlichkeiten verschmilzt zu einer ganz eigenen Musik. Jütz stellt sich ständig einer Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne, manchmal fehlt nur wenig und es wäre hinüber…

© Jülz

Der alpine Kulturkreis verbirgt viele feine Unterschiede. So nimmt Jütz spezifisch die Dialektkunde unter die Lupe und übersetzt das bekannte Schweizer Lied Luegid vo Bärg und Tal frei ins Tirolerische. Im Schleuniger Tempo Dampfl werden Begriffe der Fortbewegung in Spoken Word – Form gegenübergestellt. Ein alter Text unbekannter Herkunft dient der Eigenkomposition A Blüamal und a Herz und weitere Kompositionen basieren auf Jütz’schen Reisen durch Norwegen  in Tunnelen, oder durchs Berner Oberland iin Wengernalp.

Jütz live in A: 15.06.18 / Hall, Burg Hasegg 

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Justin Timberlake | Man Of The Woods | Nach drei Tracks, die im Vorfeld veröffentlicht wurden, liegt nun das vierte Studioalbum von US-Superstar Justin Timberlake vor. Es ist das bislang ambitionierteste Album des zehnfachen Grammy- und vierfachen Emmy-Preisträgers, sowohl in klanglicher als auch textlicher Hinsicht.

Inhaltlich ist das neue Songmaterial geprägt von Justins Sohn, seiner Frau und seinem ganz persönlichen Weg von Memphis dorthin, wo er heute ist.

In einem Geburtstags-Post verriet Justin Timberlake zudem via Instagram, dass das Album nach seinem Sohn Silas benannt sei, dessen Name „of the woods“ bedeutet.

Der 37-Jährige hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Sound traditioneller amerikanischer Rockmusik mit modernen musikalischen Einflüssen zu kombinieren. Zur Seite standen ihm bei dieser Aufgabe The Neptunes, Danja, Timbaland und Alicia Keys.

© Promotion

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Arnold Wolf | ned mit mir | Mit seinem neuen Album „Ned mit mir“ beweist Arnold Wolf einmal mehr seine musikalische Vielseitigkeit. Fast könnte man die Musik als – eine sehr österreichische – Variante des französisches Chansons umschreiben.

Da wie dort sind zeitkritische, satirische und romantische Texte eingebettet in Rock- Pop- und Jazzklänge, und bieten nicht nur Gelegenheit zum Nachdenken und Schmunzeln, sondern sind auch musikalische „Ohrwürmer“ zum Mitsingen und -swingen.

Alle Nummern sind von Arnold Wolf getextet und komponiert – nur „I bin ned sicher“ basiert lose auf der Melodie von „As time goes by“. Die Musiker der „Group 66“, mit der Arnold Wolf bereits mehrmals, unter anderem bei seiner von Pete Art gesungenen Komposition „Where has all my money gone“ zusammen gearbeitet hat, zaubern exzellente Arrangements und die grossartige Tini Kainrath gibt mit ihrer unverwechselbaren Stimme als Backgroundsängerin allen Songs zusätzlich eine einzigartige persönliche Note.
Aufgenommen und gemischt im Tonstudio Room 66 in Wien, gemastert in den USA, wird die CD vom Wiener Label SixtySix Records vertrieben.

 © Moni Fellner

Durch die Vielfalt der Songs wird dieses Album zweifellos Liebhaber in nicht nur einer Generation von Musikhörern finden.

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Bausa | Powerbausa | Nach dem unglaublichen Erfolg von „Was du Liebe nennst“ und einem Ausflug in die 1980er mit „FML“ heißt es für Baui wieder back to the roots. Zusammen mit Capital Bra werden die unterschiedlichen Sounds von Bausas letzten drei Singles in seinem nun erscheinendem Mixtape „Powerbausa“.

Im vergangenen Herbst schaffte er einen neuen Rekord: Kurz nach dem Erscheinen konnte sich seine Single „Was du Liebe nennst“ aus dem Debütalbum „Dreifarbenhaus“ auf Platz 1 der deutschen Charts positionieren, blieb dort acht Wochen und „wurde somit der am häufigsten an der Spitze platzierte deutschsprachige HipHop-Song aller Zeiten“, wie die Wikipedia schreibt.

Im Februar erschien sein Mixtape ‚Powerbausa‘. Es st nur digital erhältlich sein, bis auf 2.000 streng limitierte ‚Powerboxen‘.

Bausa live in A: Fr, 22.06.2018 – Sa, 23.06.2018, Ö3-POPZIRKUS AM SEE, Open-Air-Arena Pörtschach

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Dashboard Confessional | Crooked Shadows | Es ist das erste Lebenszeichen der US-Rocker aus Boca Raton, Florida, seit über acht Jahren – und es ist das Ergebnis einer dekadenlangen intensiven Selbstprüfung von Mastermind Chris Carrabba und eine Aufarbeitung der einfachen und doch herausstechenden Momente im Leben des Songwriters.

