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★ Viel Neues aus der Scheibenwelt für den Frühling

Die SCHWARZATALER-SCHEiBENWELT bringt jede Menge frische Musik in deine Frühlingstage. Wir haben Silberlinge aus den unendlichen Weiten des Universums der Klänge, Rhythmen, Stimmen und Melodien herausgesucht und stellen dir einige der, in den vergangenen Wochen neu erschienenen, CDs und EPs vor. Mit dem einen oder anderen interessanten Termin und weiterführenden Link. Scroll dich einfach durch.

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Wolfsheart & Robert Horak – Acoustic Ride | Wir gehen ruhig und entspannend in den Frühling und da ist das neue Album von Wolfsheart der ideale Soundtrack. Für sein dreizehntes Album Acoustic Ride hat der international ausgezeichnete niederösterreichische Flötist Wolfsheart ein Konzept gewählt, das von Ästhetik und Authentizität geprägt ist.

Sphärisch-erdige Songs am Puls der (Welt-)Musik, strikt akustisch, melodiös und sehr emotional. Die brandaktuelle EP bietet eine zweite Premiere: Seit zwei Jahren arbeitet Wolfsheart mit dem versierten Gitarristen Robert Horak zusammen. Die beiden verbindet eine künstlerische Zusammenarbeit mit Liebe zu handgemachter, ehrlicher Musik und einer Leidenschaft für akustische Klänge.

Dieses Debüt ist das akustische Ticket für eine Reise durch verschiedene Stile, Stimmungen, Gefühle und Momentaufnahmen. Die sechs instrumentalen Titel bilden eine sphärische Kombination entspannender Kompositionen mit Gitarre und Flöte, wo auch die feinsten Nuancen der einzelnen Songs hörbar und spürbar sind. Der elegante Gitarrenklang und die eindringliche Flöte ergänzen sich stimmig zu einem Erlebnis für alle Sinne. Das Duo zeigt mit Eigenkompositionen sowie einer unkonventionellen Interpretation von Nights In White Satin der bekannten US-Band Moody Blues die vielen Facetten eines Zwei-Mann-Teams, das nach dem Prinzip „Weniger ist oft viel mehr“ auf pure Kreativität setzt.

Für rhythmische Highlights sorgen zusätzlich als Special Guests Salvador Fragozo, langjähriger Percussionist von Jose Feliciano und die ungarische Drumlegende Titus Vadon (trommelt bei Russkaja und Balaton Kombo). Für jeden Fan von Musik abseits des Mainstreams und speziell für Kenner akustischer Expeditionen sind die harmonischen Folk-Pop-World- Klänge dieses Albums nicht mehr und nicht weniger als ein Tankstopp für die Seele.

Seit über 20 Jahren erfreut Wolfsheart sein Publikum mit seinen indianischen Flötenklängen. Viele Aufenthalte und Tourneen (auch in den USA) zeigen von seinem ausgeprägten Gefühl für diese Musik. Unzählige Preise und Auszeichnungen (darunter drei Mal der Native American Music Award in New York) bestätigen sein Können, sein Feingefühl und seine Liebe zu dieser Musik. Auch mit indianischen Stars und den puerto-ricanischen Sänger und Gitarrist José Feliciano musizierte Wolfheart auf verschiedenen Bühnen und machte sich adurch in der Profiliga einen Namen. Seine Alben ernten immer wieder Lobeshymnen und laufen in Rotation zahlreicher internationaler Radiosender.

Robert Horak studierte Gitarre in Wien am Gustav Mahler Konservatorium, wo er mit Auszeichnung diplomierte. Nach langjähriger Erfahrung als Musiker in diversen Formationen & CD Produktionen widmet er sich nun diesem Projekt mit großer Spielfreude.

Und das Ergebnis klingt einfach schön.

Wolfsheart live in A: 13. April Avatar2017 Wien, 3. Mai Wolf Science Center Ernstbrunn, 24. Mai Lange Nacht der Kirchen Wien … weitere Termine und Infos findest du HiER.

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★ Angelika Sacher & Klaus Bergmaier – Wann, wenn nicht jetzt! | Lieder, die zur aktuell unruhigen politischen Lage in unserer Heimat und anderswo passen, bringen Sängerin Angelika Sacher und Pianist Klaus Bergmaier auf ihrem neuen Album, darunter ein von Bergmaier neu komponiertes Lied zu einem Text von Peter Turrini, der Sigi Maron gewidmet ist.

In den vergangenen Monaten feilten Angelika Sacher und Klaus Bergmaier an der Fertigstellung ihres sechsten gemeinsamen Albums mit dem Titel Wann, wenn nicht jetzt? und ist die vierte CD des Duos, die sich dem seltenen Genre der Revolutions-, ArbeiterInnen- und Frauenlieder widmet und damit schon sehr interessant.

Mit politischen Liedern befassen sich die Beiden seit 2004, nachdem sie bereits etliche Jahre gemeinsam Jazz gespielt hatten, was die beiden immer noch gemeinsam und mit viel Freude mit ihrer Band Big Apple tun (wenn die in deiner Gegend auftreten, hingehen, genießen).

Highlights in der bisherigen Karriere waren ein Auftritt im Volkstheater in Wien, eine Rundfunksendung auf Ö1, weiters der Einsatz von Aufnahmen von Sacher & Bergmaier in diversen Filmen zur Zeitgeschichte sowie zur Frauenpolitik, und Auftritte bei den offiziellen Trauerfeiern für Johanna Dohnal und Sigi Maron.

Klaus Bergmaier vertonte für das Duo politische Lyrik von Peter Turrini, Jura Soyfer, Bachmann-Preisträgerin Cornelia Travnicek und vom 2018 verstorbenen Heinz R. Unger, dem Textautor der Proletenpassion. Letzterem und dem 2016 verstorbenen Sigi Maron sind einige Titel am aktuellen Album gewidmet. Der titelgebende Song Wann? stammt aus der Feder von Rio Reiser. Songs von Reinhard Mey und John Lennon dürfen hier ebensowenig fehlen wie einige Klassiker des Arbeiterlieds, das mitreißende El pueblo unido, erstmals bei Sache&/Bergmaier ein jiddisches Lied – der Arbetlose-Marsch, bei dem Johannes Wels für mitreißende Violinenklänge sorgt, zwei kämpferische Frauenlieder und Eigenkompositionen. Für die Tontechnik sorgte – wie bereits bei den vergangenen drei Alben – Leopold Denk.

Angelika Sacher & Klaus Bergmaier

Foto: weinfranz

Angelika Sacher hat eine klassische Gesangsausbildung, Opernerfahrung als weibliche Titelpartie in Dido und Aeneas und ist auch in der Kirchenmusik eine fix Größe.

Klaus Bergmaier komponiert und arrangiert, er hat mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Musikgrössen gearbeitet (Waltraut Haas, Johnny Logan, Smokey Robinson, Dagmar Koller, Betty Garrett, Ronnie Urini, Drahdiwaberl, mit Mitgliedern von EAV, Bluespumpm, Mainstreet und den Schmetterlingen um nur einige zu nennen) und ist Gründungsmitglied der erfolgreichsten Doors-Tribute Band Europas – The Doors Experience, mit der er bisher durch 17 Staaten tourte.

Die CDs von Sacher & Bergmaier sind auf dem österreichischen Label Preiser Records  (Qualtinger, Bronner, Seiler & Speer, Heltau) erhältlich. Weltweit im Fachhandel, Versandhandel und auf allen Downloadplattformen.

Alle Termine und viele weitere Infos findest du HiER

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★ Turbobier – King of Simmering | Und jetzt Vollgas! Mit dem dritten Album King of Simmering entwickelt sich Turbobier einen gewaltigen Schritt weiter, stellt sich musikalisch und thematisch breiter auf und lotet die Grenzen des Simmeringer Punkrock-Universums aus.

Vom Partybanger Heute fahr ma Polizei über die dreckige Popballade VHS bis zur Streetpunknummer Zgroße Schuach hat die Band viele Asse im Ärmel. In der Woche nach dem Albumrelease wurde der Titeltrack King of Simmering veröffentlicht. Im Video cruised Marco Pogo im originalen K.I.T.T. aus der Serie Knight Rider durch Simmering. Bauer sucht Frau-Moderatorin Arabella Kiesbauer hat im Video einen Cameo-Auftritt.

Nachdem Turbobier bereits mit dem Debütalbum den wichtigsten österreichischen Musikpreis, den Amadeus Austrian Music Award, einheimsen konnte, mit dem zweiten Album Das neue Festament auf Anhieb die Spitze der österreichischen Charts stürmte, ist man mit dem gewaltigen Drittwerk King of Simmering für alles Kommende gewappnet.

Über 170 Konzerte wurden in den zwei Jahren seit Erscheinen von Das neue Festament quer durch Europa, China und Japan gespielt. Die Live-Erfahrung merkt man dem neuen Werk definitiv an, in dem sich Marco Pogo zum König von Simmering krönt und dem von Gemeindebauten, der Südosttangente und dem Zentralfriedhof geprägten 11. Wiener Gemeindebezirk seine Liebe erklärt. Logisch, dass hier das Releasekonzert stattfand, stilecht im Gasthaus Brigitte gegenüber der Endstation des berühmten 71er, der Bim zum Zentralfriedhof.

Marco Pogo mit dem originalen K.I.T.T. aus der Serie Knight Rider

Auf King of Simmering kommen auch Gastmusiker lautstark zu Wort. Paul Pizzera rappt unglaublich genial in Heute fahr ma Polizei, Christopher Seiler ist am Track„Fassl zu hören und die Sängerin Bärbel Rotzky der Duisburger Punk-Urgesteine Eisenpimmel ist in Tanke mit von der Simmeringer Partie.

Turbobier live in A: 3. August Hall of Madness Festival in Wolfsberg … weitere Tourdaten, die aktuellen Videos und mehr findest du HiER

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Downfall Of Gaia Ethic Of Radical Finitude | Downfall Of Gaia werden seit der Gründung der Band begeistert von ihren Fans gefeiert. Ihr fünftes Album hebt das international besetzte Quartett nun auf die nächsthöhere Stufe.

