Wos ma ois ned deaf
An sich ist es ja so, dass wir uns längst damit abgefunden haben, von Gesetzen beherrscht zu werden, die bei näherer Betrachtung aber so etwas von sinnlos sind. Nein, ich meine jetzt nicht erst vor kurzem ausgeheckte wie die leidige Rettungsgasse oder das Sich-in-den-Dienst-Stellen-Dürfen eines Polizisten erst ab einer gewissen Deliktshöhe, sondern Gesetze, die quasi als Überbleibsel einer anderen Zeit nach wie vor Gültigkeit haben.
Nachfolgende Beispiele stammen zwar jetzt nicht unbedingt aus unseren Breitengraden, sondern zum Beispiel aus dem Lande der begrenzten Unmöglichkeiten, den USA, aber auch aus anderen. Sie könnten jedoch bei penibler Einhaltung für allerhand Verwirrnisse sorgen, vor allem bei jenen Menschen, die jetzt rein zufällig in diesem oder jenem Landstrich übernachten oder sonstwas wollen.
So ist es zum Beispiel in Nebraska, und hier nur in der Kleinstadt Hastings, Ehepaaren verboten beim Geschlechtsverkehr nackt zu sein. Sie sind definitiv verpflichtet, Nachthemden zu tragen. Wobei nach wie vor juristisch unbeantwortet bleicbt, ob ein Pyjama zum Beispiel auch gelten würde. Oder ein Anzug mit Krawatte, ein Kostüm, ein Kleid oder eine Uniform.
In Estland ist es zum Beispiel verboten, beim Liebesakt Schach zu spielen. Was ich ja verstehen kann, weil es doch irgendwie den Anschein von Fadesse am Eigentlichen signalisiert, unklar ist jedoch, ob miteinander Schach spielen verboten ist, oder mit jeweils einem anderen Partner.
Die Qual der Wahl hat ein Ehemann in Uruguay, wenn er seine Ehefrau beim Liebesakt mit einem anderen erwischt. Dann kann er laut Gesetz nämlich wählen: Entweder er bringt beide um, er schneidet seiner Frau die Nase ab oder er kastriert seinen Gegenspieler. Was er alles darf, wenn er seine Frau mit einer anderen Frau erwischt, sieht das Gesetz leider nicht vor. Und: Es liegen auch keine Entscheidungsstatistiken vor, was sicher auch nicht uninteressant wäre.
Wer in englischen Pubs eine fremde Frau um Sex bittet, macht sich eines „nationalen Ärgernisses“ schuldig und muss als Strafe 180 Euro zahlen oder für drei Monate ins Gefängnis. Umgekehrtes Liebeswerben wird im übrigen nicht geahndet. Gut, die haben ja auch Linksverkehr.
Hochinteressant, nämlich von der Genese des Gesetzes her betrachtet, finde ich, dass es in Florida verboten ist, Sex mit einem Stachelschwein zu haben. Hat da der Gesetzgeber selbst gerade etwas ausprobiert, oder hat er jemanden dabei erwischt, der kein Stachelschwein war?
Die Serie wird fortgesetzt, das kuriose Sammelsurium an Sexgesetzen ist noch prall gefüllt. Heureka!





10. Februar 2012 








Laut Albert Einstein gibt es zwei Dinge die unendlich sind – erstens das Weltall und schließlich die Blödheit – wobei man sich beim Weltall nicht ganz sicher ist. Dies ist auch in der Nationalen sowie in der EU-Gesetzgebung deutlich ersichtlich, und nicht nur wenn es um Sex geht!!!