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Neues aus der Scheibenwelt – von Gitarrenwahnsinn und Rock über Jazz bis Pop

Der Fasching strebt seinem Höhepunkt entgegen und wir haben wieder zwanzig Neuerscheinungen aus den unendlichen Weiten des Universums der Klänge, Rhythmen, Stimmen und Melodien rausgepickt, geschüttelt nicht gerührt und auf die Scheibenwelt gepackt. Da ist wohl auch für dich was Interessantes dabei.

Joe Satriani | What Happens Next | Auf seinem neuen Album „What Happens Next“ präsentiert sich der Supergitarrist Joe Satriani in einer völlig neuen Rolle: als er selbst.

„Kein Science Fiction mehr, keine Zeitreisen, keine Songs über ferne Planeten oder Aliens“, erklärt der legendäre Gitarrist und schickte sein jüngstes Alter Ego „Shockwave Supernova“ in Rente. Anstatt dessen blickte Satriani nach innen und schrieb Songs, die, wie er sagt, „vom menschlichen Wesen handeln, das mit beiden Beinen auf der Erde steht, dessen Herz pumpt, voller Emotionen, Träume und Hoffnungen. Das schien mir die Richtung zu sein, nach der ich mich sehnte.“ Und das hört man erfreut. Satrianis Gitarre ist ohnehin jenseitig.

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Liima | 1982 | Die Dänen Casper Clausen, Rasmus Stolberg und Mads Brauer und der finnische Percussionist Tatu Rönkkö schlugen erst kürzlich in Wien die Besucher des B 72 in ihren Bann. Ihr neues Album „1982“ ist ein Konzeptalbum mit Tiefgang, ein Album wie ein düster schimmernder Pop-Kristall. Ein Album, das einen sofort in seinen Bann zieht und auch nach mehrmaligen Durchgängen immer wieder überraschende Details preisgibt.

Dabei ist es trotz des Titels kein Retro-Album, das sich in einer verklärten Wahrnehmung der Vergangenheit verliert. 1982, Albumname und gleichzeitig das Geburtsjahr von Liima-Sänger Casper Clausen, präsentiert sich als eine Platte voll atmosphärischer Klanglandschaften und es geht Liima  um Zukunftsfragen, um das, was 1982 noch nach Science-Fiction klang und jetzt teilweise strahlende oder düstere Realität geworden ist. Was macht diese Entwicklung mit uns Menschen? Liima haben zwar keine Antworten, aber die Fragen formuliert gerade niemand spannender.
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Paper Lions | Full Colour | Die Paper Lions – Colin Buchanan, John MacPhee, Rob MacPhee und David Cyrus MacDonald – schrieben mehr als zwei Jahre lang an ihrem neuen Album „Full Color“ Es war ein intensiver Prozess bei dem die Band ihre Lieder immer wieder umschrieb bevor sie sich für eine endgültige Version entschieden.

Die Arbeite lohnte sich, das neue Album erreichte am Erscheinungstag Platz 9 der iTunes Pop-Charts und Platz 38 der iTunes Alben-Charts in Kanada. Zudem erreichte die Band den zehnten Platz in den Billboard-Charts. Seither hat die Band viele Wochen an der Spitze der Top 10 der Nordamerikanischen Grocery Charts verbracht. Sie zählten zu den Finalisten des John Lennon Songwriting Wettbewerbs, waren die Gewinner eines Independent Music Award und Gewinner des Touring Artist des Jahres der Kanadische Kunstpräsentationsvereinigung. Piper Lions können den Tag retten und dich aus dem Tagestrott hebeln.

Paper Lions live in A: 13.2.tba, Linz; 17.2. Fümreif, St. Georgen; 18.2. Böllerbauer, Haag; 20.2. Haus der Musik, Wien.  

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Fleetwood Mac | Expanded Edition | 1968 erreichte das Debütalbum von Fleetwood Mac in England auf Anhieb Platz 4 der Charts und öffnete damit die musikalischen Pforrten für den britischen Blues. Die Band bestand damals aus dem Gitarristen Peter Green, dem Gitarristen/Pianisten Jeremy Spencer und den Namensgebern John McVie am Bass und Mick Fleetwood am Schlagzeug.

