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Im Abfallwirtschaftszentrum Steinthal werden aus Schlacke wertvollen Rohstoffe geholt

Im Abfallwirtschaftszentrum Steinthal (kurz: AWZ Steinthal) wird jetzt Eisen, Aluminium und Kupfer aus der Schlacke von Müllverbrennungsanlagen gewonnen. Die wertvollen Rohstoffe werden wiederverwendet. Beim heutigen Tag der offenen Tür wurden die Prozesse dahinter und eine mobile Anlage zur Rückgewinnung von Metallen aus der Schlacke vorgestellt. 

Seit Beginn des neuen Jahrtausends wandert der Fokus in der modernen Abfallwirtschaft von der reinen Abfallentsorgung hin zur Rohstoffrückgewinnung. Das Abfallwirtschaftszentrum Steinthal widmet sich neben der reinen Deponierung von nicht gefährlichen Abfällen auch deren Verwertung. Eine mobile Anlage, die für die nächsten Wochen auf der Deponie eingerichtet wurde, dient der Rückgewinnung von Metallen, wie Eisen, Aluminium und Kupfer, aus der Müllverbrennungsschlacke. Die Metalle werden industriell wiederverwertet. „Dadurch wird nicht nur das Deponievolumen verkleinert sondern auch natürliche Rohstoffe und Energie eingespart – also die Umwelt geschont und entlastet“, skizziert Geschäftsführer DI Rainer Adami. 

Norbert Malainer von der Gemeinde Seebenstein, AWZ Steinthal-Geschäftsführer DI Rainer Adami und Engelbert Pichler, der Obmann des Abfallwirtschaftsverbands Neunkirchen (v.l.) vor der, in Waidhofen an der Ybbs hergestellen, mobilen Anlage zur Rückgewinnung von Metallen.

„Das oberste Gebot ist natürlich die Müllvermeidung“, betont Obmann Engelbert Pichler, „Der höchstmögliche Grad im Recycling ist unser Ziel bei der Wiederverwertung.“

„Uns ist es ein großes Anliegen die Bevölkerung zu informieren. Interessierte sollten die Möglichkeit haben, sich selbst ein Bild vom Gelände und den Prozessen im Hintergrund zu machen. Wir freuen uns, dass der Tag der offenen Tür – wie auch schon im Vorjahr – so gut angenommen wurde“, freut sich Rainer Adami nach dem Tag der offenen Tür. 

Eine Hand voll Wertstoff:  Abfallwirtschaftsverbands-Obmann Engelbert Pichler mit Metallen, die aus der Müllverbrennungsschlacke von Dürnrohr und anderen Anlagen gewonnen werden.

Über die Geiger Unternehmensgruppe 

Die Geiger Unternehmensgruppe wurde 1923 in Oberstdorf als Holzhandlung mit Fuhrwerksbetrieb gegründet. Zwei Generationen und über 90 Jahre später liefert, baut, saniert und entsorgt das Unternehmen für Geschäftspartner in den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Umwelt. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeitern und verfügt über mehr als 50 Standorte in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Frankreich, Italien und Rumänien.

Hier mehr: www.geigergruppe.de

Die Geiger Unternehmensgruppe ist seit über 30 Jahren in Vorarlberg tätig, seit dem Jahr 2013 auch im Umweltbereich. Die Unternehmen Geiger Umwelt GmbH mit Sitz in Wienerherberg (Bezirk Bruck an der Leitha) und die Wilhelm Geiger GesmbH mit Sitz in Mittelberg (Vorarlberg) beschäftigen sich mit der Sanierung von Altlasten und kontaminierten Standorten, dem Flächenrecycling sowie dem Bau und Betrieb von Deponien. Im Zuge des Projekts N6 verlegt die Geiger Umwelt GmbH ihren Hauptsitz von Wienerherberg nach Wiener Neustadt. Es werden aktuell vor Ort zehn Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit von der Bundesaltastensanierungsgesellschaft m.b.h. mit der Sanierung der Altlast N27 in Neunkirchen und der Sanierung der Altlast N6 „Aluminiumschlackendeponie“ in Wiener Neustadt beauftragt.

600 Tonnen Eisen, Kupfer und Aluminium erhoffen sich die Steinthaler, in den kommenden zwei Monaten in denen die Anlage betrieben wird, aus 30.000 Tonnen Müllverbrennungsschlacke gewinnen zu können. Wertvolle Rohstoffen, die bisher auf Deponien verrotteten.

Das Abfallwirtschaftszentrum Steinthal in Seebenstein wurde Anfang 2015 durch die Geiger Unternehmensgruppe vom Abfallwirtschaftsverband Neunkirchen erworben. Das Unternehmen beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter.

Fotos: Wilfried Scherzer

 

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