Die sechs Songs von Ethic Of Radical Finitude sind melodischer, strukturierter und dynamischer denn je, wobei sich der epische Metal-Sound mit seinen originellen Sludge- und Crust-Elementen, an dem die Mitglieder mit jedem Release gefeilt haben, weiter zuspitzt. „Wir verbinden die Aspekte unserer früheren Platten mit der Marschroute von Atrophy von 2016“, skizziert Gitarrist und Sänger Dominik Goncalves dos Reis, „und es gibt lange atmosphärische Parts als Atempausen, für deren Entfaltung wir uns Zeit lassen, aber andererseits auch sowohl brutale als auch melodische Blastbeat-Parts. Jedes Stück stellt gewissermaßen eine Reise dar, auf der man Höhen und Tiefen erlebt.“

Manche Bands planen alles penibel vom Beginn des Schreibprozesses an. Doch um seine Ziele zu erreichen, hat sich Goncalves dos Reis schon immer lieber treiben lassen, statt stur nach ‚Fahrplan‘ zu ackern. „Solange sich ein Song gut anfühlt und die richtige Stimmung erzielt, ist alles erlaubt“, betont der Komponist lapidar, „denn jedes Album steht für ein anderes Kapitel und eine andere Phase in unseren Leben, logischerweise auch mit unterschiedlichen Einflüssen. Das ist gut so, denn ansonsten würden wir stets gleich klingen. Wichtig ist uns jederzeit nur die Atmosphäre, zu der auch opulente Soundscapes zählen, in denen man sich verlieren kann.“

Downfall Of Gaia werden seit ihrer Gründung von ihren Fans begeistert gefeiert

Foto: Florian Fassbinder

Als die beiden Masterminds von den Demos völlig überzeugt waren, traten Bassist Anton Lisovoj und Gitarrist Marco Mazzola in die Szene. Die Tracks wurden weiter ausgefeilt, und Goncalves dos Reis arbeitete am textlichen Konzept. „So früh haben wir noch nie mit dem Komponieren begonnen. Normalerweise brauchen wir dafür nur halb so lang wie diesmal, aber wir hatten einfach keinen Bock auf Stress, sondern wollten uns selbst Freiräume und die Gelegenheit geben, um alle Mitglieder mit dem Ergebnis zufriedenzustellen.“ Dabei experimentierten sie mit Klängen, die man so noch nie von ihnen gehört hat, setzten erstmals klaren Gesang ein, außerdem ein Glockenspiel und gesprochene Parts während der ruhigeren Momente. Das Album gibt also eine erweiterte Vorstellung davon wieder, wie Downfall Of Gaia auch klingen können.

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James Yorkston – The Route To The Harmonium | James Yorkston veröffentlicht im Februar The Route To The Harmonium, das erste Solo Album seit The Cellardyke Recording And Wassailing Society vor fünf Jahren. Produziert von Yorkston und dem walisischen Folk-Enfant-Terrible David Wrench folgt es den zwei Alben, die Yorkston als Teil des Trios Yorkston/Thorne/Khan aufgenommen hat, Everything Sacred von 2016 und Neuk Wight Delhi All-Stars von 2017.

The Route To The Harmonium ist ein sehr persönliches Album geworden. Freunde und Familie, Vergangenheit und Gegenwart finden ihr Echo in diesen Liedern. Es gilt, sich an Weggefährten, lebende wie verstorbene, zu erinnern. Es ist der Klang von Heimat und auch der von ungestörter Handwerkskunst.

Denn hört man genau hin, kann man sich ausmalen, wie Wrench die vorliegenden Einzelteile zusammensetzte: Überlagerungen von Gesangs- und Gitarrenspuren ergänzt durch Einsätze von schottischen Dulcitones, Harmonien und Autoharp. Sogar eine Nyckelharpa, ein unverwechselbares schwedisches Streichinstrument, das Yorkston von einem Freund geschenkt wurde, fand den Weg auf das Album.

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Tiemo Kirberg – Turning Point | Thiemo Kirberg, der aus Deutschland stammende, Jazzgitarrist, Komponist und Arrangeur lebt und arbeitet seit 2007 in Wien. Er steht für einen lyrischen, einfühlsamen Gitarrensound, der stilsicher und selbstbewusst die Traditionen des Jazz, Swing und Latin mit höchst individuellen, innovativen und besonders freien Elementen vereint. So entstehen von gekonnter Perfektion getragene Klangwelten, die endlosen Raum für seine anspruchsvollen, äußerst kunstfertigen Improvisationen bieten.

Thiemo Kirbergs musikalische Laufbahn startete vorerst konventionell: nach musikalischer Früherziehung folgten mehrere Jahre Unterricht an der Blockflöte und am Cello bis er kurze Zeit später mit klassischen Gitarrenunterricht begann. Auch wenn ihn dieser musikalische Zugang wenig begeisterte, spürte er schon sehr früh seine besondere Stärke: Musik frei zu gestalten, zu improvisieren. Zunächst waren es kleine Melodien, die allmählich länger und komplexer wurden, bis Thiemo Kirberg nach ein paar Umwegen beim Komponieren und der Improvisation landete. Zum Blues und Jazz war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Zu seinen frühen Einflüssen zählen Stan Getz, Sonny Rollins, Ben Webster, aber auch Frank Sinatra oder Billie Holiday.

Während seines Studiums der Jazzgitarre in Köln (D) und Arnheim (NL) war Thiemo Kirberg bereits in zahlreichen Musikprojekten zu hören. Ein besonderer Fokus galt auch zu dieser Zeit schon seinen eigenen Kompositionen. So erschien 2002 die CD Summer Me, wo Thiemo Kirberg mit seinem Jazztrio eine geschmackvolle Auswahl seiner Songs einspielte.

Seither ist er mit Jazzgrößen wie Howard Alden, Scott Hamilton, Scott Robinson, Willi Ketzer, Martin Gjakonowski, Renato Chicco, Oliver Kent, Hannes Strasser, Roman Schwaller, Mario Gonzi, Herwig Gradischnig, Uli Langthaler, Joschi und Diknu Schneeberger, Jazz Corner u.a. aufgetreten.

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★ Noga Erez – Radar | Noga Erez  hat ein Orchester-Album Radar Reworked (Live with the Camerata Orchestra) ist da. Es ist eine OrchesterNeubearbeitung ihres Debütalbums Off the Radar von 2017 und enthält sieben Tracks, darunter der neue, bisher unveröffentlichter Song Spit.

Der israelische Künstler Shlomi Shaban lud Noga Erez mit ihrer Band für ein Konzert gemeinsam mit dem renommierten Camerata Orchester ein. Dabei entstand ein unkonventionelles Zusammenspiel zwischen klassischer und moderner Musik. Noga Erez und Ori Rousso arbeiteten gemeinsam mit dem IMA (Independent Music Awards) Preisträger Eugene Levitas an den Orchestrierungen der Songs. Das Konzert wurde am 2. Dezember des Vorjahres im Tel Aviv Performing Art Center aufgeführt.

Im Juni 2017 erschien das Debütalbum Off The Radar von Noga Erez und sie etablierte sich damit mit ihren messerscharfen Elektro-HipHop-Attacken und quecksilbrigen Synth-Pop Tracks auf Anhieb als eine der interessantesten Künstlerinnen des Jahres. Es folgten Touren mit Sylvan Esso, weltweite Festivalauftritte (SXSW, The Great Escape, Convergence, Primavera, Roskilde, Siren) gefolgt von einer eigenen EU-Headlinetour und letzten Sommer bespielte sie so ziemlich jedes große Festival. Darauf folgten im Herbst letzten Jahres mit Bad Habits und Cash Out feat. Sammus zwei weitere Songs, die die aus Tel Aviv stammende Produzentin und Künstlerin in einem stilistischen Umbruch zeigten, beide Songs entfernen sich von den eher songbasierten Tracks ihres Debüts. Als alleinstehende Singles weisen sie in eine aufregende Zukunft einer mitreißenden und unberechenbaren Künstlerin, deren Sound sich rasant entwickelt, aber stets unverwechselbar, kompromisslos und wahrhaftig ist.

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★ Jessica Pratt – Quiet Signs | Quiet Signs ist das dritte Album der Künstlerin aus Los Angeles, und die so zerbrechlich scheinende Sängerin hat ein unglaublich kraftvolles Album geschaffen. Steter Tropfen höhlt bekanntermassen den Stein, und so arbeitete Jessica vier Jahre an den neun Tracks des Albums, legte wie eine Bildhauerin, Schicht für Schicht die Form und Struktur der Songs frei und herausgekommen ist ein wirkliches Kleinod. Absolut zeitlose Songs, die das allerbeste kalifornischer und englischer Folk Elemente der Sechziger und Siebziger Jahre verbinden und trotzdem in ihrer Losgelöstheit im Hier und Jetzt verankert sind.

Jessica Pratt ist keine laute Performerin. Das muss sie auch nicht sein. Wer sie schon live gesehen hat, dem ist wohl aufgefallen, dass sogar das Barpersonal äußerst leise ist und aufmerksam lauscht, während sie auf der Bühne steht. Quiet Signs fühlt sich an wie eine Destillation dieser Kraft.

Quiet Signs ist ihr erstes Album, das komplett in einem professionellen Studio aufgenommen wurde, ihre Songs und Gitarrenarrangements wurden aufs Wesentliche reduziert, um wirklich nur das einzufangen, was wirklich essenziell ist und so den vollen Umfang ihrer Vision zu offenbaren. Quiet Signs ist die Reise einer Künstlerin, die aus der Dunkelheit ins Licht tritt, selbstbewusst nach vorne schreitet, als Einzelgängerin auf einer weitläufigen Bühne.

Das Album wurde in Los Angeles geschrieben und in Gary’s Electric Studio in Brooklyn, NY, aufgenommen, Al Carlson ist Co-Produzent und hat außerdem Flöte, Orgel und Piano dazu beigetragen. Matt McDermott spielte ebenfalls am Piano und String Synthesizer.

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Dun Ringill – Welcome | Von dem, was als dunkles und doomiges Nebenprojekt mit nordischen Folk-Einflüssen begann, als der Orraf von Israfel ab September 2017 eine Pause einlegte, die Rhythmusgruppe Patrik Andersson Winberg (Bass) und Schlagzeuger Hans Lilja (ebenfalls in Lotus) Tomas Eriksson (Berauscht und ex Grotesque) ist Patriz alter Bandkollege aus der Doomdogs-Ära. Göteborgs Musiker, die Gitarristen Tommy Stegemann (Silverhorse), Jens Florén (ua Lommi und Live-Gitarrist für Dark Tranquillity) und Patric Grammann (SFT) machen das spannende Projekt von Dun Ringill so groß wie möglich.

