Julia Holter hat ein Faible für Zwischenwelten. In ihrer Musik verschwimmen Erinnerungen, Träume und Wirklichkeit zu Klanglandschaften, in denen selbst das Vertraute plötzlich fremd erscheint. Mit ihrem neuen Album Materia, öffnet sie erneut eine solche Tür: Die Songs wirken wie eine vergessene Kindheitsgeschichte, ein Sammlung schräger Märchen mit geheimnisvollen Reimen, seltsamen Lauten und einer Natur, die sich ihren Weg ins Zuhause bahnt. Kein alltägliches Produkt, das da am vergangenen Freitag via Domino Records auf der Scheibenwelt gelandet ist. Hör dir das Album einfach an.
Mit Materia, einer Art Begleit- und Nachfolgewerk ihres gefeierten Albums Something in the Room She Moves aus dem Jahr 2024, kehrt Julia Holter nun zu diesem Stück zurück und erkundet dessen Möglichkeiten auf neue Weise. In Materia 2 verwandelt sich der Song in einen traumartigen Klangraum aus Drumcomputer, Fretless-Bass und Klarinette. Gemeinsam mit der Sängerin Jessika Kenney lässt die US-amerikanische Indietronic-Musikerin ihre Stimme durch schwebende Harmonien kreisen und erweitert die Texte um surrealistische Bilder, die Körper, Geist, Liebe und Vergänglichkeit miteinander verbinden. Materia 3 hingegen verlangsamt die ursprüngliche Aufnahme radikal – eine Hommage an die Bonus-Tracks der CD-Ära. Die gedehnte Zeit macht die Raffinesse der Harmonien hörbar und verleiht dem Stück eine neue emotionale Tiefe.
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Obwohl Materia nur sieben Titel umfasst, präsentiert sich das Werk als erstaunlich vielfältiges Experimentierfeld. Improvisationen stehen neben Neubearbeitungen, aus alten Projektdateien entstehen neue Stücke, und spontane Einfälle werden zu eigenständigen Kompositionen weiterentwickelt. Besonders eindrucksvoll ist My Twin, aus dessen musikalischem Material später das Lied Fantasy hervorging.
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Julia Holter hat ein Faible für Zwischenwelten. Ihr neues Album weckt Erinnerungen an ihr 2024er-Werk ‚Something in the Room She Moves‚. Träume und Wirklichkeit verweben zu vielschichtigen Klanglandschaften.
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Auch die Band von Something in the Room She Moves ist wieder mit dabei. Gemeinsam erschaffen die Musiker eine Welt aus schimmernden Synthesizern, Holzbläsern und beweglichen Rhythmen. Songs wie The Laugh Is in the Eyes und das bezaubernde Fantasy verbinden romantische Sehnsucht mit leiser Unsicherheit. So wird Materia zu einem offenen, verspielten Kunstpop-Labor, in dem sich unterschiedlichste Ideen zu einem überraschend geschlossenen und berührenden Ganzen fügen.
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Wir wünschen dir viel Spaß beim Hören dieses ungewöhnlichen Albums.
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Fotos © Domino Records, Dicky Bahto, Tashi Wada