„Jedes Album ist persönlich“, reflektierte er dazu kürzlich, „aber während dieses Album sich entwickelte, wurde mir klar – vor allem, da sich das politische Klima rapide wandelte –, dass ‚persönlich‘ nicht unbedingt ‚mein‘ bedeutet. Plötzlich wurde aus dem ‚Ich‘ ein ‚Wir‘, und das war gleichermaßen bestärkend, tröstend und erschreckend.“

Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen.

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Hannah Epperson | Slowdown | Wer mit Hannah Epperson die vergangenen zwei Jahre durch Europa gereist ist, dürfte so manches Abenteuer erlebt haben. Trotz über 90 Konzerten und Festivals kann man auf unzählige einzigartige Erlebnisse zurückblicken.

Auf jedem Konzert gibt es diese kleinen Geschichten und die zahlreichen besonderen Momente. Mit ihrer Geige, ihrem Looppedal und ihrer Stimme verfängt sich Epperson immer wieder in ihren ganz eigenen Welten – und lässt das Publikum dabei doch niemals zurück.

Passend zu den besonderen Atmosphären, die sie zu schaffen weiß und ihrer grandiosen, sehr breit aufgestellten Technik an der Geige, konzipiert sie ihre Alben nicht nur als die übliche Aneinanderreihung von Songs: Alle ihre Stücke existieren in zwei komplett unterschiedlichen Varianten – einmal sehr reduziert instrumentiert (Iris) und einmal in einem glasklaren Pop-Gewand (Amelia). Mit Upsweep ist im Oktober 2016 das erste Album aus diesem Zyklus erschienen. Im Februar landete mit Slowdown nun das fulminante zweite Album auf der Scheibenwelt. Die Namen Iris und Amelia stehen bei Epperson für zwei fiktive Charaktere. Ihre diametralen Welten vereinen sie in einer dritten fiktionalen Person, einem narzisstischen jungen Mann, der sich von der Gesellschaft entfremdet und in eine lebensgefährliche Manie verfällt. Iris und Amelia stehen in einem klaren Spannungsverhältnis. Die Lyrics transportieren das Polarisieren zwischen den beiden Charakteren, die Reales und Surreales, Endliches und Grenzenloses miteinander vermischen.

 © Elissa Crowe

Die Kanadierin mit amerikanischem Pass kreiert in beiden Varianten ganz eigene Klangwelten. Nicht nur wegen der zwei so unterschiedlichen Charaktere des Albums fällt eine Genre-Einordnung äußerst schwer. Konzeptionell kann man Hannah Epperson aber ohne zu zögern als eine avantgardistische Pop-Figur bezeichnen. Ihr Umgang mit Bildern und politischen Themen reiht sie ohne Umschweife zwischen feministischen Pop-Größen unserer Zeit ein: Geradeheraus deckt sie gesellschaftliche und genderbezogene Missstände auf und zerstört gängige Rollenbilder und Klischees über vermeintlich naturgegebene weibliche Etikette.

Hannah Epperson live in A: 28. Mai, Graz, die Scherbe; 29. Mai, Wien, Rhiz; 30. Mai, Feldkirch, Theater am Saumarkt.

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Johannes Falk – Von Mücken und Elefanten | Johannes hat zwei Alben veröffentlicht, war mit Philipp Poisel und den Söhnen Mannheims auf Tournee und hat Songs für andere Künstler geschrieben, unter anderem für Laith Al-Deen.

Gemeinsam mit Produzent Udo Rinklin (Laith Al-Deen, Lina Maly, Philipp Poisel) kreiert Johannes Falk auf Von Mücken und Elefanten einen hochmodernen Sound, der klein und zerbrechlich sein kann, aber auch hymnisch groß. Ein Album, dessen aufrichtiges Gefühl tief berührt. Wer so singen kann, tut es nicht erst seit gestern. Gemischt wurde das Album von Michael Ilbert (Adele, Katy Perry, BOY, Herbert Grönemeyer).

Johannes Falk hat es geschafft, seine inneren Selbstgespräche mit seinem Herzen und seinem Verstand in unglaublich bewegende Worte zu packen. Ein Zwiegespräch, in dem das Herz allen Mut und alle Farben dieser Welt zusammen nimmt, um dem schwarz-weiß Denken zu entfliehen und eine Lebens-Alternative aufzuzeigen. Die Songs sind eine dynamische Achterbahnfahrt, musikalisch wunderbar inszeniert und dabei textlich treffend bebildert. Ein innerer Dialog, der nie kitschig wird und der, bei aller Hoffnung die er verströmt, immer noch genug Schwermut vermittelt, um die Künstlerseele weiterhin die gepflegte Depression leben zu lassen.

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Alle vorgestellten Silberscheiben gibt’s im Plattenladen ums Eck, aber auch
bei deinem Internet-Dealer und in der Downloaderie deines Vertrauens.
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Peace bis zur nächsten Reise auf die Scheibenwelt
wünscht dir das Schwarzataler Online Kollektiv

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Coverfotos © Record Companies, Promotion

 

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