Seit 10 Jahren hilft die AKNÖ beim Steuerausgleich

Intensiv nutzten die AK-Mitglieder die Unterstützung der AKNÖ beim Steuerausgleich und holten sich ihr Geld vom Finanzamt zurück. Die sehr positive Bilanz aus Wiener Neustadt wurde präsentiert.

Insgesamt 1.533 Termine wurden dieses Jahr in Wr. Neustadt vergeben. Das Vorjahresergebnis im Bezirk – eine Steuergutschrift von rund 850.000. Euro – dürfte wieder übertroffen werden.

 

1.533 Termine wurden dieses Jahr bei der Steuerrückholaktion der AKNÖ in Wr. Neustadt vergeben. Hier Frau Roth und Herr Meyer aus Wr. Neustadt mit ihrer AKNÖ-Beraterin, AKNÖ-Steuerexpertin Elisabeth Holub, AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser und Bezirksstellenleiter Thomas Kaindl (v.l.n.r hinten).

Seit zehn Jahren helfen Expertinnen und Experten der AKNÖ Menschen in Niederösterreich beim Steuerausgleich. „Mithilfe der AKNÖ haben unsere Mitglieder in den letzten zehn Jahren mehr als 54 Millionen Euro vom Finanzamt zurück bekommen – hart erarbeitetes Geld, das ihnen zusteht“, freut sich AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser. Denn: „Man kann mehr von der Steuer abschreiben als die meisten glauben“, so der Vizepräsident bei einem Besuch der AKNÖ-Steueraktion in der Bezirksstelle. „Wir freuen uns, dass diese Aktion so gut ankommt. Vor allem die Möglichkeit, dass wir sofort online berechnen, wie hoch die Gutschrift ist, wird von unseren Mitgliedern sehr geschätzt“, sagt Bezirksstellenleiter Mag. Thomas Kaindl. AKNÖ-Steuerexpertin Elisabeth Holub nennt die häufigsten Beispiele, wo man sich zu viel bezahlte Steuer zurückholen kann: „Kinderbetreuungskosten, Kosten für Hausbau oder Sanierung und Fortbildungskosten. Pendler können das Pendlerpauschale geltend machen. Beschäftigte mit maximal 12.000 Euro Jahreseinkommen erhalten 10 Prozent ihrer Sozialversicherungsbeiträge zurück, das können bis zu 110 Euro sein.“

 

Menschen, die weniger verdienen, zahlen mehr fürs Pendeln

BezieherInnen von geringen Einkommen erhalten zwar auch Geld vom Finanzamt zurück, sie sind aber steuerlich stark benachteiligt. Das kritisiert AKNÖ-Vizepräsident Wieser heftig und gibt ein Beispiel: „Jemand, der wenig verdient, bekommt für eine Bahnkarte weniger von der Steuer zurück als Besserverdiener. Das ist ungerecht.“ So kostet eine ÖBB-Jahreskarte für die Strecke Wiener Neustadt – Wien 1.168 Euro. Wiener Neustädter PendlerInnen mit einem Bruttomonatseinkommen bis 1.205 Euro können durch das Pendlerpauschale maximal 141 Euro Zuschlag bekommen, während höher Verdienende zwischen 495 bis 678 Euro erhalten. „Deshalb benötigen wir dringend ein besseres Modell mit steuerlichen Absetzbeträgen statt Freibeträgen. Davon haben Menschen mit geringerem Einkommen mehr“, sagt der AKNÖ-Vizepräsident.

 

Die AKNÖ-Steuerrückholaktion läuft noch bis 2. Juni

Die Steuerrückholaktion wird bezirksweise durchgeführt. Terminvereinbarungen für die anderen Bezirke sind unter der Service-Hotline 05 7171-1551 möglich. Die Arbeitnehmerveranlagung kann rückwirkend für fünf Jahre durchgeführt werden. Die Termine in den AKNÖ-Bezirksstellen finden in den Abendstunden statt, um vor allem den Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen.

Alle Informationen samt Steuertipps (auch zum Downloaden) finden Interessierte auf http://noe.arbeiterkammer.at

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