Bürgermeister feierte in Rom 100. Geburtstag von Kardinal Stickler
Der Ehrenbürger der Stadt Neunkirchen, Kurienkardinal DDr. Alfons Maria Stickler hätte im August des heurigen Jahres sein 100. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass wurde in den Calixtuskatakomben in Rom eine Gedenkmesse gefeiert, an der Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer mit einer Delegation aus Neunkirchen teilnahm.

Sr. Dr. Barbara Stinner, Gesandter der österr. Botschaft Mag. Karl Pummer, die Schwester des verstorbenen Kardinals Prof. Dr. Gertraud Stickler, der Großmeister des Templerordens des Hl. Hironimus Enzo Mattani di Kerak, der ehem. Nuntius in Österreich Erzbischof Dr. Georg Zur und Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer bei der Gedenkmesse in Rom (v.l.)
Alfons Maria Stickler wurde am 23. August 1910 in Neunkirchen als Sohn des Buchbinders Michael Stickler geboren, besuchte die Mühlfeldschule und im Anschluss daran das Gymnasium in Wien. Nach der Matura trat Stickler in die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos ein, studierte Theologie und Philosophie an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, Österreich und Italien und wurde am 27. März 1937 in der Lateranbasilika in Rom zum Priester geweiht. Anschließend studierte er kirchliches und weltliches Recht an der Päpstlichen Lateranuniversität, lehrte danach an der kirchenrechtlichen Fakultät der Universität der Salesianer in Turin und war von 1953 bis 1965 Dekan dieser Fakultät und schließlich Rektor der Hochschule.
Im März 1971 ernannte Papst Paul VI. Alfons Maria Stickler zum Präfekten der vatikanischen Bibliothek. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm im September 1983 den Titel eines „Probibliothekars der Heiligen Römischen Kirche“ und weihte ihn gleichzeitig zum Titularbischof von Bolsena. Im Juli 1984 wurde Alfons Maria Stickler mit der Leitung des vatikanischen Geheimarchivs beauftragt. Während seiner Amtszeit setzte er sich vor allem für die Erhaltung und Modernisierung der vatikanischen Bibliothek ein.
Seine Aufnahme in das Kardinalskollegium und seine Ernennung zum Kardinaldiakon von San Giorgio in Velabro erfolgte im Mai 1985. Im Sommer 1988 trat Kardinal Stickler aus Altersgründen von seinem Amt als Kardinalbibliothekar zurück. Trotz seines fortgeschrittenen Alters reiste er aber oftmals noch nach Deutschland und Österreich und besuchte dabei auch regelmäßig seine Heimatstadt Neunkirchen. Im Januar 1996 wurde Alfons Maria Stickler unter Beibehaltung seiner Titeldiakonie zum Kardinalpriester ernannt.
Kardinal Stickler erhielt höchste nationale und internationale Auszeichnungen, wie zum Beispiel das „Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich“. Unter anderem wurde ihm im September 1985 der “Ehrenring der Stadt Neunkirchen” und im August 1990, anlässlich seines 80. Geburtstages die “Ehrenbürgerschaft der Stadt Neunkirchen” verliehen.
Bis zu seinem Tod am 12. Dezember 2007 lebte Kardinal Stickler weiterhin in Rom. Als seine vorläufige letzte Ruhestätte wurde die Grabstätte der Salesianer Don Boscos auf dem Gelände der Calixtuskatakombe gewählt.






3. September 2010 







Keine Kommentare ... Sei der erste der antwortet.