Schließlich veröffentlichten Dun Ringill ihr Debüt Welcome Anfang März mit Argonauta Records auf der Scheibenwelt. Nur noch wenige Wochen ehe das Album das Tageslicht erblickte, bot die Band mit der Video-Premiere für den atemberaubenden Track The Door eine leckere Vorspeise. Erst exklusiv bei Rock Hard Magazine, The Obelisk, Rocknytt, Metal Italia und United Rock Nations veröffentlicht, kannst du jetzt das brandneue Video der Band HIER sehen! 

Welcome wurde mit dem Soundzauberer Julien Fabré aufgenommen und gemeinsam mit der Band co-produziert, das Album-Artwork wurde von Niklas Sundin (Dark Tranquillity) erstellt. Dun Ringill s Debüt wird mit Songs mit Gastmusikern wie Per Wiberg von Candlemass, Kamtschatka und ehemals Opeth unterstützt.

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★ John Diva & The Rockets Of Love – Mama Said Rock Is Dead | Er ist wieder da! Aber war er überhaupt jemals verschwunden? Der Rock´N`Roll mit großem ´N` als klar erkennbares Indiz, dass in diesem Metier wirklich alles erlaubt ist, erlebt derzeit seinen gefühlt siebten oder achten Frühling. Mittendrin im kunterbunten Geschehen: John Diva & The Rockets Of Love.

Die schrille Rockformation im 80ies Style ist mit der Gabe gesegnet, frischen Wind in die klassische Rockmusik zu bringen. Sie sind die legitimen Nachfahren einer Ära, in der Van Halen, Aerosmith, Bon Jovi, Whitesnake, Scorpions, Guns N` Roses oder Mötley Crüe quasi vogelfrei über unseren Planeten vagabundierten und alles in die Mangel nahmen, was nicht bei drei auf dem Baum war. John Diva ist funkenschlagendes US-Entertainment at its very best.

Optisch und musikalisch ausgestattet mit allen wichtigen Ingredienzen, die diese Musikform mit sich bringt, stehen John Diva und seine Rockets für griffige Riffs, rasante Gitarrensoli an der Grenze zum Überschall, hymnische Refrains und bilderreiche Texte über die nicht immer ganz jugendfreien Geschichten des Lebens. Ihr augenzwinkernd Mama Said Rock Is Dead betiteltes Debütalbum erzählt mit prallem Sound aus dem Leben des Rock’N’Roll-James Bond John Diva.

Das Album erschien Anfang Februar über Steamhammer/SPV auf der Scheibenwelt.

Aber wer sind John Diva & The Rockets Of Love überhaupt? Da gibt es zuvorderst und unübersehbar ihren Sänger und Womanizer John Diva, der mit blonder Mähne und einem vielsagenden Blitzen in den Augen vom großen Abenteuer als umjubelter Rockstar singt. Kein Wunder, bei einer solchen Lebensgeschichte. „Ich wuchs bei einer schwer schuftenden und hart rockenden Mutter auf”, erzählt Diva, „Sie war Fan, ein Groupie, sie hing permanent in den Clubs ab. Meine Kindheit war eine einzige After-Show-Party.“ Später half Diva als Songschreiber der Stars mit, jenen Sound zu kreieren, den man schon bald als Stadionrock bezeichnen sollte.

Der blonde Beau beschreibt Mama Said Rock Is Dead wie folgt: „Es ist ein Trip für diejenigen, die Rock‘N‘Roll gelebt und geliebt haben, für all diejenigen, die ihn immer noch leben und lieben, und für die vielen Millionen, die bisher noch gar nicht wussten, was sie alles verpasst haben. Wir feiern eine Party so groß wie die gesamten Achtziger, und IHR seid eingeladen, eure Fantasie von meinem wilden und wunderbaren Leben beflügeln zu lassen.“

John Diva

John Diva zur Seite stehen die Gitarristen Snake Rocket und J.J. Love, Bassist Remmie Martin und Schlagzeuger Lee Stingray jr. (Schlagzeug), die in den zurückliegenden Jahren ihre sehenswerten Shows vor zigtausenden Fans abgefackelt haben, unter anderem gleich dreimal auf dem Wacken Open Air. Wer diese Band einmal auf der Bühne erlebt hat, weiß wie auf- und anregend schweißtreibender Rock´N`Roll sein kann. Zwischen Musik, Message und Look passt bei John Diva kein Blatt (höchstens eine goldene Schallplatte). Deshalb: Herzlich willkommen auf einem Album, das auch dein Rock´ N `Roll-Leben reanimieren wird!

Mama Said Rock Is Dead ist eine Hommage an all jene, die John Diva & The Rockets Of Love den Weg geebnet haben – an Lemmy, Bon Scott, ebenso wie an David Bowie, Janis Joplin oder Jimi Hendrix.

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★ OK SweetheartSome Space | Vorbei die Zeiten, in denen OK Sweetheart ihre Songs mit Zuckerwatte gehüllt und jedwede Ecke und Kante mit Schokoladenraspeln klein gefeilt haben – die Situation ist im privaten wie global aufgeheizt. Und immer wo Süßes und Hitze aufeinanderstoßen, mischen sich langsam und stetig bittere Noten unter. Erin Austins neuestes Machwerk Some Space ist ein zynisches Abschiedsalbum, das sich mit zuckrigem Soul Pop einzuschmeicheln gedenkt, die herbe, ungetrübte Sicht auf die Realität aber gleich mitliefert.

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums Home tourte Erin Austin pausenlos durch die Weltgeschichte, arbeitete parallel an neuer Musik und baute sich ein Netzwerk aus Gleichgesinnten und Kollaborateuren auf. Nach ihrer ersten umfassenden Europatour Anfang 2018, bei der sie 27 Shows in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb eines guten Monats absolvierte verschanzte sich Austin mit neuem Material und frischer Motivation unmittelbar im Studio um mit Have It All, Time of our Lives, See What I See, Let It Go und dem bedrückenden, titelgebenden Albumfinale Some Space ein zynisches wie forderndes Fundament für die LP aufzunehmen.

Mit dem fast beschwingten Debüt noch im Ohr, ist es deshalb vielleicht fast schon überraschend, dass sich Some Space bisweilen eher wie ein psychotherapeutischer Ausverkauf anfühlt, der in seinem reflexiven Zynismus keinen emotionalen Trigger unangetastet zurücklassen kann. Dabei ist Austin jedoch nie die unterkühlte Beobachterin, macht sich im Gegenteil selbst am verletzlichsten und spendet so gleichsam Trost für die harte Realität, die sie in ihren Texten heraufbeschwört.

Erin Austin ist OK Sweetheart

Austins eigene Auseinandersetzung mit Musik begann auf einer kleinen familiengeführten Farm irgendwo im Bundestaat New York, wo sie sich intensiv mit dem Klavier und klassischem Gesang auseinandersetzte. Von dort zog es sie zunächst nach Oklahoma, dann nach San Francisco – beides Orte mit kreativen Netzwerken, die auch Austins Stil nachhaltig beeinflussen sollten. Nach den Aufnahmen des Debütalbums Home in Texas und einem ersten Platz in der Kategorie Pop im International John Lennon Song Writing Contest, begann Austin sich intensiv mit Künstlern wie Harry Nilsson, Neil Young und Randy Newman auseinander zusetzen – Musikern, die wie sie gewichtige Themen lyrisch subversiv aufarbeiten und mit filigranen Melodien vermählen.

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Whitesnake – Slide It In (35th Anniversary Remaster) | Ihr erstes Platin-Album gelang Whitesnake mit dem 1984er Slide It In, ein Album das dank hart rockender Nummern wie Love Ain’t No Stranger, Slow An‘ Easy und des Titeltracks Slide It In bisher weltweit mehr als sechs Millionen Mal verkauft wurde. Heuer feiert Slide It In seinen 35. Geburtstag. Rhino/Parlophone feiern das Jubiläum mit mehreren Neuauflagen, darunter ein opulentes 7-Discs starkes Box-Set.

Slide It In: The Ultimate Special Edition erschien Anfang März. Die 6CD + DVD-Box enthält völlig neu remasterte Versionen der UK- und US-Mixe des Albums sowie den 35th Anniversary Remix aus dem Jahr 2019(!) und bisher unveröffentlichte Live- und Studioaufnahmen, Musikvideos, Konzert-Footage und ein aktuelles Interview mit Whitesnake-Gründer und Sänger David Coverdale.

Drei weitere Versionen von Slide It In schwemmte das Bandjubiläum auf die Scheibenwelt: Eine Doppel-CD Deluxe Edition mit den neu remasterten UK- und US-Mixen, die um eine Auswahl von Bonustracks ergänzt wurden. Die Doppel-LP Deluxe Edition präsentiert die neu remasterten UK- und US-Mixe, und die Single-Disc-Version enthält schließlich den brandneuen und neu remasterten Mix des kompletten Originalalbums.

Slide It In sollte ein durchstrukturierter, aber modern elektrifizierter Ansatz für den klassischen, Blues-basierten Hardrock sein, für den Whitsnake immer berühmt waren. Aber unser neuer Hook City Hooligan und Mixer Extraordinaire, Christopher Collier, hat den Klassiker in Handarbeit fit für das 21. Jahrhundert gemacht“, skizziert David Coverdale. „All diese Performances auf dem Album nach 35 Jahren so frisch und klar zu hören, war einfach total überwältigend. Mels, Cozys und Jons Spiel auf dem Album klingt genauso vital und energetisch wie damals. Das ganze Können aller Musiker leuchtet förmlich hervor. Nicht nur, dass Christopher das Beste aus dem Album rausgeholt hat, er hat dem Album auch ein neues Gewand verpasst, das es absolut modern und zeitgemäß klingen lässt. Ich persönlich bin davon völlig umgehauen worden.“

Nachdem Whitesnake im Jahr 1982 das Album Saints & Sinners veröffentlicht hatten, kamen sie im folgenden Jahr wieder zusammen, um die Songs aufzunehmen, die das sechste Studioalbum der Band werden sollten: Slide It In. Zu dieser Zeit bestanden Whitsnake aus David Coverdale, den Gitarristen Micky Moody und Mel Galley, Bassist Colin Hodgkinson und Keyboarder Jon Lord. Es wurde 1984 in UK veröffentlicht, wo es sofort in die Top-10 kletterte.

