Payerbach/Payerbacherhof: Sepp Puchingers Tibet und Ladakh

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Tibet – das geheimnisvolle „verbotene“ Land hinter dem Himalaya, regt seit Jahrhunderten den Abenteuersinn und die Phantasie von Reisenden an. Der Reisefotograf Sepp Puchinger entführt am Montag, 26. April ab 19:30 in Heinz Hübners Payebacherhof in dieses wunderbare Land auf dem Dach der Welt.

Eine Reise auf das Dach der Welt – von der verbotenen Stadt Lhasa bis zu den Himalayagiganten, von geheimnisvollen Kloster- und Dämonenfesten bis in die Welt der Yaknomaden, vom Mythos des Mönchsstaates bis in die harte Wirklichkeit von heute, vom unbekannten Osttibet bis in die mittelalterliche Welt von Ladakh. Dramatisch schildert Sepp Puchinger den Rückzug aus den Hochlagern des Mount Everest nach einem Schlechtwettereinbruch, ehe er mit exklusivem Bildmaterial von seiner waghalsigen dreiwöchigen Wildwassertour durch die Schluchten des Zanskarflusses auf fast 4000m berichtet…. 

Sepp Puchinger
1960 in Hainburg an der Donau geboren, abgeschlossenes Sport- und Geschichtestudium an der Uni Wien, staatliche Ausbildungen in alpinen Sportarten und im Bereich Kanu/Kajak/Rafting. Er durfte auf Reisen und Expeditionen bisher über 85 Länder auf allen Kontinenten kennenlernen und arbeitet heute intensiv im Bereich Fotoreportage, Diashow und Reisejournalismus.

Neben zahlreichen Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Zeitungen und Magazinen sowie Bildbandpublikationen fotografiert er für namhafte Fotoagenturen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden anspruchsvolle Diashows. Jeder dieser Vorträge basiert auf mehrmonatigen Recherchen, oft abseits der althergebrachten Klischees versucht Puchinger hinter die Kulissen zu blicken und erzählt Geschichten über Reisegebiete. Offenheit gegenüber den Menschen und ihrer Kultur in fremden Ländern ist in Fotografie und Text genauso zu spüren wie der hautnahe Zugang zur Natur. Durch seine sportlichen Ausbildungen und weltweite Erfahrung erreicht er auch schwer zugängliche Ziele. Bergbesteigungen bis 7.000 Meter, Erstbefahrungen auf Flüssen, Trekkingtouren – zu Fuß, per Pferd oder Kamel – und andere Unternehmungen bestätigen dies. Neben dem sensiblen Zugang zu fremden Ländern ist dadurch ein spannender Erlebnisstil in den Diashows garantiert.

In seinen Vorträgen werden anspruchsvolle Bilder harmonisch und spannend mit Livetext, Originalton-Aufnahmen und sensibel ausgewählter Musik verbunden. Die Präsentationen erfolgen unter Einsatz modernster Technologie und Großbildleinwänden.

Aber lassen wir Sepp Puchinger selbst erzählen:

Kein Baum war mir zu hoch, kein Bach zu tief, außerdem war unser Bauernhof ein Dorado für die ersten Abenteuer – ich durfte jedenfalls eine sehr erlebnisreiche Jugend mit vielen Freiheiten durchleben. Das Leben in und mit der Natur bereitete mir genauso wie die sportliche Herausforderung viel Freude. Dann das erste Reisefieber während meiner Gymnasialzeit: erspartes Geld von Ferienjobs wird gnadenlos in Interrailtickets und Ausrüstung investiert. Zwischen 16 und 18 erlebe ich Europa zwischen Schottland und Sizilien per Bahn mit Rucksack und Wanderstiefeln. Bücher und Berichte über fremde Kulturen, spektakuläre Naturlandschaften und abenteuerliche Entdeckergeschichten verschlinge ich regelrecht. Jedenfalls bereitet es mir keine Mühe außergewöhnliche Referatsthemen in der Schule zu präsentieren – und die richtige Studienwahl zu treffen: Sport und Geschichte. Dann der nächste Impuls – Berge und Wildwasser. Während meiner Studienzeit erarbeite ich mir ein sportliches, alpines, aber auch psychisches und pädagogisches Rüstzeug für spätere Unternehmungen. Staatliche Ausbildungen im alpinen Bereich und im Bereich Kanu und Rafting sollten mir genauso zu gute kommen wie die Grundkenntnisse über fremde Kulturen, die ich während meines Geschichtestudiums erwarb. Europas reiche Kultur- und Naturlandschaften bieten dabei ein reiches Betätigungsfeld. 1986, also kurz nach Beendigung meines Studiums, werde ich zu einer Entdeckungstour durch Griechenland eingeladen. Das Ziel? Die Berg- und Schluchtenwelt Griechenlands nach unbefahrenen Flüssen zu erkunden, ein blühendes, untouristisches Griechenland vor dem großen Ausverkauf im Sommer zu erleben. Ich bin bei spektakulären Erstbefahrungen dabei, erhalte von erfahrenen Kollegen auf dieser Tour Impulse und ein fundiertes Rüstzeug betreffend Journalismus und Fotografie – und bin vom Entdecken fasziniert.
Das Reisefieber hat mich gepackt,1986/87 werde ich im Zuge einer Weltreise erstmals mit völlig fremden Kulturen konfrontiert und vertraut, meinen sportlichen Leidenschaften fröne ich im Outdoor Mekka Neuseeland. Über dieses „Paradies am Ende der Welt“ präsentierte ich auch meinen ersten Vortrag. 1987 darf ich mit Freunden einen langgehegten Traum realisieren – wir fahren mit Autos Richtung der Sahara. In Marokko erkunden wir die wilden Wasser des Hohen Atlas, „befliegen“ die tollsten Wasserfälle, besteigen den 4100 Meter hohen Jebel Toubkal mit Schiern und wedeln bald darauf in der Sahara über Sanddünen. Doch nicht nur Sport und Natur faszinieren mich, die ersten Eindrücke des Orient bleiben unvergesslich. Dann lockt die Wildnis von Kanada: zu Fuß und per Kanu geht es in zwei Monaten gemeinsam mit zwei Freunden durch das Reich der Bären in den Rocky Mountains! Das Fortbewegen mittels eigener Kraft, das Auseinandersetzen mit der Natur und das behutsame Kennenlernen fremder Kulturen soll in Zukunft das tragende Element meiner Reisen bilden.

