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Nach Basistunnel-Desaster ist jetzt die Gewässeraufsicht des Landes am Zug

Nach der Gewässerverunreinigungen durch den Wassereinbruch im Semmering-Basistunnel (der SCHWARZATALER berichtete) beauftragte heute Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf – er ist auch Landesrat für Umwelt – die technische Gewässeraufsicht mit einem umfangreichen Monitoring der von der Schlammflut betroffenen Gewässer.

„Wir wollen saubere Gewässer in Niederösterreich, deshalb fordere ich die ÖBB auf, dieses Problem so schnell wie möglich zu lösen“, dreht Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf den Verursachern die Daumenschraube an.
Die Gewässeraufsicht wird durch regelmäßige Proben aus allen betroffenen Gewässern Umfang und Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und besonders auf die Fischpopulation genau dokumentieren.
Diese Maßnahme des Landes wird fortgesetzt, solange die Verunreinigungen andauern. Der Wassereinbruch von 60 Sekundenlitern, so die offiziellen Angaben, ist bislang noch nicht unter Kontrolle. Die Betreiber wollen in den kommenden zwei Wochen eine Lösung finden, währenddessen fließen täglich fünf Millionen Liter  kontaminiertes Bergwasser ungefiltert in Fischteiche, Bäche und Schwarza.

 

Die milchig-weiße Schwarza beim Gloggnitzer Bahnhof
Landesfischermeister Karl Gravogl begrüßt das Monitoring (= Überwachung und Protokollierung von Veränderungen) durch die Gewässeraufsicht: „Es ist mir besonders wichtig, dass die Wasserqualität durch unabhängige Fachleute kontrolliert wird, um Auswirkungen auf Fische und Umwelt fundiert beurteilen zu können.“
Aus den kontaminierten Gewässern wurden von Mitarbeitern der Abteilung WA2 der NÖ Landesregierung Wasserproben zur Analyse genommen
 
Fotos: NÖ Landesfischereiverband

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