Zudem enthält Slide It In: The Ultimate Special Edition bisher unveröffentlichte Versionen jedes Albumtracks, darunter auch die 35th Anniversary Remixes, die in diesem Jahr entstanden, und Abhör-Mixe, die im Jahr 1983 aufgenommen wurden. Das Set präsentiert überdies mehr als ein Dutzend unveröffentlichte Live-Aufnahmen aus dem Jahr 1984, die ein komplettes Konzert aus dem schottischen Glasgow und einige Songs aus Jon Lords letzter Show mit Whitsnake umfassen, das in Schweden mitgeschnitten wurde. Die letzte Disc der Kollektion bringt erstmals 30 Tracks zutage, die sich aus Originaldemos und frühen Mixen von Albumtracks sowie unvollendeten Songideen zusammensetzen.

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Panda Bear – Buoys | Noah Lennox‘ sechstes Soloalbum als Panda Bear erschien im Februar auf Domino. Buoys ist das erste Panda Bear Album seit vier Jahren und schlägt eine neue Richtung ein, denn Noah Lennox will sich nicht selbst wiederholen.

Buoys wurde von Rusty Santos, die schon am Album Person Pitch mitgewirkt hatte, in Lennox‘ Wahlheimat Lissabon, Portugal, koproduziert und mitgemischt. Animiert durch ein anhaltendes Interesse an Techniken der zeitgenössischen Musikproduktion, insbesondere ihrem gemeinsamen Interesse am Hip-Hop (wie es in jeder Panda Bear-Veröffentlichung seit Person Pitch deutlich wird, sei es durch Sampling oder Produktion), stellten sich Lennox und Santos etwas vor, das sich „den Ohren eines jungen Menschen vertraut anfühlen“ würde.

Darunter liegt aber eine tiefere, experimentellere Schicht, die durch die hypermoderne Produktion fließt – ein Markenzeichen der Panda Bear-Veröffentlichungen, die den Fans von Lennox‘ Werk, das sich jetzt schon über mehr als eine Dekade spannt, vertraut sein werden.

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Weezer – Weezer (Black Album) | Africa war erst der Anfang: Im Jänner haben Weezer völlig überraschend mit The Teal Album ein ganzes Album voller Coversongs aus den 70er-, 80er- und frühen 90er-Jahren geschnitzt.

Das Cover Africa ging viral und bescherte Weezer ihren vierten #1-Hit in den Alternative Radio sowie die zweithöchste Platzierung in den amerikanischen Hot 100-Charts ihrer gesamten Karriere. Durch diesen Erfolg musste allerdings die Veröffentlichung ihres Black Album auf Anfang März verschoben werden. Jetzt ist es da!

Im Mai 2018 veröffentliche die vierköpfige Rockband aus Los Angeles, Kalifornien, eine Cover Version zu Afrika von Toto, mit der sie im August Platz Eins der Billboard Alternative Song Charts erreichte. Als Reaktion auf diesen Erfolg erschien im Januar 2019 überraschend das zwölfte Studioalbum, das ein reines Cover-Album wurde. Zu den zehn Songs aus den 70er-, 80er- und frühen 90er-Jahren zählen neben Afrika außerdem Everybody Wants To Rule The World von Tears For Fears, Billie Jean von Michael Jackson, Paranoid von Black Sabbath, No Scrubs von TLC, Mr Blue Sky vom ELO oder auch Take On Me von a-ha. Und keine zwei Monate darauf erschien das zuvor digital veröffentlichte Teal Album (bereits das fünfte Weezer-Album sozusagen „ohne Namen“) endlich auch als Silberscheibe.

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★ Rosy Vista – Unbelievable | Fünf Jahre lang, genauer gesagt von 1984 bis 1989, existierten Rosy Vista, die erste Frauen-Hardrock-Formation Deutschlands. In dieser Zeit veröffentlichte die Hannoveraner Gruppe um Gitarristin Anca Graterol eine EP und zwei Singles. Außerdem gab die Band eine Vielzahl aufsehenerregender Konzerte, unter anderem mit Legenden wie Uriah Heep, Joe Cocker, Manfred Mann´s Earthband oder Mötley Crüe.

Zum vollständigen Glück fehlte den Bandmitgliedern damals also eigentlich nur eines: ein richtiges Album. Im Februar wird diese offenkundige Lücke geschlossen, denn Rosy Vista sind wiedervereint und präsentieren mit Unbelievable ihr Debütalbum, ziemlich genau 35 Jahre nach dem Startschuss der Band. Im wahrsten Sinne des programmatischen Albumtitels eine unglaubliche Geschichte. Darüber nachgedacht haben wir schon seit vielen Jahren, aber gute Ideen müssen halt reifen, deshalb hat es etwas länger gedauert“, gesteht Bandgründerin Graterol, die mit Andrea Schwarz (Gesang) und Marina Hlubek (Schlagzeug) zwei weitere Originalmitglieder an ihrer Seite hat. Neu zur Band kam Bassistin Angela Mann.

Jetzt also liegt es vor: Unbelievable besteht aus zwölf Songs (elf Originale plus eine Covernummer), sechs von ihnen sind nagelneue Kompositionen aus der gemeinsamen Feder aller vier Musikerinnen, hinzu kommen fünf Stücke der 1985er EP, allesamt aktualisiert und neu eingespielt, plus eine Coverversion von Steppenwolfs Klassiker Born To Be Wild. Anica Graterol präzisiert: „Wir waren uns einig, dass die musikalische Identität der ersten Rosy Vista-Besetzung fortgesetzt und nicht durch pseudo-moderne Strömungen verwässert werden soll. Diese Art Rockmusik ist sowieso zeitlos und unterliegt keinerlei Trends oder Moden. Natürlich sind wir heute technisch um einiges besser als damals, außerdem hat Unbelievable dank modernster Studiotechnik einen topaktuellen Sound. Dennoch hat uns alles, was man auf dieser Scheibe hört, großen Spaß gemacht und klingt daher absolut authentisch.“

Rosy Vista bringen nach 35 Jahren ihr Debütalbum heraus

Bleibt – last but not least – noch die Frage, weshalb sich die vier Rosy Vistas ausgerechnet für Born To Be Wild als Finale auf Unbelievable entschieden haben? „Dieses Stück haben wir schon in den Achtzigern auf großen Festivals gespielt. Wir verbinden mit ihm viele schöne Erinnerungen.“ Und noch ein Highlight: Das Cover-Artwork der Scheibe stammt von Bernhard Paul & Steffen Maier („just like Lennon & McCartney“) von Circus Roncalli. Es ist also vollbracht!

Gemäß dem Motto „Was lange währt wird endlich gut“ haben sich die vier Frauen von Rosy Vista mit Unbelievable nicht nur einen Lebenstraum erfüllt, sondern machen auch ihren vielen Fans eine riesengroße Freude.

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Sama Dams – Say It | Die avantgardistische Indie-Kombo Sama Dams aus Portland, Oregon, USA, zeigt schalltechnisch die Schieflage auf, zwischen dem, was im heutigen Amerika als „normal“ angesehen wird, und wie sich das dann anfühlt.

Auf ihrer neuesten LP Say It erscheinen die Verse zuerst ganz leichtfüßig. Plötzlich machen sie eine 180-Grad-Drehung und taumeln Richtung Refrain, der mit der Wahrheit zusammenstößt, über das, wer wir sind und als wer wir gerne gesehen werden wollen. Obendrauf gibt es Töne und Synthesizerklänge, die „durch die Songs schlingern und herum flattern wie ein lebendiges, atmendes Wesen.“

Kennzeichen der Band sind die sich einprägenden Ecken und Kanten, deren Eindringlichkeit sich noch mehr durch einen direkten Pathos erhöht, wie es zum Beispiel auf Tracks wie Driving By zu hören ist. Verschmolzen mit der wehklagenden Riffigkeit, die ihr ebenfalls aus dem mittleren Westen der USA stammendes Mitglied Billy Corgan, in absoluter Bestleistung, aus seinen Synthesizern rausholt, die wie hundert, längst vergangene, geliebte 80er Soundtracks klingen, führt Sama Dams ihren ganz eindeutig links gerichteten Sound Richtung hymnenartige Gefielde und das mit verwegener und gleichsam liebevoller Authentizität.

Geboren und aufgewachsen sind die Gründungsmitglieder Sam und Lisa Adams im mittleren Westen der USA. Sie lernten sich auf dem College in Holland, Michigan, kennen und begannen kurz danach, zusammen Musik zu machen. Vor zehn Jahren heirateten sie und übersiedelten, angezogen vom fruchtbaren künstlerischen Boden des pazifischen Nordwestens der USA, nach Oregon. Zwei Jahre später landeten sie schließlich im hochkreativen Portland, wo ihr Talent Form annahm und sich eine vierköpfige, starke Truppe rund um Sams kraftvolle und eigenwillige Songs bildete.

Das erste Album schlug voll ein und die lokale Musikszene spitzte ihre Ohren. „Wenn man No Vengenace hört, weiß man, dass Sama Dams nicht nur eine Band, sondern eine leidenschaftliche, abenteuerlustige musikalische Naturgewalt ist, mit der man rechnen muss“, schrieb Musikkenner Ned Lannamann. Comfort in Doubt war die zweite Veröffentlichung der Band. Es zeichnet sich durch gereiftes Feingefühl und einen gewichtigeren Sound aus.

Die avantgardistische Indie-Kombo Sama Dams

Wenn du mit jemandem lange genug zusammen bist, dann beginnst du, Dinge, die dir Angst machen, offen zu zeigen und du darfst verletzlicher sein“, erklärt Lisa. Daraus entstand auch der Titel ihres mittlerweile dritten Albums Say It, das unter dem Label von Friendship Fever aus Kalifornien entstand. Während Lisas große blaue Augen über die Komplexität von Sama Dams‘ Musik hinwegtäuschen, geben die grüblerischen Pausen im Gespräch mit ihrem Ehemann einen Hinweis auf die Suche, die die Band immer weiterzieht. Zuletzt aber, so meint dieser, würde er aber eine etwas weniger impulsive Heransgehensweise bevorzugen. Auf die Frage, wie er den Prozess, Say It zu kreieren, beschreiben würde, antwortet Sam einfach nur mit: „Ein Flow…“.