Der Abenteuerdrang erreichte 1989 einen ersten Höhepunkt – und beinahe ein fatales Ende. Noch während der kommunistischen Herrschaft dürfen wir als erste „Westler“ gemeinsam mit einem russischen Team von der mongolischen Grenze in einer vierwöchigen Tour durch die wilden Schluchten des Ob paddeln, einfaches Nomadenleben im Altai kennenlernen – und unsere Leistungsgrenzen ausreizen. Das kostet mich bei einem ungewollten Flug über einen unfahrbaren Wasserfall fast das Leben. Wir setzen die Tour fort und vollenden sie erfolgreich. Zuhause versuche ich akribisch meinen Unfall aufzuarbeiten – und feile an nächsten Projekten.
1990 wandere ich gemeinsam mit einem Freund durch die Wunderwelt der Ruwenzori Mountains im Grenzgebiet von Uganda und Zaire, erreiche schließlich inmitten des Urwaldes den gletschergepanzerten Gipfel. Die urtümliche Pflanzenwelt, die artenreiche Tierwelt und die Abgeschiedenheit dieser Region hinterlässt tiefe Eindrücke – besonders die Begegnung mit den letzten Berggorillas unserer Erde. Die Berge der Welt und die „Rivergods“ – die Flüsse der Welt – rufen und ausgedehnte Touren im Himalaya, in den Anden und in Alaska am Yukon folgen. Ich darf Wildflüsse in den Anden und im Himalaya erstbefahren, den Grand Canyon befahren, eine erfolgreiche Kleinexpedition durch China erfolgreich beenden, viele Fünf- und Sechstausender erklettern, Kulturen abseits ausgetretener Touristenpfade kennenlernen. Besonders beeindruckend für mich ist dabei eine ausgedehnte Reise in die Urgeschichte – nach Neuguinea und Irian Jaya.
Immer mehr gilt der Leitsatz „Der Weg ist das Ziel“ , ich versuche als Wanderer, mit meinem Kajak oder per Pferd fremde Landschaften und Kulturen langsam auf mich wirken zu lassen. Das entspricht am ehesten meiner Aufnahmefähigkeit, ich kann dadurch intensiver wahrnehmen – und auch bewußter fotografieren und schreiben.
Einer inneren Stimme folgend habe ich mittlerweile begonnen, meine Erfahrungen und Erlebnisse im deutschsprachigen Raum zu publizieren. Der aktive persönliche Zugang meiner Reisen erleichtert es im unüberblickbaren Dschungel der Reisepublikationen anerkannt zu werden. Sogar das renommierte GEO-Magazin veröffentlichte meine Reportagen. Nach der Mitarbeit an einem Wildwasserbildband und einem Marokkobuch erschien mein erster Bildband im Großformat. Es war der Band „Alaska“ im Schroll Verlag.
Genauso wichtig wie der behutsame Umgang mit fremden Kulturen und Religionen ist die Partnerwahl auf Reisen. Ich schätze mich in der glücklichen Lage, dass mich zumeist persönliche Freunde, die genauso begeistert am Entdecken und Kennenlernen der großen Kulturen und Naturräume sind, begleiten. Bei selbst organisierten Kleinexpeditionen erlaubt dies ein sehr flexibles Vorgehen, der sonst beim Aufeinandertreffen von Spezialisten gefürchtete Konkurrenz- und Leistungsdruck entfällt genauso wie monatelanges Organisieren von Trägern, Nahrungsmitteln und Expeditionsgütern. Außerdem schätze ich es mehr, Reiseerfahrungen mit Freunden zu teilen und meine Stärken und Schwächen in ein tolerantes Kleinteam einzubringen.
1997 landete ich in Sydney am Flughafen… und saß bereits wenige Stunden später in einer Maschine in die Antarktis. Ein Fotograf war ausgefallen…. Zurück in Down Under flatterte ein Fax ins Haus – ein Auftrag für einen Australien Bildband. Ich kaufte ein Auto und bereiste den Roten Kontinent intensiv . Es ist zwar genaues und langes Arbeiten notwendig, um ein Buch mit Text und Bild fertig zu stellen, aber im Gegensatz zu einem Magazinartikel ist ein schön gestaltetes Buch ein zeitloses Werk, in Büchern und Vorträgen ist Selbstverwirklichung möglich. Ähnliches erlebe ich im Bereich Film. Von 1999 bis 2000 realisierten wir das erste Filmprojekt „River of no return“.
Privat änderte sich 1997 mein Leben markant. Vorerst lockt eine zweimonatige Reise ins südliche Afrika, nach mehrmaligen Touren durch Ostafrika freue ich mich auf die großartige Tierwelt. Gemeinsam mit meiner Partnerin Sabine – sie hat ebenfalls Sport studiert, unterrichtet an derselben Schule, teilt die gleiche Reisebegeisterung, den gleichen Zugang zu fremden Kulturen und toleriert meinen außergewöhnlichen Lebensweg – erlebe ich dort Afrikas Wildnis, spüre all die Spannungsfelder in den großen Städten – und genieße mit Sabine eine unbeschreibliche Vorfreude auf unser Baby. 1998 wird Florian geboren. Wir heiraten und im Jahr 2000 erblickt unser Tobias das Licht der Welt, im Mai 2003 der kleine fröhliche Benjamin. Ein Drei-Buben-Haus! (Ich selbst komme aus einer Drei-Buben-Familie). Ein neuer Wert in unserem Leben. Ich bin dankbar, Familie zu haben, das Leben wird facettenreicher. Wir berücksichtigen bei gemeinsamen Reisen den Rhythmus der Kinder, wir durften mittlerweile unsere Erfahrungen bei gemeinsamen Reisen in Europa, Nordamerika und Australien weitergeben. Touren in exotische Länder und Reisen mit sportlichem Schwerpunkt, sowie Fotoarbeiten führe ich nach wie vor mit Freunden oder solo durch.
Im Herbst 2001 führte mich eine ausgedehnte Reise nach Myanmar und Laos, einige Monate darauf hatte ich die Möglichkeit, auf jene Inseln zurückzukehren, wo mich die Abenteuer- und Fotolust zum weiteren Dasein als Reisenomade so gepackt hatte: Neuseeland. Ich besuche Freunde, erlebe als Wanderer und Kajakfahrer eine famose Naturwelt mit unbeschreiblichen Möglichkeiten, die Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft der „Kiwi“ – und nehme natürlich auch die Veränderungen vor allem in den Städten am schönsten Ende der Welt wahr. Neuseeland ist ein Outdoor Dorado – Wanderer und Bergsteiger finden hier genauso ihr Paradies wie Natur- und Tierliebhaber, Segelenthusiasten oder Wassersportler. Die Kiwi sind wassersportverrückt – und die wilden Wasser der Insel schlichtweg famos. Ich paddle im Drehortbereich des Filmes „Der Herr der Ringe“, eine der wohl schwierigsten Schluchten des Landes – Rangitata Gorge.
Das Abenteuer ruft wieder und im Herbst 2002 erfolgte eine außergewöhnliche Reise, wieder ein kleiner persönlicher Meilenstein: gemeinsam mit indischen Freunden gelingt es eine Genehmigung für die Befahrung des Brahmaputra von der tibetischen Grenze aus zu erhalten. Viel Aufwand und Papierarbeit waren notwendig, um dieses einsame – vielfach noch unbekannte – Gebiet mit Raft und Kajak bereisen zu dürfen. Nur das indische Militär war zu Erkundungszwecken am mächtigen Brahmaputra gewesen. Der Fluss ist schlichtweg spektakulär – genauso wie die Landschaft. Entlang der Schlucht begegnen einer fast noch in der Steinzeit lebenden Bevölkerung. Der wilde heilige Fluss zeigte schon am ersten Tag seine Zähne. Wassermassen mit mächtigen Wellen und Walzen mit bis zu sieben Metern Höhe bedeuteten für Kajaks, Rafts und das Team ein Grenzerlebnis mit zahlreichen Kenterungen und viel Action. In der Folge wuchs in spannenden zwei Wochen unsere internationale Truppe zu einem eingeschworenen Team zusammen, um die Flussexpedition erfolgreich abschließen zu können.

