Tunnelkritiker warnen: 38 Millionen Liter Wasser gehen täglich verloren!
Bei der Generalversammlung der Landschaftsschutzorganisation „Alliance For Nature“ am Donnerstag wurde beschlossen, nun auch auf internationaler Ebene gegen den Bau des Semmering-Basistunnels (SBTn) vorgehen zu wollen. Der Welterbestatus ist jedenfalls durch den neuen Tunnelvorstoß gefährdet.

Der Gründungsdirektor des UNESCO-Welterbe-Zentrums Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff, Landeshauptmann Erwin Pröll, AFN-Generalsekretär Christian Schuhböck, die damas zuständige Minsterin Elisabeth Gehrer und der damalige Semmeringer Bürgermeister Hermann Düringer (v.l.) bei der Verleihung der Welterbe-Urkunde im Mai 1999
“Wie sich im UVP-Verfahren herauskristallisiert hat, sollen gemäß UVE und Einreichunterlagen rund sechsmal so viel Wasseraus dem Berg ausrinnen, als beim alten Tunnelprojekt prognostiziert – nämlich die unvrostellbare Menge von 38 Millionen Liter pro Tag! Schon damals beim alten Semmering-Basistunnelprojekt hat der massive Eingriff in den Wasser- und Naturhaushalt zu einem negativen Naturschutzbescheid des Landes Niederösterreich geführt”, warnt die Umweltorganisation „Alliance For Nature“ vor der Beeinträchtigung des Natur- und Kulturerbes des Semmerings. So hat schon der Gründungsdirektor des UNESCO-Welterbe-Zentrums Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff unmissverständlich festgestellt: „Sollte die Semmeringbahn tatsächlich einmal durch einen Basistunnel ersetzt werden, könnte dies zur Stilllegung und schlimmstenfalls zum Verfall dieser bedeutenden Gebirgs- und Landschaftsbahn führen. Eine Eintragung in die Rote Liste des gefährdeten Welterbes wäre die Folge. Umso mehr ist es aus heutiger Sicht notwendig, auf den unschätzbaren Wert dieses Kleinods hinzuweisen, um die Bedeutung dieser außergewöhnlichen Eisenbahnstrecke, einer Teilstrecke der Südbahn zwischen Wien und Triest, herauszustreichen.“





1. Juli 2011 




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