Das Album ist eine Mischung aus Blues Cover und Originalen der beiden Gitarristen Peter Green und Jeremy Spencer im Stil der alten Blueshaudegen. Die dominierende Rolle in der Band spielt Green, der damals als einer der besten und gefühlvollsten Gitarristen im Musikzirkus galt. Was Green in seine Songs an Gefühl einbringt ist einfach faszinierend. Blues-Rock vom Allerfeinsten und ein Highlight des britischen Blues. Sollten alle Sixties-Fans in ihrer Sammlung haben. Die remasterte und erweiterte Edition ist klanglich vorzüglich.

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Anderson East | Encore | Es gibt Musiker, die sich selbst als Straßenkämpfer bezeichnen – und es gibt Anderson East, ein unbeirrbares, einzigartiges Talent, bewaffnet mit einer mächtigen und rauchigen Stimme.

Mit seinen körnigen, von Blues und Soul geprägten Songs ist der Sänger in den vergangenen zwei Jahren unermüdlich durch die Lande gereist, seit er mit seinem Debütalbum „Delilah“ (2015) den Durchbruch feierte. Es dürfte daher kaum verwundern, dass die nun vorliegenden neuen Songs von einer ebenso innigen wie ungeheuren Direktheit sind. „Wir wollten jeden Song als wahrhaftige Performance präsentieren“, sagt der Musiker über die elf großartigen und abwechslungsreichen Tracks, die zusammen Encore bilden, das Album der Stimme aus Alabama landete Mitte Jänner auf der Scheibenwelt.

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Devin Dawson | Dark Horse | Devin Dawson ist ein amerikanischer Singer-Songwriter der besonderen Art, was er nicht nur musikalisch mit seiner ersten Single-Auskopplung „All On Me“ unter Beweis stellte: Zusammen mit seinem charismatischen harten Look trifft der 28-Jährige die neue Generation direkt ins Herz. Kombiniert mit einer großen Portion Romantik und einer unvergleichlichen Stimme steht der Sänger für einen neuen Nashville-Sound.

Devin Dawson wuchs Orangevale, Kalifornien direkt neben einem Gefängnis auf und durchlebte Nächte voller Sirenengeräusche, während er zu Johnny Cash, Alan Jackson, Marvin Gaye und Creedence Clearwater Revival sang. Nach seinem Schulabschluss tourte er als Bassist einer Death-Metal-Band durch die USA, entdeckte jedoch schnell sein Verlangen, sich durch Songs emotional auszudrücken. So tauschte er hämmernde Gitarren gegen intensive Emotionen und bewegende Songtexte. Er wurde vom Rolling Stone zu einem der „10 Artists You Need To Know“ gekürt und genießt schon jetzt ein herausragendes Ansehen in Nashville, einer der wichtigsten musikalischen Keimzellen der USA.

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Neil Young | The Visitor | Seit fünf Jahrzehnten tourt Neil Young über die Bühnen dieser Welt, hat an die vierzig Alben veröffentlicht und steht, mit inzwischen fast 72 Jahren, trotzdem immer noch für Überraschungen, für Wandelbarkeit und enorm viele Facetten. Sein neues Album „The Visitor“ landete im Dezember auf der Scheibenwelt und ist nach „Peace Trail“ und dem verschollenen Album „Hitchhiker“ bereits die dritte Veröffentlichung binnen eines Jahres. 

Ob Blues, Hardrock, Folk oder psychedelische Filmmusik – wichtig ist nur: echt muss es sein. Zusammen mit Promise Of The Real veröffentlichte Neil Young das neue Album, das es an Vielseitigkeit und Inspiration mit seinen Vorgängern problemlos aufnehmen kann. Schon seit seinem sechsunddreißigsten Studioalbum „The Monsanto Years“ aus dem Sommer 2015 arbeitet Neil Young immer wieder mit Promise of the Real zusammen. Die Kalifornier sind ansonsten als Backingband von Lukas Nelson, Sohn der Country-Legende Willie Nelson, bekannt.