Stärker könnte der Kontrast nicht sein als ich – einzeln reisend – Cuba kennenlerne: mit all seinen Traumstränden, karibischem Flair und kolonialen Schätzen – aber auch mit allen Schattenseiten im isolierten Reich des Fidel Castro. Ganz nach dem Motto „Erfahrungen machen, Erlebnisse haben, den eigenen Horizont erweitern“ versuche ich hier durch viele kleine Berührungen mit den Menschen dem Puls des Landes näher zu kommen. Mit der Erkenntnis: selbst Jahrzehnte von Isolationspolitik können karibische Lebensfreude und Improvisationskunst nicht besiegen.
Noch im Hochgefühl der gelungenen Brahmaputra – Expedition wartete das nächste Highlight: eine Reise durch das Hochland des Nil in Äthiopien. Das Land, welches in unseren Medien immer nur mit Bürgerkrieg und Hungersnot – die es in bestimmten Landesteilen leider auch gibt – präsentiert wird, birgt eine außergewöhnliche Vielfalt an Völkern, Kulturen und Landschaften. Reisehöhepunkte wie die alte Hauptstadt und Weltkulturerbestätte Lalibela mit ihren Klöstern und dem berühmte Timkat Fest, eine Trekkingtour auf dem „Dach von Afrika“ in den über 4000 Meter hohen Semien Mountains und nicht zuletzt eine kurze aber intensive Nilbefahrung mit dem mitgebrachten Canadier ließen den Gedanken an einer Diavision über den Nil reifen: Von den Quellen bis zu den Pyramiden… Im Verlauf des nächsten Jahres folgten dann auch einige intensive Touren nach Ägypten und in den Sudan.

