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Semmering-Basistunnel: Baustart für Westportal und Bahnhof Mürzzuschlag

Beim Semmering-Basistunnel fiel heute der offizielle Startschuss für den Bau des Westportals und den Umbau des Bahnhofs Mürzzuschlag. Damit wird nun an allen Bauabschnitten des Tunnelprojektes gearbeitet.

Mürzzuschlag wird fit gemacht für die neue Südstrecke: Mit dem westlichsten und letzten Abschnitt wird der Semmering-Basistunnel in die Bergstrecke eingebunden und das Tunnelportal Mürzzuschlag errichtet. Zudem wird der Bahnhof kundenfreundlicher und moderner gestaltet, der Vorplatz attraktiviert und eine Park&Ride-Anlage für 370 Parkplätze geschaffen. Der Busbahnhof rückt näher an das Bahnhofsgebäude – ein großer Vorteil für die Bahnkunden, die nach Fertigstellung des Semmering-Basistunnels die Strecke Mürzzuschlag-Wien in nur einer Stunde zurücklegen können.

Insgesamt werden in diesen Abschnitt rund 160 Millionen Euro investiert, wobei das Land Steiermark sowie die Gemeinde Mürzzuschlag die Park&Ride-Anlage sowie den Bahnhofsvorplatz mitfinanzieren. Die Park&Ride-Anlage für einen bequemen Umstieg vom Auto auf den Zug können Bahnkunden bereits in zwei Jahren nutzen, das Bahnhofsgebäude und der Vorplatz werden Ende 2023 fertig umgebaut sein.

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, die Europäische Koordinatorin des Baltisch-Adriatischen Kernnetzkorridors Anne Elisabet Jensen, Bundesminister Mario Kunasek, der Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG Andreas Matthä, der Bürgermeister der Stadtgemeinde Mürzzuschlag Karl Rudischer und der Landesrat für Finanzen und Mobilität in Niederösterreich Ludwig Schleritzko setzten heute symbolisch den letzten Baustein des Semmering-Basistunnels.

 

Bahnhofsumbau bei laufendem Betrieb

Im Bahnhofsgebäude selbst werden die Kundenbereiche attraktiver – der Bahnhof wird barrierefrei und die Wegeleitung erneuert. Auch die zukünftige Nutzung des Aufnahmegebäudes wurde bei der Planung berücksichtigt. So werden rund 500 Quadratmeter für zukünftige Pächter zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk wird beim Umbau auf den Denkmalschutz gelegt: Das äußere Erscheinungsbild wird wieder jenem aus dem frühen 20. Jahrhunderts ähneln.

Der Vorplatz soll mit Busbuchten, Taxiständen und Kurzparkplätzen künftig den Anforderungen eines modernen Verkehrsknotens gerecht werden. Radfahrer werden den kürzesten Umstiegsweg zum Zug haben. Sie finden dann direkt am Vorplatz vor dem Hausbahnsteig überdachte Abstellplätze für ihr Fahrrad. Auch ausreichend Mopedabstellplätze werden gebaut. Durch die Errichtung der Park&Ride-Anlage mit E-Ladestationen rückt auch das Südbahnmuseum optisch in den Mittelpunkt, der Bereich nördlich des Bahnhofs wird aufgewertet.

Auf der Nordseite des Bahnhofs wird zudem ein moderner Instandhaltungsstützpunkt mit Gleishalle für Geräte zur späteren Tunnelwartung und ein eigenes Gleis für einen Rettungszug errichtet. Auch die Büros für jene Mitarbeiter, die für die Instandhaltung der Tunnelstrecke zuständig sind und somit für einen reibungslosen, sicheren Zugverkehr sorgen, werden dort untergebracht.

Der Gleisbereich wird so adaptiert, dass die Strecke des Semmering-Basistunnels in die bestehende Semmeringstrecke eingebunden wird. Dafür müssen die Gleisanlagen teilweise komplett erneuert werden. Insgesamt werden neun Kilometer Gleise verlegt, 31 Weichen eingebaut und 41.000 Tonnen Schotter benötigt. Der Umbau erfolgt unter laufendem Betrieb in rund 100 Bauphasen.

Foto: Wilfried Scherzer-Schwarzataler

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