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Bart Budwig | Sabai | In Oregons weit nordöstlichen Regionen, tief in den Wäldern der Eagle Cap Wilderness versteckt, befindet sich eine Hütte namens Sabai. Die Hütte liegt auf einer Klippe mit Blick auf den Fluss Minam. Es war hier in dieser parochialen Stille, mit einem Feuer, das sanft zu seiner Seite knackte, wo der in Idaho geborene Pflücker Bart Budwig seine Solo-Melodien verewigte. Budwigs Platten sind für ihre facettenreichen Arrangements bekannt.

Das Album „Sabai“ wurde während eines zweitägigen Aufenthalts in der Minam River Lodge aufgenommen und beinhaltet zehn Songs, die die Lücke zwischen Budwigs rasantem Touring-Leben und den ruhigen Gefühlen am Ende einer Pflückersaison schließen. Es gibt ein Gefühl der Befreiung. Die Lieder reichen von frischen bardischen Liedchen bis zu älteren, düstereren Balladen und weben sich um Themen der Heimkehr durch das Album.

Bart Budwig live in A: 5.3. Scherbe, Graz; 6.3. Rhiz, Wien; 7.3. Glashaus, Frastanz; 9.3. Club Glam, Feldbach; Kulturhaus nexus, Saalfelden; 11.3. Böllerbauer, Haag; 13.3. Herr Vincent, Villach; 14.3. Bäckerei, Innsbruck.
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Dúlamán | Voice Of The Celts | Es war ohne Frage einer der TV-Momente des Jahres: als die irische Formation Dúlamán mit ihrer mystisch-folkloristischen Version des Achtzigerjahre-Pop-Klassikers „Brother Louie“ (inklusive Stepptanz) die Zuschauer und die Jury der RTL-Show „Das Superlatent“ verblüfften, war vor allem Chef-Juror Dieter Bohlen von den Socken.

Auf ihrem Album ‚Voice Of The Celts‘ versprühen die Iren Partystimmung und bringen alte Folkhadern, wie Irish Rover oder Whiskey In The Jar ebenso genial rüber, wie den Modern Talking Hit Cheri Cheri Lady – im flockig lockeren irischen Gewand mit wohlklingenden Stimmen und jeder Menge Bombast a lá Riverdance im Gepäck.

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Stereoact | Lockermachen Durchfedern | Begonnen hat Stereoact im beschaulichen Annaberg im Erzgebirge. Hier produzierten Rico und Sebastian ihre ersten, eigenen Bootlegs und begannen fortan als DJ-Team gemeinsam die Clubs in der Umgebung unsicher zu machen.

Vor drei Jahren wurden die beiden DJs und Produzenten dann auf ein YouTube-Video, der damals noch völlig unbekannten Sängerin Kerstin Ott, aufmerksam und produzierten hieraus kurzerhand ihren Mega-Hit „Die Immer Lacht“ und der dazugehörige Clip ist YouTubes erfolgreichstes deutschsprachiges Musikvideo aller Zeiten und kann mit über 121 Millionen Aufrufen aufwarten.

Doch Stereoact ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern arbeiten weiterhin hart an dem, was sie am besten können: Musik zu produzieren, welche die Leute zum Tanzen bringt. Seit über einem Jahr sitzen sie an ihrem neuen Album „Lockermachen Durchfedern“, welches im Dezember auf der Scheibenwelt landete. Natürlich sind auf diesem Album auch ihre Hit-Singles „Nummer Eins (feat. Chris Cronauer)“, „Denkmal“, „Bis Ans Ende Dieser Welt (feat. Chris Cronauer)“ und „So Soll Es Bleiben“ zu finden.

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Falco | Coming Home – The Tribute – Donauinselfest 2017 | Vor 20 Jahren, am 6. Februar 1998, verstarb Österreichs bislang erfolgreichster Popstar bei einem Crash in der Dominikanischen Republik. Als wäre es gestern gewesen, klingt seine Musik heute aktueller denn je. Mit acht Studio-Alben, zwei Live-Alben und zahlreichen Zusammenstellungen beeinflusst Falco nach wie vor die Musikgeschichte.

