Rudi Treiber ist ein freischaffender Lebenskünstler. Begegnet ist mir der rockige Fachlehrer aus dem burgenländischen Jois zum ersten Mal in Graz – als ein Drittel der Musikgruppe Treiber und DeMattio. Das war anfangs der 1980er-Jahre. The Bridge und Waiting For The Train waren damals die musikalischen Vinylergebnisse des Trios, das 1983 beinahe im Eurovisions-Song-Contest gelandet wäre. Mit seinem jüngsten Buch skizziert Rudi Treiber Erlebnisse und Ereignisse seines unkonventionellen Lebens. ‚Der Wahnsinn hat Momente – Erlebnisse eines Unkonventionellen‘ von Rudi Treiber ist der SCHWARZATALER Buchtipp der Woche. Format und Schriftgröße begeistern alte Augen beim Lesen.
Vor einigen Jahren sah ich den Rockpoeten, Maler, Olivenbauer und Buchautor Rudi ‚Herum‘ Treiber dann wieder mit seiner Band auf der Lovely-Days-Bühne im Eszterházypark in Eisenstadt – und irgendwann hab ich in Neusiedl am See eine Kanne köstliches Olivenöl von Rudi Treiber erstanden. Der Olivenbauer bewirtschaftete inzwischen mit seinen griechischen Nachbarn einen mit 111 Olivenbäumen, Apfel-, Birnen-, Quitten-, Feigen-, Zitronen-, Orangen-, Mandeln- und Nußbäumen bestandenen 10.000 Quadratmeter großen Obstgarten in Mani, das ist der mittlere Finger des griechischen Festlandes. „Ich verkaufe nicht nur Olivenöl sondern auch gleichzeitig meine Philosophie, meine Einstellung zur Natur und zur Gesundheit der Menschen. Vom Baum bis in die Flasche – alles in einer Hand„, betont der Olivenbauer Rudi Treiber. Jetzt läuft gerade die Olivenernte.
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Vom Fachlehrer und Rucksacktramp über die Familie zum Olivenhainbesitzer spannt sich der Bogen in Rudi Treibers neuestem Werk. Seine Vorgänger ‚Das Diktat des Durchschnitts‘ und ‚Mein verrücktes Griechenland‘ sind ebenfalls empfehlenswerte Lesetipps.
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„Ich nehme mir keine Vorsätze, denn die einzigen Sätze, die ich behalte, sind meine Grundsätze“, betont der unkonventionelle Autor.
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Bilder © Rudi Treiber