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Hamza – Paradise | Hamza ist ein belgischer Rapper. Er gilt als der belgische Young Thug und als Brüssels Antwort auf Travis Scott. Seine Laufbahn startete der selbsternannte Saucegod vor zehn Jahren als Teil der Brüsseler Kilogrammes Gang.

Es folgte 2013 die erste Solo-EP Recto-Verso. Doch erst mit dem H24 Mixtape im Mai 2015 und der Hit-Single La Sauce stellte sich der Erfolg ein. Während seine Singles millionenfach gestreamt werden, pushen Drakes Manager und Kanye Wests Artistic Director seine Musik im OVO Sound Radio auf Beats 1.

Dass Hamzas französische Lines jede Sprachbarriere nehmen, zeigt auch seine Festivalauftritte. 2017 zog er beim splash! Festival und beim Hype Festival das Publikum mit seinen wolkigen Trap-Beats und luftigen Raps in den Bann.

Auf dem Maximum Album von KC Rebell und Summer Cem, das auf Platz 1 der Albumcharts einstieg, veredelte er zwei Songs mit seiner hypnotischen Stimme.

Nach 1994, seiner letzten Veröffentlichung im Januar des Vorjahres, erschien nun Anfang März das Folgealbum Paradise inkl. Features von Aya Nakamura und Christine & the Queens.

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★ Xenoblight – Procreation | Mit ihrem gelungenen Mix aus Death, Thrash und Black Metal, ordentlich Groove und einer schönen Prog-Schlagseite sorgten Xenoblight schon beim Wacken Open Air für Furore, nun tut die etwas andere „female fronted“ Band dies erstmals auch in Albumform.

Proceation heißt das, auf dem deutschen Kultlabel Out Of Line erschienene Werk von Xenoblight, die zu den größten Hoffnungsträgern der, an solchen nicht armen, dänischen Metal-Szene gezählt werden. Und wer sich die Band live geben möchte, hat am 3. Mai beim Spot Festival im dänischen Arhus dazu Gelegenheit.

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Gesaffelstein – Hyperion | Mit seinen Remixen für Lana Del Rey, Produktionen für Kanye West und eigenen Releases zählt Gesaffelstein zu den spannendsten Figuren der französischen Musikszene.

Nachdem er mit dem Track Reset im Vorjahr die erste Musikveröffentlichung seit seinem Signing beim Sony Music-Label Columbia Records vorgelegt hatte, erscheint nun mit dem stark Eighties-beeinflussten Song Lost In The Fire seine Kollaboration mit dem kanadischen Superstar The Weeknd.

Mit seiner The Weeknd-Kollabo Lost In The Fire gelang Gesaffelstein im Jänner ein weltweiter Hit mit Platzierungen in den Top Ten in UK und Top 30 in den USA.

Dann legte Gesaffelstein namhaft nach: die neue Single Blast Of“ entstand in Zusammenarbeit mit keinem Geringeren als Grammy-Preisträger Pharrell Williams. Der Track war eine weitere Vorabsingle aus dem vorliegenden Gesaffelstein-Album Hyperion, das Anfang März auf der Scheibenwelt erschien.

Ganze sechs Jahre Zeit nahm sich der französische DJ, Musiker und Musikproduzent Gesaffelstein für den Follow-Up zu seinem Debütalbum Aleph Zeit, jetzt ist Hyperion weltweit erhältlich. Der Longplayer, der den Namen eines Saturn-Mondes trägt, enthält den Vorab-Hit Lost In The Fire feat. The Weeknd und die brandneue Superstar-Kollaboration Blast Off mit Grammy-Preisträger Pharrell Williams. Neben The Weeknd und Pharrell finden sich noch einige weitere hochinteressante Featured Artists auf dem zehn Songs umfassenden Album.

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Hayley Reardon – Where I Know You | Hayley Reardon aus Massachusettes, USA, macht brillant bewegenden Folk und Pop mit lyrischer Tiefe und Seele. Die Künstlerin mit dieser besonders einprägsamen Stimme war erst kürzlich mit ihrem neuem, sagenhaft guten Werk Where I Know You live in Österreich unterwegs.

Für Reardon ist diese EP ein Zelebrieren des bei sich selbst Ankommens und des Erzählens der Geschichten der Menschen, die ihre eigene Lebensgeschichte beeinflusst haben. Die Künstlerin ist in Massachusettes aufgewachsen, dort entwickelte sich ihre Leidenschaft für Erzählungen. In jungen Jahren entdeckte sie die alte Epiphone Gitarre ihrer Mutter und begann Folk Songs zu schreiben. Inzwischen teilt sich Reardon die Bühne unter anderem mit Acts wie Lori McKenna, Anais Mitchell, Jessica Lea Mayfield und Birds of Chicago. Reardon hat schon in ihren bisherigen Veröffentlichungen gezeigt, dass sie eine sehr hohe und rohe Kunstfertigkeit besitzt, die lyrisch und melodisch sehr in die Tiefe geht. Reardon`s Kreativität kennt keine Grenzen, dies wurde auch schon von einigen Magazinen verdeutlicht, „brillant bewegender Folk/Pop mit lyrischer Tiefe und Seele“ oder „ein melancholisches kleines Meisterwerk“, wie das American Songwriter Magazine schrieb.

Das Ergebnis, Where I Know You, enthält eine subtile Tiefe und Weisheit, die viel mehr mit Patty Griffin, Lucinda Williams und Tracy Chapman gemein hat, als mit vielen der jungen Pop Singer/Songwriter von heute. Durch ihre besondere Art zu spielen und zu singen, erinnert Reardon an die Folk-Tradition von gestern. Sie hat ein Talent Songs zu schreiben, die die Zuhörer durch die vertrauten, verletzlichen und nachdenklichen Texte, förmlich in ihren Bann zieht.

Hayley Reardon macht brillant bewegenden Folk und Pop

Foto: Kate Gallaher

Entstanden ist das Konzept hinter Where I Know You, als Hayley vor zwei Jahren eine einzigartige Tour durchvertraute Räumlichkeiten und nicht-traditionelle Venues“ durch Großbritannien unternommen hatte. „Auf dieser Tour gab es nichts zu verbergen“, erklärt Reardon, „es war nur ich in einem Wohnzimmer, oder einer Scheune, oder einem Hinterhof, manchmal sogar ohne Verstärkung. Alles was ich hatte waren diese Geschichten meines Lebens und der Menschen, die sie geprägt haben und zum ersten Mal fühlte sich das an als ob das genug wäre.

Zurück in den USA, arbeitete Reardon mit ihrem langjährigen Freund Ryan Hommel im Studio im ländlichen Vermont zusammen, um diese intimen, persönlichen Songs zum Leben zu erwecken. Die EP Where I Know You erschien Anfang März auf der Scheibenwelt.

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Paul Weller – Other Aspects (Live At The Royal Festival Hall) | Im vergangenen Oktober spielte der Modfather mit einem Orchester ganz besondere Konzerte in der Royal Festival Hall in London. Eines wurde aufgenommen und gefilmt und erschien jetzt als Live-Album und DVD auf der Scheibenwelt.

Other Aspects, Live At The Royal Festival Hall enthält ein Karriereumspannendes Set aus 25 Titeln neben Klassikern aus Paul Wellers reichhaltigem Katalog machen elf Songs von seinem letztjährigen Longplayer True Meanings einen Großteil der Performance aus.

Das Tracklisting umfasst außerdem eine Reihe von Titeln aus Paul Wellers Tagen bei The Jam, darunter ein radikal umgearbeitetes 40 Jahre altes Private Hell und eine brillant umgesetzte Version von Boy About Town.

Auch The Style Council sind in Form von Have You Ever Had It Blue und A Man Of Great Promise vertreten, außerdem runden Solo-Favoriten wie“You Do Something To Me und Long Long Road das Set ab.

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Simon Zöchbauer – Achad | Achad stammt aus dem Hebräischen und bedeutet Eins, Einheit und Ganzheit. Es weist auf einen Zustand hin, der sich zwischen MusikerInnen und Publikum einstellen kann, wenn die Musik einen Raum öffnet, der mit Aufmerksamkeit und Präsenz durchflutet ist. Ein Zustand von Einverständnis und Verstehen, Einheit und Verbundenheit.

Mit seinem Ensemble Federspiel hat sich Simon Zöchbauer in den vergangenen 15 Jahren mit traditioneller Musik beschäftigt. Mit einer erdenden Quelle also, einer Musik, die sozusagen von unten und zeitlich gesehen aus der Vergangenheit kommt, die Wurzeln spürbar macht und Identität durchschimmern lässt. Nun beschäftigt er sich mit dem, was von oben und vorne kommt.

Hier spielt sein eigener kreativer, intuitiver Prozess die Hauptrolle. Es geht nun weniger um geografische Identität, sondern darum, einen größeren Raum zu öffnen, der weniger das Individuum, sondern das Gemeinsame zum Thema macht. Achad ist das Ergebnis seiner Beschäftigung mit sakraler Musik und Texten die von Menschen stammen, die an der Quelle angeschlossen sind und von dort her ihre Realität downloaden. Denn ausgedrückt werden kann nur, was man selbst erfahren hat.

Mit dem Koehne Quartett holt sich Zöchbauer eines jener Streichquartette zur Umsetzung seiner musikalischen Ideen, das im Bereich zeitgenössischer Musik zu den Führenden in Europa zählt. Seit über 30 Jahren sucht das Quartett die enge Zusammenarbeit mit KomponistInnen, deren Musik es spielt, um eine möglichst hohe authentische und lebendige Interpretation ihrer Werke zu erreichen.

Simon Zöchbauer und das Koehne Quartett

Foto: MichËle Pauty

Die Erfahrung und Zusammenarbeit mit KomponistInnen und MusikerInnen aus dem Jazz, der Weltmusik-Szene und der Klassik lassen das Koehne Quartett als höchst erfahrenen und wendigen Klangkörper erscheinen, der es versteht, sich in den Geist der Musikschaffenden zu versetzen um diesen bestmöglich wiederzugeben.