1993 trat Falco mit seiner Band am legendären Donauinselfest vor über 100.000 Menschen auf. Ein erinnerungswürdiges Konzert, welches infolge eines Blitzeinschlags vorzeitig beendet werden musste. Das Konzert blieb unvollendet, denn seinen größten Hit konnte der Falke nicht mehr darbieten. Am 24. Juni 2017 holte die Original Falco Band unter der musikalischen und organisatorischen Leitung von Falcos letztem Bandleader Thomas Rabitsch dies nach und kehrte umjubelt auf die Hauptbühne des Donauinselfests zurück. Gemeinsam mit nationalen und internationalen Stars wie Gianna Nannini, Fettes Brot, Julian le Play, Johannes Krisch, Roman Gregory, Georgij Makazaria, Edita Malovic, Yasmo, Skero, Tarek Leitner und weiteren sang Falco von der Leinwand im virtuellen Duett seine größten Hits – diesmal vor 140.000 Menschen bei herrlichstem Sommerwetter. 

Vollendet und auf dem heutigen Stand der Sound- und Bildtechnik, erschien das Konzert am Freitag unter dem Titel Falco Coming Home – The Tribute Donauinselfest 2017 auf CD, CD/DVD (Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1), als Download und zum Streamen. Die DVD enthält außerdem ein 30 minütiges Making Of mit Backstage-Szenen, vielen Interviews und spannenden Hintergrundinformationen – für echte Fans sowieso Pflicht und für alle anderen auch irgendwie.

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The American West | The Soot Will Bring Us Back Again | Aus Portland, Oregon kommt nicht nur Zement, sondern auch jede Menge gute Musik, wie etwa The American West. Matthew Zeltzer, der unter dem Namen “The American West“ Musik macht, stammt, wie der von ihm geschätzte Nobelpreis-Autor John Steinbeck, aus Kalifornien, einem Land der Bauern und der Arbeiterklasse der Küstenstädte, wo eine Jahrhundert-Dürre fast zum Alltag der Menschen wurde und zugleich ihre größte Bedrohung darstellte.

Diese karge Wüstenlandschaft dient Zeltzer als Erfahrungshintergrund seiner Songs von Liebe und Leid auf der Schwelle zur Umweltkatastrophe.“Let Me Love You Like a Pauper Does” ist ein Folksong, der die Geschichte eines Ranchers erzählt, der an verlorene Liebe denkt, während er einem Wildfeuer zu sieht das sein Land verschlingt. Der Song erinnert an die Musik von Townes Van Zandt und Leonard Cohen. “The Soot Will Bring Us Back Again” vereint mit typischem Fingerpicking, die Sehnsuchtsharmonik der West-Coast-Folk-Songs mit dem rauchigen Klang der Country-Pedal-Steel-Gitarre. Im Zentrum steht dabei immer die typisch wilde, zerklüftete Poesie von Song-Writer Matthew Zeltzer, der seine Lieder größtenteils in Half Moon Bay, einer kalifornischen
Küstenstadt,
schrieb, als er in einem Wohnwagen auf einer Bio-Farm lebte.

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Imarhan | Temet | Gleichzeitig mit dem neuen Album der algerischen Band Imarhan drehte der  französische Filmemacher Vincent Moon, der unter anderem bereits mit Arcade Fire, REM und Beirut zusammengearbeit hat, einen Dokumentarfilm über die Band. Er besuchte die Musiker in ihrer Heimat Tamanrasset im Herzen der Sahara und begleitete ihren Alltag sowie die Entstehung des vorliegenden Albums „Temet“. Die daraus entstandene Dokumentation „Children of Tam“ feierte beim Clermont-Ferrand Film Festival in Frankreich, das geradde läuft, Premiere.

