Am morgigen Mittwochabend wird in ganz Österreich eine partielle Sonnenfinsternis mit einem maximalen Bedeckungsgrad von 89 Prozent zu beobachten sein. Es ist wohl das spektakulärste Ereignis dieser Art seit der totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999. Wolkenfrei und sternenklar sollte der Mittwochabendhimmel im gesamten Bundesgebiet werden – also perfekte Bedingungen, um eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Astrophysikerin Eva Weiler vom Austrian Space Weather Office der GeoSphere Austria empfiehlt, eine Sonnenfinsternisbrille zu tragen und nicht direkt in die Sonne zu blicken.
Der Mond wird sich in unserer Region um 19.22 Uhr vor die Sonne zu schieben beginnen, bereits zwei Minuten später wird das Schauspiel in Bregenz starten. Um 20.14 Uhr im Osten und 20.17 Uhr in Bregenz wird der maximale Bedeckungsgrad 89 Prozent betragen. Es fehlen also lediglich elf Prozent auf eine totale Sonnenfinsternis, wie sie zum Beispiel in Nordsibirien, Island, Grönland und Spanien zu sehen sein wird.
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Simulation des Anblicks der partiellen Sonnenfinsternis bei deren Maximum.
Grafik: Alexander Pikhard/Österreichischer Astronomischer Verein
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„Wie ein düsterer Sonnenuntergang“
Während sich bei der totalen Sonnenfinsternis über Österreich am 11. August 1999 der Mond mitten am Tag vor die Sonne schob, wird es diesmal wie „ein düsterer Sonnenuntergang“ erscheinen, beschreibt Astrophysikerin Eva Weiler vom Austrian Space Weather Office der GeoSphere Austria das kommende Ereignis. Weiler empfiehlt aber dennoch, eine Sonnenfinsternisbrille zu tragen und nicht direkt in die Sonne zu blicken.
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Die Eckdaten der partiellen Sonnenfinsternis für den Osten unseres Bundesgebietes.
Grafik: Österreichischer Astronomischer Verein
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Wie kommt es zu einer Sonnenfisternis?
„Eine Sonnenfinsternis kann man ausschließlich bei Neumond beobachten, also wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht und die Sonne verdeckt“, erklärt Eva Weiler. Da die Mondumlaufbahn gegenüber der Erdumlaufbahn etwas geneigt ist, kommt es übrigens nicht bei jedem Neumond zu einer Sonnenfinsternis, sondern durchschnittlich lediglich zweimal pro Jahr. Bei einer totalen Sonnenfinsternis bedeckt der Mond die Sonne zu 100 Prozent, wodurch die äußerste Atmosphärenschicht der Sonne, die Sonnenkorona, sichtbar wird. „Obwohl wir in Österreich eine maximale Bedeckung der Sonne durch den Mond von knapp 90 Prozent zu sehen bekommen, sind die sichtbaren zehn Prozent der Sonne immer noch zu hell und überstrahlen die Sonnenkorona“, skizziert Eva Weiler. Trotzdem erwarte Österreich am morgigen Abend „ein ziemlich spannender Sonnenuntergang, mit der Sonne als Sichel am Westhorizont“, freut sich die Forscherin.
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Info: GeoSphere Austria