Als Co-Produzent tritt Sixtus Preiss bei drei Tracks in Erscheinung: Hier werden Instrumentalklänge mit Hilfe von elektronischer Klangerzeugung zu Flächen verarbeitet, die wiederum als Improvisationsgrundlage dienen und so zur räumlichen Atmosphäre des Albums beitragen.

Alles über Simon Zechbauer und sein Album Achad findest du HiER

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Crystal Fighters – Gaia & Friends | Die Band aus dem Baskenland kombiniert ihre Tanzmusik mit traditionellen baskischen Instrumenten. Ihr Debut-Album Star Of Love erschien 2010 und schaffte es auf #10 der UK Dance Charts. Nun geht die Reise weiter und ihr neues Album heißt Gaia & Friends.

Sie lassen sich immer wieder von neuen Erlebnissen inspirieren und sind stets abseits der ausgetrampelten Pfade unterwegs. „Unsere Musik verkörpert das Zusammenfinden von Menschen und Stimmungen an einem Ort, und wir sehen das als Analogie für das Leben an sich“, skizziert Frontmann Sebastian Pringle, „Wir sind alle zusammen in diesem riesigen Konzert namens Leben. Unsere Musik ist eine Feier des Lebens.“

Jetzt ist ihr neues Mixtape erschienen. Gaia & Friends ist eine Momentaufnahme der Zeit und ein musikalisches Kapitel, das quer über die Kontinente entstand, mit einer Gruppe gleichgesinnter Gastmusiker und einer klaren Message im Herzen Gaia symbolisiert Mutter Erde und Friends ihre mannigfaltigen Bewohner, und es geht um Themen wie Miteinander, Inklusion, Bewahrung und Zusammenhalt.

Zu den beteiligten Künstlern gehören Anna Of The North, die kolumbianischen Superstars Bomba Estéreo und Petite Noir aus Südafrika, dazu gesellen sich Interludes, Samples und Außenaufnahmen, die Crystal Fighters auf ihren Reisen über vier Kontinente einfingen.

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Sasami – Sasami | Jeder der mal einen zu langen Text an jemanden verfasst und dann nicht abgeschickt hat, wird vermutlich etwas von sich selbst auf Sasami, dem Debütalbum der gleichnamigen Künstlerin, finden.

„Es ist eine Mischung aus einem Tagebuch und einer Sammlung von Briefen, die geschrieben, aber nie verschickt wurden, an Menschen, mit denen ich auf die eine oder andere Weise eng verbunden war“, skizziert die aus Los Angeles stammende Songwriterin und Multi-Instrumentalistin Sasami Ashworth. Sie schreib die zehn Tracks des Albums im Laufe der vergangenen zehn Jahre, in denen sie mit Cherry Glazerr auf Tournee war, „Ok, vielleicht sind es eher überdramatische Entwürfe von Texten, die man im Notizen-Bereich des iPhones verfasst, aber so oder so sind es Texte, die mir dabei geholfen haben, seelischen Ballast über Board zu werfen.“ In einem Instagram-Post, der die Veröffentlichung von Callous ankündigt, einer gespenstischen Ballade, die den Zerfall einer Beziehung über wütenden Gitarrenriffs dokumentiert, fasst sie die Inspiration hinter ihrem fesselnden konfessionellen Debüt noch deutlicher zusammen:  “Everyone I fucked and who fucked me last year.”

Das Schreiben von Songs betrachtete Sasami zunächst nur als Gelegenheit, ihre Gitarrenkenntnisse zu verbessern. Irgendwann, da sie sowieso die meiste Zeit auf Tournee war, entschied sie sich aber, die Miete für ein Appartment zu sparen und das Geld für Studiozeit zu verwenden, wann immer sie zurück in Los Angeles war. Obwohl das Material, an dem sie arbeitete, zutiefst persönlich war, ist die Platte, die aus diesen Sessions hervorggegangen ist, weitgehend der Sound von Ashworth, die mit ihren Freunden Spaß im Studio hatte. Devendra Banhart und Beach Fossils‘ Dustin Payseur treten als Background-Sänger auf, Joo Joo und Bandkollegin Cameron Allen sind an Gitarre bzw. Schlagzeug zu hören.“Adult Contemporary, eine spacige Träumerei, die die existentielle Unsicherheit unserer Zeit widerspiegelt, wurde mit einer All-Star-Crew von knallharten Los Angeles-Frauen eingespielt, darunter die französische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Soko, Meg Duffy an der Gitarre, Sheridan Riley am Schlagzeug und Anna Butters am E-Bass und Standbass.

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James Morrison – You’re Stronger Than You Know | James Morrison kehrt nach fast vierjähriger Pause mit seinem fünften Studioalbum You’re Stronger Than You Know zurück. Der Brit Award Gewinner mit über sieben Millionen Plattenverkäufen erlangte mit Hits wie You Give Me Something, Wonderful World sowie dem großartigen Duett Broken Strings feat. Nelly Furtado weltweite Bekanntheit.

Nun schlägt er mit You’re Stronger Than You Know ein spannendes, neues Kapitel seiner Karriere auf. Einen Vorgeschmack auf das Album lieferte bereits die leidenschaftliche Soul-Hymne My Love Goes On (feat. Joss Stone). Das neue Album You’re Stronger Than You Know ist Anfang März auf der Scheibenwelt gelandet.

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Adia Victoria – Silences | Der Rolling Stone nahm sie in seine Liste der Zehn neue KünstlerInnen, die man kennen sollte auf. The Village Voice bezeichnete die amerikanische Musikerin als eine unheimlich faszinierende Songwriterin, mit schaudernden Gitarren-Riffs und Texten voll offenherziger Verachtung.

Die Vogue wiederum zählte sie zu den fünf Schönheiten, die sich dem rebellischen Ruf des Afropunks neigen. Afropunk oder Gothic Blues, Country oder Rock – Adia Victoria entzieht sich erfolgreich der Wegsortierung in Schubladen.

Nach zwei EPs und dem Album Beyond the Bloodhounds von 2016 veröffentlichte die Singer-Songwriterin aus Nashville, Tennessee, USA, jetzt ihr zweites Album Silences, mit dem sie im März auch auf Tournee unterwegs ist.

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★ Methyl Ethel – Triage | Methyl Ethel gehören zum spannendsten, was die australische Indie-Szene seit Langem hervorgebracht hat. Das dritte Album von Methyl Ethel mit dem Titel Triage erschien Mitte Februar auf der Scheibenwelt.

Inspiriert wurde das Album vom Gitarrensound von The Cure, dem Synthesizer-Klang von David Bowies Ashes To Ashes und der Produktionsweise des venezolanischen Musikers und Soundmagiers Arca. Jake Webb beschreibt Triage als Cold Logic For Warm Bodies. Das macht Sinn, insbesondere wenn sich die kühlen 80er Jahre Synthie-Sounds an Webbs einfühlsamen Songtexten wärmen. Mit Triage dürfte Methyl Ethel nun der große Sprung von Australien nach Austria gelingen, um mit ihrem heißkalten Sound auch die Bühnen hierzulande zu erobern.

Mit ihrem Debütalbum Oh Inhuman Spectacle erschien die Band vor vier Jahren wie aus dem Nichts auf der Bildfläche und erspielte sich schnell eine Fanbase zwischen Melbourne und Perth. Ihr zweites Album Everything Is Forgotten erschien voor zwei Jahren und wurde zum großen Schritt in der Karriere. Es gewann Down Under unzählige Preise, darunter das Best Independent Album bei den AIR-Award und den prestigeträchtigen WAM-Award für das beste Album als bester Pop-Act.Das nunmehr dritte Album von Methyl Ethel heißt Triage und wurde von Mastermind Jake Webb in Australien und London geschrieben und aufgenommen. Es klingt dabei wie ein flirrender Fiebertraum mit seinen vielschichtigen Synthie-Sounds, die auf krachende Gitarren treffen. Die Songs handeln von Menschen, Liebe, Leidenschaft und Beziehungen – für Webb so etwas wie die Gleichung des Lebens.

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★ Lil Skies – Shelby | Der junge Pennsylvaniaer Lil Skies ist einer der aufstrebensten Rap Artists aus den Vereinigten Staaten. Seine Singles verzeichnen über 650 Mio Streams auf Spotify und 500 Mio Views auf YouTube. Lil Skies hat seine Fans auf aller Welt mit der Veröffentlichung seines Debütalbums Shelby überrascht, benannt nach seiner Mutter. Begleitend dazu hat der von der Kritik gefeierte Rapper das offizielle Video zu I veröffentlicht, hypnotischer Opener des Albums und zugleich die erste Single.

Neben der ersten Single I hält das Album dreizehn weitere Tracks bereit, die eine Phase des Wandels für Lil Skies dokumentieren. Wie bei der Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling hat der Rapper seine Flows geschärft, die Melodien vergrößert und liefert mit jeder Hook eine wahrhaftige Aussage ab. „Es ist mein erstes wirkliches Projekt“, sagt Skies, „Es ist wie ein Neuanfang. Als würde ich wiedergeboren werden.“

Mit über zwei Milliarden Streams auf seinem Konto ist der 20-jährige Rapper Lil Skies steil auf dem Weg nach oben. Der Musiker versammelt mit seinem gefühlsbetonten und dabei hochgradig energiegeladenen Hip-Hop weltweit eine riesige Schar von Fans und Followern hinter sich. Im Januar 2017 veröffentlichte er sein hochgelobtes Major-Label-Debüt-Mixtape Life Of A Dark Rose [All We Got Ent/Atlantic Records], das in den USA Gold-Status erreichte und drei Platin-Singles hervorbrachte, Red Roses, Nowadays und Lust. Seitdem hat Skies unermüdlich weiter Musik und Visuals herausgebracht, zuletzt Real Ties und Name in the Sand, die seine Fans in Verzückung versetzten und in den wenigen Wochen seit der Veröffentlichung beeindruckende 30 Millionen Streams sammelten. Heuer hat Lil Skies bereits eine Reihe neuer Songs veröffentlicht, darunter Opps Want Me Dead, No Rest und World Rage, die zusammen weltweit mehr als 200 Millionen Mal gestreamt wurden. Von Rolling Stone, Billboard, Complex, Pandora und weiteren als Artist to Watch gerühmt, hat der Musiker ein äußerst vielversprechendes Jahr vor sich.

