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Neunkirchen verwendet jetzt im öffentlichen Raum kein Glyphosat mehr

Der Neunkirchner Umwelt-Gemeinderat Johann Gansterer testet den “Greenpeace – Gemeindecheck” für Neunkirchen. Das Ergebnis: Kein Glyphosat-Einsatz. „Super, in der Gemeinde Neunkirchen wird von öffentlicher Seite kein Glyphosat mehr eingesetzt – sie ist damit ein österreichischer Vorreiter”, so lautet der offizielle Text auf der Greenpeace-Homepage beim „Glyphosat-Gemeindecheck“.

Dieser erfreulichen Bewertung war der einstimmige Gemeinderatsbeschluss im Herbst 2017 vorausgegangen, ab dem Jahr 2018 auf den Einsatz dieses schädlichen Pflanzenschutzmittels zu verzichten. Stattdessen ist ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen in Planung. In unserem Bezirk sind schon zahlreiche Gemeinden glyphosatfrei, und es werden ständig mehr.

Grundsätzlich soll weniger „Unkraut“ entfernt werden: Unkraut ist ein äußerst vielfältiger Begriff. Noch vor einigen Jahren kritisierte die SPÖ in ihrer Zeitung das viele Unkraut in der Stadt. Doch wie „un“ ist das Unkraut wirklich? Oft sind Brennesseln, Löwenzahn, Beifuß und andere unerwünschte Pflanzen gar nicht so unsinnig wie sie erscheinen. Sie bieten eine Heimat für Insekten, Bienen und Schmetterlinge.

Intensive Information an die Bevölkerung

Die Bevölkerung soll darüber aufgeklärt werden. So wird versucht, ein anderes Verständnis der Menschen für die sogenannten „unerwünschten Pflanzen“ erreichen.

Unkraut-Entfernung wird nur noch dort erfolgen, wo dies unbedingt nötig ist: Dadurch wird bestimmt mehr Grün als bisher im Stadtbild zu sehen sein. Denn für das Personal der Stadtgemeinde ist es unmöglich, gleich viele Pflanzen zu entfernen, wie mit dem bisherigen Gifteinsatz. Allerdings könnte im Rahmen eines Projekts mit Flüchtlingen, die sich gerne freiwillig betätigen wollen eine wertvolle Unterstützung erwachsen. In weiterer Folge ist auch ein Ankauf oder Leasing einer Heißwasser- bzw. Dampfmaschine zur Beseitigung von unerwünschten Pflanzen in Erwägung zu ziehen.

Umwelt-GR Johann Gansterer testet “Greenpeace – Gemeindecheck”

„Ich bedanke mich für den großen Einsatz meines Vorgängers DI Christian Humhal als Umweltgemeinderat mit Frau Stadträtin Andrea Kahofer und Vizebürgermeister Mag. Martin Fasan, die dies gemeinsam geschafft haben. Jetzt geht es an die Umsetzung“, so UGR Johann Gansterer.

Foto: Gansterer

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