Hier zeigen wir dir einen kleinen Auschnitt aus der Doku, eine Live-Version des neuen Albumtracks „Tamudre“: https://www.youtube.com/watch?v=9zPnAoIoEnU&feature=youtu.be 

Imarhan sind die Stimme einer neuen Generation in der Sahara und haben einen ganz eigenen Sound erschaffen: trockene Gitarrenriffs, Pop-Melodien und panafrikanische Rhythmen treffen auf traditionelle Tuareg-Musik. Ihr fantastisches Debüt hat letztes Jahr allerorts Jubel ausgelöst, sie spielten Shows mit Kurt Vile, Songhoy Blues & Mdou Mocta und es führte sie quer durch Europa, in die USA sowie auch nach China. Das neue Album „Temet“ erscheint am 23. Februar auf City Slang.

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Martin Goldenbaum | Überflieger | Er ist ein chaotischer Charmeur, der Berliner Sänger und Songschreiber Martin Goldenbaum . Er schafft es immer wieder auf´s Neue seine Hörerschaft, mit schrägen, rockigen Popsong zu begeistern und sie mit rauer Stimme und Punkattitüde in den Bann zu ziehen.

Nun liefert der Rockpoet sein neues Album „Überflieger“. Musikalisch kommen Freunde  der Gitarrenmusik á la Beatsteaks, Die Toten Hosen, Frank Turner, Kings of Leon oder Madsen auf ihre Kosten und diejenigen, die den umtriebigen, smarten Goldenbaum noch nicht kennen, werden in ihm auf eines seiner zahlreichen Konzerte, eine absolute Neuentdeckung gewinnen.

Martin Goldenbaum ist mehr als nur Optimist und Überflieger am deutschsprachigen Pop-Himmel. Er schafft mit seiner Musik und Sprache Bilder, die beim Hörer wie ein Film vor dem inneren Auge ablaufen und ihn packend auf eine Reise durch seine Gedankenwelt mitnehmen. Und das alles ohne weinerliche Metaphern, sondern immer klar, phantasievoll  und lebensbejahend.
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Calexico | The Thread That Keeps Us | The Thread That Keeps Us“ ist das neunte Studioalbum von Calexico und landete Ende Jänner auf der Scheibenwelt. Es thematisiert Ängste und das Unbehagen des Lebens in turbulenten Zeiten, während es gleichzeitig auch eine Art kinetische Energie aus dieser Ungewissheit zieht.

Anstatt direkte Protestsongs zu schreiben, erzählt Joey Burns lieber Geschichten. Es ist sowohl eine zeitgemäße Momentaufnahme der in Arizona gegründeten Band, als auch eines zerrissenen Landes. Kein leises Album, sondern eine laute, kraftvolle Silberscheibe, mit dem sich Calexico nach 20 Jahren wieder auf ihre durchaus kantigen Indie-Rock-Wurzeln besinnen.

Produziert wurde wieder mit Craig Schumacher. “There’s a little more chaos and noise in the mix than what we’ve done in the past,” erklärt Burns. Aber keine Sorge, natürlich steckt weiterhin nicht nur Kalifornien, sondern auch Mexico in Calexico und so finden auch wieder Latino- und Cumbia-Elemente ihren Weg in die Songs.

Calexico live in A: 19.3. Linz, Posthof.
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Till Brönner & Dieter Ilg | Nightfall | Es gibt musikalische Konstellationen, die so naheliegend sind, dass sich die Frage aufdrängt, warum sie nicht schon lange Wirklichkeit geworden sind. Eine dieser Konstellationen ist das Duo des Berliner Trompeters Till Brönner und des Freiburger Bassisten Dieter Ilg. Sie sind Geistesverwandte, die auf ihren sehr gegensätzlichen Instrumenten oft das Gleiche wollen, auch wenn sie es auf recht unterschiedliche Weise ausdrücken, womit sie sich wiederum hervorragend ergänzen. Zu hören ist diese wunderbar geglückte Osmose auf ihrem ersten gemeinsamen Album Nightfall.

