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Ein swingvoller Klanggarten blühte im Gloggnitzer Stadtsaal

Als Hörgenuss der anderen, nämlich besonderen, Art entpuppte sich der erste ‚ReMu Klanggarten 2020‘, der unter dem Motto ‚Jungle Swing‘ aufgrund eines Rainy Day ausnahmsweise nicht im Gloggnitzer Dr. Karl Renner Museum sondern im Stadtsaal über die Bühne ging und zu dem Direktor Mag. Michael Wilczek, der wissenschaftliche Leiter Dr. Michael Rosecker  und die umtriebige operative Leiterin des Gloggnitzer Renner Museums, Maga. Vanessa Staudenhirz, geladen hatten.

Diesen swingvollen Abend wollten sich neben zahlreichen Gästen weder die Gloggnitzer Stadtchefin und ReMu- Vereinsvorsitzende Irene Gölles  noch die Stadträtinnen und -räte  Elisabeth BauerSusanne Haiden, Peter Kasper und Wolfgang Hahnl  entgehen lassen. Natürlich wurden auch etliche Gloggnitzer VIPs und Künstler gesichtet, die sich an den Darbietungen der ‚musikalischen Viererbande‘  Fainschmitz erfreuten. ReMu Ex-Direktor Mag. Wolfgang Luftensteiner wurde bei dieser Gelegenheit feilerlich verabschiedet.

Michael Rosecker, die Band Fainschmitz, Bürgermeisterin Irene Gölles und Michael Wilczek (v.l.).

„Jemand hat den Mond verkauft. Es wurde nicht gefragt, ob sich der Mond verkaufen lässt. Jetzt kostet Mondlicht Geld. Nachts geh ich jetzt nimmer raus, kann es mir nicht leisten, den Mond anzusehen“, mit ihren hintersinnigen Songtexten prangern Fainschmitz (Matthias Vieider: Saxophon, Klarinette, Gesang und Megaphon, Alexander Kranabetter: Trompete, Jannis Klenke: Gitarre, Martin Burk: Kontrabass) aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen an. Manchmal singen sie aber auch einfach nur über die Liebe oder interpretieren Klassiker des Jewish Swing wie etwa ‚Bei mir Bist du Shein‘ von Sholom Secunda  und Jacob Jacobs schwungvoll neu. Ihre Inspiration für Eigenkompositionen beziehen Fainschmitz von Alltagsbeobachtungen, gesellschaftlichen Phänomenen oder Debatten. „Wir haben aber schon auch gefühlige Themen“, erzählt Vieider, „so wie ‚Just Go Now‘, wo es etwa um eine verflossene Liebe geht.“

Fainschmitz begeisterte das Publikum im Stadtsaal mit einem außergewöhnlichen Musikmix.

Mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Jewish- und Gypsy Swing, Chanson, Jazz, Pop und Punk, aus eigenen Liedern, Klassikern der Jazzgeschichte und Neuinterpreationen von Hits weit abseits der Klischees touren die vier studierten Jazz-Musiker seit 2016 durch Europa und spielen Konzerte in Bars, Clubs und kleinen Theatern, auf  Partys, Festivals oder einfach auf der Straße, im Juni 2018 erschien ihr Debutalbum ‚Fainschmitz begins‘.  Angetrieben von der Rhythmusgitarre und einem gar wuchtigen Bass kreieren Saxophon, Trompete und Klarinette abwechselnd eingängige Melodien und ausgelassene Soli, aus dem Megaphon erklingt krächzend der mehrsprachige Gesang. Mit professioneller Virtuosität, unverschämter Spielfreude und hintergründigen Texten bringen Fainschmitz energetische Musik, von der man sich mitreißen und forttreiben lassen kann.

Mag. Wolfgang Luftensteiner (r.) wurde von seinem Nachfolger Michael Wilczek und Stadtchefin Irene Gölles feierlich verabschiedet.

Der SCHWARZATALER-TiPP: Am Freitag, 21. August um 19.30 Uhr öffnet der nächste Klanggarten mit Kultpotential im Gloggnitzer Dr. Karl Renner Museum: die aus Frankreich stammende Jazz- & Chanson-Sängerin Caroline Auque und  Bassist Hannes Laszakovits werden den Museumsgarten in sanfte Klänge hüllen und die Zuhörer mit ihrem Repertoire verzaubern, und am Freitag den 4. September um 19.30 Uhr bringen ‚The Hoodoo Men‘ Peter Samek, Gerry Höller und Wolfgang Leinweber besten Chicago Blues wie er auf der Maxwell Street im Chicago der 1950er zu hören war, auf die Bühne.

Aufgrund der zu erwartenden großen Nachfrage und der durch das C-19-Problem limitierten verfügbaren Platzzahl wird dringend empfohlen, Karten rechtzeitig zu reservieren!

Kartenbestellungen unter: office@rennermuseum.at oder 02662/42498)

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Text und Fotos: Hans Weghofer

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