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★ CE$ – San Valentino | Mit Texten, die er in Deutsch, Englisch und Italienisch schreibt, bleibt sich der Rapper CE$ mit kalabrischen Wurzeln auch bei seinem neuen Track Sono Vero treu. Eines ist sicher: die Nummer hat genauso viel Wiedererkennungswert wie der Künstler CE$ selbst: Stilsicherheit, Diversität und Multikulturalität prägen Sono Vero – Ich bin wahr. 

Deutsch, Italienisch, Englisch – in seinem neuen Track vermischt CE$ erneut die Sprachen zu einem faszinierenden Kaleidoskop an Wörtern und Bildern. Inhaltlich dreht sich der Track – der Titel lässt es erahnen – um den Genuss bestimmter Rauchwaren und den damit verbundenen Lifestyle: „Fuck die Tabak-Industrie / Legende Guapo, Biografie / Cannabis-Drogerie / Originale, no Kopie / B.O.G.-Dynastie / Revolution, Anarchie / Grünes Licht, Batterie / On-stage-Energie“, rappt der Dortmunder MC mit kalabrischen Wurzeln, während ein kantiger, zischender Trap-Beat, hypnotisierende Synthie-Nebelwolken und tief brummende Basswellen einen tief in ihren Bann ziehen.

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★ Konea Ra – A Side | Fein verspukte elektronische Popmusik, die weich fließt und lieb säuselt. Die Weiterführung von TripHop, die Annäherung von R’n’B und Soul an einen Dancefloor für zärtliche Slowtänzer. Musik, die den Frisiersalon und die hippe Kaffeebar beschallen kann, beschrieb Philipp L’Heritier den Sound der ersten zwei Konea Ra Alben für.

2012 bereisten sie mit ihrem viel beachteten Debüt Album Pray for Sun Mexiko im Rahmen des Festival Cervantino, 2013 schaffte es der Song Boy auf Platz 2 der TheGap Autoren-Jahrescharts, das dazugehörige Video von Andreas Waldschütz war für den Austrian Music Video Award 2014 nominiert. Mit ihrem zweiten, selbstbetitelten Album waren sie auf FM4 Artist of the Week. 2015 waren Konea Ra für einen Austrian Music Award nominiert.

Jetzt haben Stephanie Zamagna und Matthias „Mangara“ Cermak ihren “signature sound” behutsam weiterentwickelt und in Album-Form gegossen. Ein Album das sich mit Emotionen in alle Richtungen beschäftigt. Ehrlich und ungefiltert. Poppig und von erstaunlicher Leichtigkeit. In vielerlei Hinsicht ist es Abschluss einer Trilogie in der sich ein Kreis geschlossen hat. Was zu Beginn tiefgründig und verschlüsselt herangetragen wurde, wird diesmal ganz direkt und konkret vermittelt.

Zeit sollte man sich zum Zuhören schon nehmen, denn die Songs wachsen mit jedem Anhören. Deswegen veröffentlichten Konea Ra dieses Album erstmals auch auf Vinyl – wobei vorab die A- und die B-Seite separat und zeitversetzt mit jeweils sechs Titeln auch digital auf der Scheibenwelt auftauchten. Außerdem gibt es zu den Songs Match, Love und Supercharger auch Videos von Andreas Waldschütz, Nikolai Selikovsky und Gabriel Hyden.

Ein Album mit viel Liebe, Leidenschaft und Hingabe.

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★ Jnr Williams – Where We Start | Mit karibischem Hintergrund in East London geboren und aufgewachsen, studierte Jnr Williams an der British Academy of New Music. Er fing an, unfertige Songs auszuarbeiten und stellte gleichzeitig eine Band zusammen, die seine Vision verstand. „Ich bin noch immer auf dieser Reise“, betont Jnr, „Viele der Songs handeln davon, keine Angst davor zu haben, sich zu öffnen und anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, zu verstehen wer man ist.“

„Als ich in der Grundschule war, spielte unser Lehrer uns Louis Armstrong vor, den ich vorher noch nie gehört hatte. Ich fand es sofort toll, wie glücklich er klang. Wenn er sang, strahlte er so viel Freude aus“, erinnert sich Jnr, „Ich bin ein stiller Mensch und introvertiert, deswegen ist meine Musik sehr exponiert. Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem einem als Farbiger gesagt wird, dass man seine Gefühle nicht ausdrücken darf. Das war schwierig für mich, denn meine Songs machen vor meinen Gefühlen natürlich nicht halt – sie haben keine Scheu, sie auszusprechen“, erklärt er.

Ob Liebe, Freude, Trauer oder Wut, Jnr möchte, dass die Klanglandschaft seiner Musik eine Emotion entzündet und dem Zuhörer erlaubt, zu fühlen. Jnrs Debüt-Veröffentlichung What A Difference ist eine langsame Ballade, die sich anfühlt wie eine sanfte, frühlingshafte Morgenbrise. Das schiere Ausmaß der Kontrolle über seine Stimme beschwört Nina Simones Erhabenheit und Adeles Hang zum Majestätischen herauf. Aber es sind Jnrs Kompositionen und sein Ausdruck roher Verletzlichkeit, die es seiner Stimme ermöglichen, alles um sie herum zu durchdringen.

Die Ehrlichkeit und das Gefühl, das Jnr durch seine Musik freilegt, wird ihn etablieren, insbesondere in einer Zeit, in der eine Renaissance des Black British Soul und R&B angebrochen scheint.

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★ One OK Rock – Eye Of The Storm | Vor zwei Jahren feierte die japanische Band mit dem explosiven achten Album Ambitions ihr Label-Debüt bei Fueled By Ramen (Twenty One Pilots, Panic! At The Disco, Paramore) und mit 315.000 verkauften Tonträgern schoss der Silberling an die Spitze der Global Album Charts und war damit in der ersten Veröffentlichungswoche das meistverkaufte Album auf unserem Planeten.

Es erreichte ebenso wie sein Vorgänger 35xxxv Platz eins der japanischen Albumcharts. One OK Rock sind auf dem besten Wege von japanischen zu internationalen Superstars, und ihr neues Album Eye Of The Storm wird diese Entwicklung nur noch rasanter beschleunigen.

Die japanische Rockband kommt nach zwei Jahren auch wieder nach Wien – dieses Mal spielen sie im Zuge ihrer Eye Of The Storm-Tour Wiener Gasometer auf. Ihr aktuelles Album ist bereits ihr neuntes Studioalbum und die Fans können es kaum erwarten, One OK Rock live zu hören.
Das Ziel der Jungs ist weiterhin, Japans erste, weltweit anerkannte Band zu sein.

One OK Rock live in A: 17.05 Gasometer Wien

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★ SWMRS – Berkeley’s On Fire | 2014 änderten sie ihren Bandnamen von Emily’s Army zum kryptischen SWMRS (was einfach „swimmers“ ausgesprochen wird) und veröffentlichten zwei Jahre später den Longplayer Drive North als Labeldebüt bei Fueled By Ramen mit neuem Tracklisting.

Seither ist eine Menge los im Leben der Brüder Cole (Gesang, Keyboards, Gitarre) und Max Becker (Gesang, Gitarre), Seb Mueller (Bass) und Drummer Joey Armstrong (der übrigens der ältere Sohn von Green Days Billie Joe Armstrong ist). Als Inspiration nennen SWMRS so unterschiedliche Musikerkollegen wie The Breeders, Rage Against The Machine und De La Soul.

Das zweite Album bei Fuel umfasst zehn Tracks, die abwechslungsreich und mühelos zwischen Pop, Rock, Emo-Punk, Power-Pop und Breakbeat-getriebenem Rock wechseln.

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★ JD Eicher – The Compass | Der aus Youngstown, Ohio, USA, stammende Musiker ist bekannt für filmische Vocals und tiefsinnige Songtexte. Er hat das Rampenlicht bereits mit bekannten Musiker, wie Coldplay, Maroon 5, Train, Dave Matthews Band, The Fray, Matt Nathanson oder Sister Hazel geteilt. Mit seinem lyrischen und musikalischen Talent, das aus der großen amerikanischen SingerSongwriter-Tradition stammt, bringt Eicher auch die melodische Sensibilität großer britischer Songwriter wie Paul McCartney und Elvis Costello mit.

JD, der schon vier Alben zu seinen Erfolgen zählen kann, wurde 2016 damit beauftragt, den Soundtrack für Seit Du Bei Mir Bist (Originaltitel: Two By Two), den 20. Roman von Nicholas Sparks (Autor von Wie Ein Einziger Tag und Nur Mit Dir), zu schreiben. Die inzwischen freigegebene Version besteht aus Songs, die aus seinen bisherigen Alben stammen, zusammen mit dem Titelsong, den er speziell für den Roman und seine Themen schrieb.

Eicher geht nicht nur auf ausgedehnte Konzerttourneen in den USA, sondern hat 2014 auch JDs Summer Songfest Festival in Youngstown, Ohio, gegründet, wo sowohl örtliche als auch national bekannte Künstler auftreten und für verschiedene gemeinnützige Organisationen Geld sammeln.

Anfang März erschien seine neue EP The Compass die er auch im Duo auf der kommenden Live Tour ab Ende März präsentieren wird.

JD EiCHER live in A: 3.4. Wohnzimmer 7Stern Wien, 5.4. Lendhafen Cafe Klagenfurt.

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★ Foals – Everything Not Saved Will Be Lost Part 1 | Nicht eines, sondern zwei erstaunliche neue Alben bringen die Foals jetzt und nachher. Zwei Veröffentlichungen, separat und doch zusammenhängend. Zwei Werke, die sich Titel, Themen und Artwork teilen. Part 1 erschien jetzt auf er Scheibenwelt, Part 2 soll im Herbst folgen. Die Lead-Single des Albums Exits zeigte bereits auf, was thematisch von Everything Not Saved Will Be Lost zu erwarten ist.

In Großbritannien sind die Foals längst Festival-Headliner und bespielten bereits als solche das Zwillingsfestival Reading & Leeds. Ebenfalls live zu erleben war die Band auf dem Glastonbury, Coachella und Roskilde Festival.