Libyen und vor allem der Iran stellten sich bei meinen folgenden Reisen als ideale Reiseziele für Entdeckernaturen heraus. Abseits der bekannten Pfade erwartet den Reisenden in diesen Ländern eine noch sprichwörtliche Gastfreundlichkeit – dies zumindest meine Erfahrung. Libyen hat viele Gesichter zwischen der Sahara und dem Mittelmeer: Von römischen Tempelstädten und malerischen Lehmstädten bis zu Felszeichnungen, Oasen und dem endlosem Sandmeer.
Noch faszinierender und kontrastreicher ist der Iran: Von kulturell einzigartigen Kulturstätten bis zu vergletscherten Berggiganten, vom pulsierenden Teheran und der Märchenstadt Isfahan bis zu einsamen Wüstenoasen. Noch darf man dort genüsslich auf Entdeckungsreise gehen.

Pilgern ist wieder modern, besonders der Jakobsweg in Nordspanien, aber auch im übrigen Europa werden immer mehr alte Pilgerpfade reaktiviert und in Weitwanderwegsysteme aufgenommen. Spanische Freunde in Bilbao und in Pamplona erzählten mir schon seit Jahren von „ihrem Camino“ und luden immer wieder ein. Mein Plan war es den berühmtesten Pilgerweg nicht nur klassisch zu Fuß, sondern auch mit dem Rad samt Ausrüstung und Zelt zu erfahren. Anfangs zu Fuß , dann weiter per Rad – mit sehr viel Zeitreserven. Mit dieser Variante wollte ich meinen persönlichen Pilgerweg – manchmal auch ein wenig abseits der Pilgerherbergen und des Wallfahrtstourismus – entlang des 1000 Kilometer langen Pfades finden. Die Entscheidung war gut. Auf dem Camino entdecke ich Spanien in vielen Facetten. Faszinierend die großen Feste wie die berühmteste Fiesta in Pamplona oder kleine Feste im Weingebiete von La Rioja. Interessant die Suche nach den Relikten und Mythen des mittelalterlichen Weges. Berührend die Begegnungen mit den Menschen und der Freundlichkeit des Landes – und faszinierenden Charakteren auf dem Pilgerpfad. Vom Paar mit selbst konstruierten Rädern bis zur ungarischen Pferdekutsche, mit der eine ungarische Gruppe monatelang langsam anreist. Vom alten Mann aus Frankreich, der mit seinem Hund Roc tausende Kilometer unterwegs ist, bis zu Joop dem Holländer, der mit einem selbst gebasteltem Kinderwagen von seinem Heimatort anreist, da seine Schultern den Rucksack nicht mehr trugen. Jeder erzählt seine persönliche Geschichte oder trägt sein kleines Geheimnis mit sich auf dem Weg zum Ziel nach Santiago und 100 Kilometer weiter ans mystische Kap Finisterre – ans Ende der Welt am Atlantik. „Ulteija“ – Immer vorwärts! Der alte Pilgergruß hat immer noch seine Gültigkeit. Ich bin dankbar, durch meine robuste Gesundheit ohne große Probleme den Camino – und viele andere Regionen unserer Welt – erleben zu dürfen. Spaniens Kultur und Menschen kennen zu lernen, zu schlafen unter Sternenhimmel oder auch in der einfachen Pilgerherberge, Zeit zu haben zum Nachdenken, Schauen und Verharren. Am Ende des Camino blickte ich raus auf den dunklen Atlantik und fragte mich: ist nicht das gesamte menschliche Leben eine Pilgerschaft?

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