Georg Koeniger | Cliffhänger | Verlag Piper

Georg Koeniger war schon immer ein Mann der Tat, verrät die Homepage des Kabarettisten. Mit „Cliffhänger“, seiner Kletter-Comedy für Schwindelfreie, entführt der deutsche Comedian in die wunderbare Welt der Schwerkraft und beleuchtet grell ihre vertikale Überwindung.

Aber noch ein Mal von vorne. Als Koeniger nach langem Warten endlich geboren wurde, erblickte er sofort das Licht der Welt und unverzüglich machte er sich daran aufzuwachsen. Zum ersten Mal aufhorchen ließ er als Ministrant im heimatlichen Münster in der Nähe der holländischen Grenze als er den Gong zur Wandlung immer so laut schlug. Zur Buße schickte man ihn nach Würzburg und er musste bei TBC mitspielen, dem fränkischen Kult-Kabarett, weiß die Homepage zu vermelden.

Dennoch hat er seine Heimat, das Münsterland, nie vergessen. So beschäftigt sich Georg Koeniger in seinem Buch „Cliffhänger“ auch mit seiner mühsamen Erstbesteigung des Mount Darup, dem höchsten Berg des Münsterlandes mit berauschenden 125 Höhenmetern – Bierdosen pflasterten seinen Weg. Aber wie sagte er doch: Klettern kommt vor dem Fall und so kommt auch die schwindelerregende Komik, mit der Koeniger dem Klettersport begegnet und ihn betreibt recht schräg daher. Von den frühen Kletterabenteuern des Flachland-Münsterländers über die schweißtreibende Erotik eines Matrazenlagers bis zum Paarungsverhalten von Seilknoten, nichts bleibt ununtersucht und unanalysiert. Sogar die Todeszone einer Alpenvereinssitzung kann die kletterbegeisterte Leserin, der ebensolche Leser nacherlesen, quasi im Kopf nacherleben. Und die Titel-Anspielung auf den hinlänglich bekannten Kinofilm von 1992 mit Silvester Stallone ist sowieso nur ein Zufall, aber was für einer. Ebenso wie der Vermerk, dass diese Kletter-Comedy für Schwindelfreie „ohne Vorwort von Reinhold Messner“ auskommt. 288 humorigen Seiten eines Abenteuers der Vertikale.

Hier ist noch eine vorgelesene Leseprobe: http://www.youtube.com/watch?v=py3ZbPQDtvQ&feature=player_embedded

Georg Koeniger: Cliffhänger, Verlag Piper, 288 Seiten, ISBN 978-3-492-26422-8, € 10,30 [A]

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