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★ ABGESAGT! Hans Joachim Roedelius | 19.8.2017 │ Seebühne | Lunz Am See ★

August 19 @ 18:30

Electronic-Pionier Hans Joachim Roedelius (82) hat jahrelang in Lunz Am See das „more ohr less“-Festival veranstaltet, nun präsentiert er auf der Seebühne in Lunz am See vor malerischer Kulisse erstmals in Österreich gemeinsam mit dem fast 30 Jahre jüngeren Musikerkollegen  Arnold Kasar und namhaften Gästen sein neues Album. Jetzt kam die ABSAGE!

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Joachim & Christine Roedelius schrieben:

Liebe Leut’,

leider sind die Wetteraussichten für den 19. katastrophal.

Das ganze Programm anstatt auf der Seebühne in einer Turnhalle als Ausweichquartier stattfinden zu lassen, würde dem Sinn der geplangen Veranstaltung total zuwider laufen.

Deshalb versuchen wir noch in diesem Sommer einen neuen Termin für die Seebühne zu finden, so die Großwetterlage günstig ist.

Wenn dies nicht möglich sein sollte, verschieben wir das Ganze auf nächstes Jahr.

sorry …

Zum Austragungsort prominenter musikalischer Begegnungen wird die Lunzer Seebühne am 19. August, wenn der 82-jährige Electronic-Pionier Hans-Joachim Roedelius und der knapp dreißig Jahre jüngere Electronic- & Jazz-Musiker Arnold Kasar zur österreichischen Erstaufführung ihres Juni 2017 bei der Deutschen Grammophon veröffentlichten Albums „Einfluss“ laden. Live werden sie dabei unterstützt von musikalischen Kapazundern, wie den Wiener-Lied Spezialisten Heidelinde & Rudi Gratzl, Sofa Surfer Wolfgang Schlögl, Schauspielerin, Musikerin Madita, sowie Keyboard- und Produzentenlegende Thomas Rabitsch.

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Electronic-Pionier Hans Joachim Roedelius präsentiert in Lunz am See vor malerischer Kulisse gemeinsam mit seinem Musikerkollegen  Arnold Kasar und namhaften Gästen sein neues Album ‚Einfluss‘

 

Hans-Joachim Roedelius & Arnold Kasar ‚Einfluss‘

Mit zarten Pianoklängen und atmosphärischen elektronischen Sounds entwickeln Hans-Joachim Roedelius & Arnold Kasar eine einzigartige Chemie. Dass sie dabei zu ganz verschiedenen Musikergenerationen gehören, ist einer der Gründe für die Einzigartigkeit und die Magie dieser Begegnung.

Roedelius gehört zu den Übervätern der Kosmischen Musik und des Krautrock. Mit seinen Bands Cluster und Harmonica gestaltete er diese Musikstile maßgeblich mit. So wurde Roedelius von der Aufbruchsstimmung der späten 1960er und der 1970er Jahre geprägt. Heute blickt Roedelius auf eine über hundert Releases umfassende Diskographie zurück, und die Liste seiner musikalischen Partner reicht dabei von seinem langjährigen künstlerischen Weggefährten Dieter Moebius über internationale Stars wie Brian Eno bis zu jüngeren Musiker wie Tim Story.

Arnold Kasar ist fast dreißig Jahre jünger und ein Kind des Crossover im Berlin der 1990er Jahre. Er brach die Grenze zwischen elektronischer Tanzmusik und Jazz auf, er musizierte – und musiziert noch – mit Micatone, Nylon und Friedrich Lichtenstein. Als Ensemblemusiker, Arrangeur und Producer war er im Kontext des einflussreichen Berliner Labels Sonar Kollektiv aktiv. Kasar verfügt über eine klassische Klavierausbildung, während Roedelius nie Notenlesen gelernt hat.

So verschieden die Vorgehensweise der beiden ist, so teilen sie doch dieselbe Offenheit gegenüber musikalischen Formen und Kollaborationspartnern. Bei ihren gemeinsamen Aufnahmesitzungen in Baden bei Wien entschied Roedelius sich sehr früh dafür, auch Klavier zu spielen. Kasar hatte die Idee, das Klavier mit Filz zu präparieren. So entstand der einzigartige, zarte, intime Klang des Albums. „Joachim Roedelius hat einen schönen, weichen Anschlag. Er hatte nie im Leben auch nur eine Stunde Klavierunterricht. Es gibt keine Komposition bei ihm. Er macht etwas mit dem Klavier, was er auch mit den Synthesizern macht. Ich kann das nicht erklären, aber es bewegt etwas in mir“, schildert Arnold Kasar und reagierte mit seinen elektronischen Instrumenten auf Roedelius’ Klavierspiel.

In drei Tage entstanden auf diese Weise mehr als dreißig Stücke. »Wir haben unsere gesamte Lebenszeit gebraucht, um dahin zu kommen«, lächelt Roedelius. Bei diesem Album geht es nicht um Technik, nicht um Präzision, nicht um Struktur, sondern um ein Fließen. Wo andere die volle Kontrolle anstreben, lassen sich die beiden fallen. So können sie sich auf eine besondere Weise dem Mitspieler öffnen und auf ihn reagieren. Es geht nicht darum, etwas vorzuführen, das eigene Können am Klavier unter Beweis zu stellen. Sie wollen den Hörer an einer gemeinsamen Erfahrung teilhaben lassen. »Das Besondere daran ist, dass wir nicht die Absicht hatten, etwas Besonderes zu machen«, erklärt Roedelius.

Da lockt Lunz.

Tickets: ausschließlich an der Abendkassa erhältlich, € 20, für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende: € 10

Foto: Sebastian Böcking, Deutsche Grammophon, Promotion

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Datum:
August 19
Zeit:
18:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

seebühne lunz am see
Seestraße
Lunz am See, 3293
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