Der etwas andere Christbaumbehang – stimmungsvoller, klimafreundlicher Schmuck

Bald ist es wieder soweit – der Christbaum wird mit schönem Schmuck und leckeren Süßigkeiten aufgeputzt! Für alle, die gerne einmal etwas anderes probieren möchten, hat die umweltberatung einige Tipps für den natürlichen und ökologischen Christbaumbehang.  

Schokolade darf auf keinem süßen Christbaum fehlen, doch Kakao ist bei uns nicht heimisch und muss importiert werden. Über 90 Prozent der weltweit konsumierten Schokolade wird in den Industrieländern vernascht, obwohl die wichtigsten Zutaten ihren Ursprung in wirtschaftlich benachteiligten Ländern haben.

Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf rät: „Auf den niederösterreichischen Christbäumen landen viele köstliche Schokoladespezialitäten. Wer kann da schon widerstehen? Wichtig für ein genussvolles, faires Weihnachtsfest wäre aber, auf Qualität und Herkunft des Christbaumbehanges zu achten. Am besten fair gehandelte und biologisch produzierte Produkte bevorzugen!“

Faire Schoko liebt der Baum

Bio-Schokoladen und „Fairtrade“-Produkte garantieren einen Mindestpreis für die ProduzentInnen, kommen ohne Kinderarbeit aus und garantieren ökologische Standards bei der Herstellung. Die fairen Schokostücke einfach in Seidenpapier einwickeln und mit buntem Paketband am Baum befestigen – fertig ist der dekorative Baumbehang, der nicht nur für Farbe sondern auch für gute Laune sorgt.

Dipl. Päd.in Petra Nemec, Ernährungsexpertin von die umweltberatung: Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe werden der Kakaobohne stimmungsaufhellende und euphorisierende Wirkungen nachgesagt. Dafür verantwortlich sind vor allem die Inhaltsstoffe Phenylethylamin, Tyramin und Anandamid. Sie sorgen für eine Ankurbelung von stimmungssteigernden Hormonen.“

Tipps für ökologischen Christbaumschmuck

Beliebte Klassiker als Alternativen zum Schokoschmuck sind Lebkuchen und kleine, rote Äpfel. Auch Föhrenzapfen – mit schönen Stoffschleifen und Bädern verziert – schmücken den Weihnachtsbaum. Ein origineller und gesunder Behang sind aber auch selbstgemachte Quittengelee-Ringe. Petra Nemec weiß: “Sie sind mineralstoffreich und fettarm, man sollte allerdings beachten, dass die Quittengelee-Ringe in den warmen Räumen nicht wochenlang frisch bleiben.“

 Rezept für Quittengelee als Baumbehang

Zutaten: 1 kg Quitten, wenig Wasser, 1 kg Gelierzucker

Zubereitung: Die Quitten trocken abreiben, in Stücke schneiden und mit wenig Wasser unter ständigem Rühren sehr weich kochen. Die Masse durch ein Sieb streichen und wiegen, mit der gleichen Menge Gelierzucker vermischen und unter ständigem Rühren zu einer dicken Masse einkochen. Das Mus auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und einige Tage an der Luft trocknen lassen. Nun kann man aus dem festen Gelee Formen wie kleine Sterne ausstechen. In grobem Kristallzucker wälzen und zum Aufbewahren in Dosen einschichten.

 Rezept für Lebkuchen mit Nüssen

Zutaten: 2 Eier, 200 g Honig, 2 TL Lebkuchengewürz, 5 g Hirschhornsalz, 100 g Mandeln, 100 g gemahlene Haselnüsse, 120 g gemahlenes Dinkelmehl oder Weizenmehl, 1 Bio-Orange, 30 g Vollkornoblaten, 15 geschälte halbierte Mandeln (zum Garnieren)

Zubereitung: Eier, Lebkuchengewürz, Honig und Hirschhornsalz schaumig schlagen. Nüsse, Mehl und abgeriebene Orangenschale unterrühren. Masse auf Backoblaten streichen, mit Mandeln garnieren und für 20 Minuten bei 200° C ins vorgeheizte Backrohr geben. Nach einer Woche in einer Keksdose entfalten die Lebkuchen ihr volles Aroma.

 Weitere Informationen zu klimafreundlicher Ernährung und Rezepte gibt es bei

“die umweltberatung” NÖ, in den regionalen Beratungsstellen oder unter der Telefonnummer 027 42 718 29; niederoesterreich@umweltberatung.at

und auf www.umweltberatung.at

Kochbuch „Aufgedeckt – Appetit auf Klimaschutz“, erhältlich um € 4,- zuzügl. Versandkosten (Porto plus Bearbeitungsgebühr)

Klimafreundliche Rezeptideen für jede Jahreszeit auf www.rezepte.umweltberatung.at.

Keine Kommentare ... Sei der erste der antwortet.

Schreibe eine Antwort

Sie müssen angemeldet sein um eine Antwort zu schreiben.