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Tagesmutter und Tagesvater – Beruf und Berufung

Der Beruf  Tagesmutter oder Tagesvater hat bis heute leider immer noch eine etwas „schiefe Optik“ und wird von vielen nicht als „ordentlicher Job“ angesehen. Viele Menschen nehmen an,  dass die Arbeit einer Tagesmutter und eines Tagesvaters aus „ein bißerl auf Kinder aufpassen“ oder „Kaffeetratscherl abhalten“ besteht. Nun, dem ist keineswegs so.

Barbara Domnanits ist seit über drei Jahren Tagesmutter im Verein „Midz Kidz“ in Pitten. Sie erzählt von ihren Erfahrungen: Im Herbst 2009 habe ich meine Ausbildung nach den  Richtlinien der NÖ Landesregierung absolviert. Ich habe viel über Erziehung und den Umgang mit Kindern gelernt, Kommunikation und Elternarbeit waren ebenso ein wichtiger Bestandteil dieser Ausbildung. Und obwohl ich zu dieser Zeit schon einige Jahre selbst Mutter war, gab es sehr viele Dinge, die ich durch diese Ausbildung aus einer anderen Perspektive betrachten konnte. Ich habe sehr viel über mich selbst gelernt und konnte mein neues Wissen gut in die Praxis umsetzen.

Die erste Zeit als ausgebildete Tagesmutter war sehr spannend. Ich habe bereits während der Ausbildung angefangen, Werbung zu machen und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis über meine neue Tätigkeit zu reden. Es kamen dann auch schnell Anfragen von Eltern. Die ersten Vorstellungsgespräche waren sehr aufregend. Ich habe auch gemerkt, dass sich die Kinder bei mir wohlfühlen und auch die Eltern ein gutes Gefühl haben.

Da Tagesmütter und Tagesväter als Neue Selbständige arbeiten, habe ich den Schritt gewagt und mich bei der Wirtschaftskammer als Tagesmutter (Freies Gewerbe) angemeldet. In die Selbständigkeit zu wechseln ist ein Schritt, den man sich gut überlegen und durchkalkulieren muss. Ich habe mich über diverse Förderungen informiert (SVA-Förderung des Landes NÖ etc.) und überlegt, wie ich meine Einnahmen optimieren kann. Man muss mit Herz und Hirn bei der Sache sein, mit Liebe sich um „fremde“ Kinder kümmern und Eltern bei der Kinderbetreuung unterstützen. Tagesmütter und Tagesväter müssen sehr flexibel sein, eine gefestigte Persönlichkeit haben und gerne organisieren.

Es ist jeden Tag eine Herausforderung, die sehr viel Spaß macht, aber auch sehr anstrengend sein kann. Oft sitze ich am Ende eines Zwölf-Stunden-Tages mit meiner Familie zusammen, müde, aber glücklich, weil Kinder tolle Persönlichkeiten sind, von denen man sehr viel lernt und die einem zeigen, dass es nicht wichtig ist, sich ständig den Kopf über irgendwelche Dinge zu zerbrechen, sondern im Hier und Jetzt zu sein und das Leben zu genießen. Ich möchte keines meiner Tageskinder missen, jedes ist mir ans Herz gewachsen und so ist es für mich auch ein komisches Gefühl, dass ich mich im Februar von meinem bisher längsten Tageskind verabschieden „muss“ – mit einem lachendem und einem weinendem Auge.

Konstantin kam mit 17 Monaten zu mir. Er konnte noch nicht laufen, sprach kein Wort. Wir haben drei Jahre miteinander verbracht. Seine Eltern haben mir ihr Kind viele Stunden anvertraut. Gemeinsam haben wir die Entwicklung von Konstantin erlebt und uns regelmäßig ausgetauscht. Die gegenseitige Unterstützung, das Vertrauen und die Offenheit haben uns sehr miteinander verbunden. Konstantin ist nun 4½ Jahre alt und wenn ich zurückblicke, sehe ich, dass wir uns gemeinsam weiterentwickelt haben. Viele schöne Stunden haben wir miteinander verbracht –  mit den anderen Tageskindern unseren täglichen Spaziergang in der Hans-Tieß-Straße absolviert, den Besuch bei Gaby-Oma und Heinz-Opa, die Zehn-Uhr-Jause, das gemeinsame Mittagessen und vieles mehr.

(Danke, kleiner Konstantin, dass ich so viel Zeit mit safe online viagra dir verbringen durfte. Du wirst immer einen besonderen Platz in unserer Familie haben und ich werde auch weiterhin „deine Barbara“ sein. J)

Ich bin mit meinen Tageskindern sehr viel draußen, bei jedem Wetter. Die Kinder lieben es, im Wald Dinge zu finden, Tiere zu beobachten oder wie es gerade jetzt ist, im Schnee herum zu kugeln und Schneehöhlen zu bauen. Ich beobachte die Kinder gerne, es ist eine Freude zu sehen, wie sie zu einer Gruppe zusammengewachsen sind und wie liebevoll und tolerant sie miteinander umgehen.

Für die Tätigkeit als Tagesmutter und Tagesvater ist es sehr wichtig, dass die eigene Familie mit dem Beruf einverstanden ist und Unterstützung gibt. Die Verantwortung für andere Kinder zu übernehmen und für sie eine zweite „Familie“ zu sein, ist eine große Herausforderung, die ich mit Begeisterung angenommen habe. Ich kenne die Eigenheiten und Charaktere jedes meiner Tageskinder, ihre Vorlieben, ihre Ängste und ihre Besonderheiten. Ich versuche auf jedes Kind optimal einzugehen. Meine Tageskinder wissen, dass sie mir vertrauen können und ich immer für sie da bin.

Auch wenn es oft stressig ist und ich meine kinderfreie Zeit genieße, ist es eine wundervolle Aufgabe, die mich ausfüllt und mir ein gutes Gefühl gibt. Für mich ist es am wichtigsten, dass die Kinder glücklich sind und ich die Eltern mit meiner Flexibilität unterstützen kann.

 

Ich hoffe, dass ich mit meinen Erzählungen ein wenig Aufklärung bewirken konnte und den Beruf Tagesmutter und Tagesvater für Frauen und Männer, die gerne zu Hause arbeiten möchten, belastbar, zuverlässig und engagiert sind, interessant gemacht habe.

Neugierig geworden? Jederzeit kann man zu mir oder einer unserer anderen Tagesmütter schnuppern kommen. Wir planen auch einen speziellen Ausbildungskurs für Tagesmütter und Tagesväter, die im April 2013 starten soll.

In Pitten und Umgebung wird noch dringend eine Tagesmutter oder ein Tagesvater benötigt, aber auch im restlichen Bezirk Neunkirchen und in Wiener Neustadt ist die Nachfrage sehr groß. Bewerbungen oder Infos unter 0664/13 052 71 oder info@midzkidz.at

 

 

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