Vor drei Jahren rockten sie den Gasometer in Wien und diesen Sommer werden Foals im Juni bei Rock am Ring und Rock im Park in D ihre Live-Fertigkeiten unter Beweis stellen. Im Player rotiert inzwischen neue Musik des Math-Rock-Quartetts aus Oxford: Everything Not Saved Will Be Lost Part 1 ihr fünftes Studioalbum, das zehn Tracks enthält, darunter die Single Exits.

Im Herbst, das steht auch schon fest, kommt Part 2, und zwischendurch sind Foals mit Festivalterminen eingedeckt.

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★ Gary Clark Jr. – This Land | Auf dem Album This Land formt Gary Clark Jr. Einflüsse aus Rock’n’Roll, Blues, Jazz, Hip-Hop, Reggae und Punk zu einem genresprengenden Statement, ein Werk von purer Kraft, herausragender Könnerschaft und sozialer Relevanz.

Die Songs dieses Albums bieten einen tiefen Einblick in die afro-kosmische Seele des Gary Clark Jr., mit Themen, die eindringliche Selbstbetrachtungen ebenso zutage bringen wie ein geschärftes kulturelles Bewusstsein. Der 35-Jährige schrieb die Songs in seiner Heimatstadt Austin, Texas, USA, wo ein Großteil des Albums entstand.  

Mit seinem Debüt-Album Blak And Blu setzte Gary Clark Jr. Vor sieben Jahren neue Maßstäbe in der Verschmelzung von Soul, Blues und Rock. Auf This Land geht er einen Schritt weiter: Jazz, Rap, Reggae und die Energie des Punk finden ihren kleinsten gemeinsamen Nenner. Rhythmen, Beats, Melodien und sein außergewöhnliches Gitarrenspiel bilden die Grundlage für sein bisher ambitioniertestes Werk, auf dem intime Introspektiven und ein kompromissloses kulturelles Bewusstsein Hand in Hand gehen.

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★ In Balance – 18 | In Balance, das französische Trio aus Lyon, bestehend aus Adrien dem Vokalisten und Bandleader, Alan dem Schlagzeugbauer und Hervé am Bass – er ist auch der Manager der Band liefern uns mit 18 ein Heavy Pop Album.

Ausbrechen, der Realität entfliehen, Freiheit erlangen – diese Vision haben Adrien, Alan und Hervé und In Balance ist mit seiner flippig-galaktischen Heavy Popmusik auf dem Planeten Erde gelandet, um eine Galaxie aufzusuchen, in der Electro Pop und New Wave auf einen Alternative Rock Sound mit Ohrwurmpotential prallen.

Der Mix aus kräftigen Gitarrenriffs und schrägen Synthesizerklängen ist Treibstoff des ersten kosmischen Albums von In Balance. 18 ist ein Album voller Heavy Pop Songs und wechselnder Rhythmen, das die ZuhörerInnen auf eine musikalische Reise in die Freiheit mitnimmt.

Flockig lockerer französischer Synthie-Pop mit 1980er Rockzitaten an jeder Ecke.

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★ Crypt Trip – Haze County | Crypt Trip sind eine Gruppe aus Texas, die Hard Rock spielt. So einfach kann‘s sein, und diese Beschreibung bringt das, was aus den Lautsprechern tönt, in der Tat auf den Punkt. Überraschenderweise gerieren sich die Amerikaner anders als nicht wenige ihrer Landsleute nicht zu musikalischen Höhlenmenschen, wenngleich Blue Cheers Proto Metal sicherlich einen gewissen Einfluss auf das Trio ausübte.

Stattdessen herrschen auf dem Album britische Vibes vor, die sich in poppigem – im Sinne archaischer Beatmusik – Songwriting äußert. Indem die Band diesen Ansatz bis in die 1970er bzw. die Garagen und besetzten Häuser ihrer Heimat weiterverfolgt, entsteht etwas zwar nicht ausgesprochen Originelles, aber Substanzielles im Gegensatz zu manch anderer aktueller Rock-Kapelle.

Die Musiker spannen beim Jammen beeindruckende Dynamikbögen, die jeden Track wie aus einem Guss geschaffen wirken lassen. Sie wissen, wie man Songs im klassischen Sinn schreibt und die Burschen aus dem staubigen Texas können auch jammen, wie der Teufel.

So einfach kann’s sein, um es noch einmal mit den einleitenden Worten zu sagen, und so gut kanns ins Ohr gehen. Sehr zu empfehlen für Fans von The James Gang, Epitaph, The Byrds, Lynyrd Skynyrd, Humble Pie, Allman Brothers Band, Bubble Puppy, Homer, Jericho Jones, Flying Burrito Brothers, Waylon Jennings, Led Zeppelin und nicht zuletzt The Grateful Dead.

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★ Marbl – The Mechanism of All Temporary Things | Die israelische Sängerin Marbl veröffentlicht im Februar ihre Single The Mechanism Of All Temporary Things. Den Ausschlag für diesen Song gab ein schräger Traum, dem Ängste und Wünsche innewohnten, welche zur Realität werden.

Videoregisseur Tomer Levi zeigt im Video in einer gleichermaßen schönen als auch verstörenden Weise wie wir unsere Schwächen und Wunden teilen – bis zur Katharsis.

In The Mechanism Of All Temporary Things geht es darum, zu akzeptieren, dass wir loslassen müssen und das nichts für immer Beständigkeit hat.

The Mechanism Of All Temporary Things ist die zweite Single aus der angekündigten EP The Flight of the Hawks, die im Verlauf des Jahres veröffentlicht werden sollte, worauf wir uns schon jetzt freuen dürfen.

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★ Omer Klein Trio – Radio Mediteran | Die New York Times nannte seine Musik grenzenlos, der Bayerische Rundfunk fließend und sinnlich. Jetzt präsentiert der in Israel geborene Pianist Omer Klein sein sehr jazzig swingendes Debüt-Album bei Warner Music.

Mit seinem bewährten Trio, bestehend aus Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler am Schlagzeug („bei allem, was wir spielen, spürt man eine enorme Verbundenheit zwischen uns, unsere lange Freundschaft hat ihren ganz eigenen Sound“), versucht Klein, dem näher zu kommen, was hinter der Welt verborgen liegt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, um einen kleinen Blick hinter den Vorhang der Wirklichkeit zu bekommen.

Die dreizehn Eigenkompositionen vereinen sich zu einem Meisterwerk tiefgründiger Emotion und Originalität – und belegen eindrucksvoll die Relevanz und die Schönheit des Klaviertrios im Jazz unserer Zeit.

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★ Yola – Walk Through Fire | Yola wuchs in einer Kleinstadt bei Bristol in Armut auf. Musizieren war daheim streng untersagt. Yola überwand diese Herausforderungen und baute sich einen erfolgreichen Nebenerwerb als Songschreiberin auf, die zu Pop-Hits performte und zwischendurch auch Teil der britischen Band Massive Attack wurde.

Ihre Lebensgeschichte war nicht gerade ideal für die Entwicklung einer musikalischen Karriere. Schon in eine arme Familie geboren, wurde sie später obdachlos und verlor stressbedingt sogar für eine Weile ihre Stimme.

Aber wahres Talent lässt sich nicht aufhalten: Sie schrieb Songs und trat zusammen mit Bands wie Massive Attack oder Phantom Limb auf, nannte sich zunächst Yola Carter, dann nur noch Yola, und schließlich holte sie der achtfache Grammy-Gewinner Dan Auerbach nach Nashville, um mit ihr die 13 souligen Songs für das Album Walk Through Fire aufzunehmen. „Sie hat die Fähigkeit, mit einer kraftvollen Röhre zu singen, wie auch in einem bloßen Flüstern, das ist eine seltene Gabe“, staunte Auerbach.

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★ Future Peers – I’m Sorry | Future Peers entstanden während eines Praktikums im Banff Art Centre, das von den kanadischen Musikikonen Kevin Drew and Charles Spearin geleitet wurde. Die Anfänge der Band spielten sich zwischen einer kalten Garage in Toronto und einem Warenlager in der Innenstadt von Los Angeles ab.

Future Peers bestehen aus Leadsänger und Gitarrist Luke Correia-Damude, Trommler Will Culbert, Multi-Instrumentalist Mike Lobel und Antonio Naranjo – alles Lieblinge der Torontoer Indieszene.

Nach einer Tour durch Kanada, reiste die Gruppe nach LA, um ihr Debütalbum mit dem Produzent Shawn Everett aufzunehmen. Nach der Rückkehr nach Kanada präsentierten sie ihre Multimedienshow auf Musikfestivals, wie Hillside, Riverfest, NXNE, CMW, Halifax Pop Explosion und Pop Montreal.

Ihre Musik klingt, als könnte sie aus der Zukunft sein. Diese energische Mischung aus Avant-Pop und hymnischen Knallern ist ein Vergnügen, ein wahrer Angriff auf die Sinne. Die Live Show von Future Peers versetzt das Publikum immer wieder in Begeisterung und holt die Party zurück auf die Bühne. Ihr Bandmotto: ‚Schuhe sind zum Tanzen da, nicht zum Anstarren‘. Es ist so, als hätte man seine Gucci Brille zerschmettert nur um festzustellen, dass einem die Welt besser gefällt, wenn man sie durch all die Sprünge und Kratzer sieht. Dieses Gefühl kommt auch auf ihrem zweiten Album rüber, das im Herbst 2018 veröffentlicht wurde. Tanz Pop trifft auf Art Rock in einem Demolition Derby.

Future Peers sind eine abgewetzte Designermarke aus der Zukunft. Sie sind hier um für dich zu spielen…

Future Peers live in A: 11.4. Kulturbühne Ambach Götzis, 12.4. Club Glam Feldbach, 13.4. Wohnzimmer Klagenfurt, 14.4. Böllerbauer Haag, 16.4. Fluc Wien, 18.4. Rockhaus Bar Salzburg.

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Alle vorgestellten Alben gibt’s im Plattenladen ums Eck, aber auch in der Downloaderie deines Vertrauens und bei deinem Internet-Dealer.

Peace und good vibes wünscht dir bis zur nächsten Reise durch die Scheibenwelt

das Schwarzataler Online Kollektiv

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Coverfotos wenn nicht anders angegeben © Record Companies, Promotion

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