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Aspanger SchülerInnen lernten die bitteren Seiten der süßen Versuchung kennen

In der vergangenen Woche standen die globalen Nachhaltigkeitsziele in der internationalen Schwerpunktwoche ‚Global Goals Week‘ im Fokus. Aus diesem Anlass wurden in Kooperation mit der Leader-Region Bucklige Welt-Wechselland am Donnerstag und Freitag in der Volksschule Ober-Aspang und Unter-Aspang mit Südwind NÖ spannende Workshops veranstaltet. Dabei drehte sich alles um die Schokoladenproduktion und wie diese nachhaltig und fair gestaltet werden könnte.

Rund 8,5 Kilo Schokolade vernaschen Frau und Herr Österreicher jedes Jahr. Doch wie steht es um die Herstellung der bittersüßen Versuchung? In spielerischer Form und unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen wurden die Hintergründe dieses beliebten Genussmittels erforscht. Eine Südwind-Referentin ging mit den SchülerInnen den wichtigsten Fragen auf den Grund: Wie schaut eine Rohkakaobohne aus und was ist Kakaobutter? Wie wird Schokolade erzeugt und wer verdient dabei am meisten? Wie sehen eine faire Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen aus?

Südwind Referentin Anna Gatschnegg (links), SchülerInnen und Lehrerinnen der Volksschule Unter-Aspang und Direktorin der Volksschulen Ober-Aspang und Unter-Aspang Petra Reichmann Farcher (hinten rechts) mit selbstgemachter Schokolade aus fair gehandeltem Kakao.

Im Jahr 2001 haben die großen Schokolade-Konzerne versprochen, Kinderarbeit bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren. Laut einer Studie der Universität Chicago aus 2020 müssen aber immer noch alleine in der Elfenbeinküste und Ghana etwa 1,5 Millionen Kinder unter besonders ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Beide Länder sind zusammen für 60 Prozent der globalen Kakaoproduktion verantwortlich und beliefern auch in Österreich namhafte Marken. Für die Kinder bedeutet das in der Regel, dass sie nicht regelmäßig zur Schule gehen können und ihre Gesundheit gefährdet wird durch den Einsatz von Pestiziden, das Hantieren mit scharfen Werkzeugen oder das Tragen schwerer Lasten. Hinzu kommen auch noch gravierende ökologische Auswirkungen und ein Pestizideinsatz, der Böden, Wasser sowie die Artenvielfalt gefährdet.

Als Alternative lernten und diskutierten die Kinder über den fairen Handel. Bei Fairtrade geht es um die Gestaltung ökologisch und sozial nachhaltiger sowie transparenter Handels- und Verarbeitungswege. Der faire Handel setzt auf langfristige Partnerschaften mit den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und möchte die Menschen hinter der Schokolade sichtbar machen.

Südwind empfiehlt beim Einkauf auf Fairtrade- und Bio-Zertifikate zu achten, um gerechte Bedingungen für die Arbeiterinnen und Bauern zu sichern und Kinderarbeit auszuschließen. Denn so kann ein wichtiger Beitrag zum ersten der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) geleistet werden – denn SDG 1 heißt, die absolute Armut bis 2030 weltweit zu beenden.

Südwind-Informationen findest du hier: Südwind Niederösterreich, Bahngasse 46, 2700 Wiener Neustadt, 02622/24832, noe@suedwind.at und auf der Homepage www.suedwind.at/niederoesterreich

Foto: Südwind Niederösterreich

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