Nightfall ist ein Debütalbum und im selben Moment die Frucht einer langen, intensiven Zusammenarbeit zweier großer Erzähler. Es ist die entschlossene Überwindung kanonisierter Vorurteile und ein ebenso leidenschaftliches Bekenntnis zur Freiheit und zum Wunder des Jazz. Auch die organische Mischung aus Hemmungslosigkeit und Understatement ist alles andere als alltäglich. Nicht zuletzt setzt das Album im Zeitalter des Perfektionismus einen erfrischenden Kontrapunkt. Voilà!

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Hämatom | Bestie der Freiheit | Die Welt befindet sich im Umbruch. Alles, was uns zu Menschen macht, steht auf dem Spiel. Es werden Stimmen laut, die gegen alle Werte der Menschlichkeit hetzen.

Doch genau diese Stimmen lassen uns aufstehen und kämpfen, denn sie erwecken etwas in uns: Die Bestie der Freiheit. Die genau das verteidigt, was es um jeden Preis zu verteidigen gilt: Die Freiheit der Gedanken, des Wortes, der Kunst und der Liebe.

In 13 Songs, gemeinsam mit Vincent Sorg (Die Toten Hosen, Broilers, In Extremo, uvm.) produziert, liefern uns Hämatom den Soundtrack für den Kampf um das Wertvollste, was uns im Leben bleibt. Die Bestie der Freiheit wurde Ende Jänner freigelassen.

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Len Sander | The Future of Lovers | „The Future of Lovers“ heißt das zweite Album der Schweizer Band Len Sander. Vor gut drei Jahren sorgte das Zürcher Quintett mit seinem Debüt „Phantom Garden“ erst in der Schweiz und schließlich weltweit für Aufsehen. Das befeuerten Hoffnungen der Band, der nächste große Exportschlager der Schweiz zu sein. Und da lagen sie gar nicht so daneben, „Places“ wurde auf Spotify bis heute mehr als 300‘000 mal gestreamt. Live-Shows, vor allem in der Schweiz, aber auch in Österreich, Italien, Deutschland und Tschechien trugen dazu bei, dass nun von Len Sanders zweitem Album Großes erwartet wurde.
Len Sander wären nicht Len Sander, wenn sich die Band dafür nicht voll ins Zeug gelegt hätte: Rund acht Monate Studiozeit in Berlin-Neukölln und Zürich-Leimbach und noch viel mehr Herzblut stecken in „The Future Of Lovers“. Während Gefühle von Verwirrung und Verstörtheit das Debutalbum prägten, sind diese jetzt einer neuen Klarheit gewichen. Ausgeklügelte Arrangements und durch Samples generierte, eigenartige Sounds verleihen dem Album die Komplexität, die für Len Sander charakteristisch ist. Dabei sind die Referenzen an die goldenen 90er Jahre nicht zu überhören. Die experimentelle und moderne Produktion von Al Hug holt „The Future of Lovers“ aber klar ins Jahr 2018 zurück.
Die elf Songs des Albums sind allesamt schillernde Preziosen, eingepackt in ein Gesamtkunstwerk zwischen Kunst, Pop und Storytelling.

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Lil Pump | Lil Pump | Wenn ihr den neusten Entwicklungen im Hip-Hop folgt, dürften euch zwei große Newcomer in den letzten Wochen nicht entgangen: Cardi B an der weiblichen Front und Lil Pump bei den Herren der Schöpfung.

Das renommierte XXL-Mag bezeichnet ihn als „one of the hottest rappers out right now“, und Pitchfork schreibt über die erste Platte des US-Rap-Aufsteigers: „There isn’t a moment on his brisk self-titled debut album where he doesn’t sound completely, endearingly stoked, and that kind of total commitment is all too rare on any rap album.“

Anfang Jänner veröffentlichte Lil Pump – nach seinem Hit „Gucci Gang“, der in puncto Klicks und Streams mittlerweile dreistellige Millionenzahlen verbuchen kann – sein Debutalbum „Lil Pump“, vollgepackt mit 15 starken Songs bringt der 17-jährige aus Miami einen neuen Sound und frischen Wind in die Raplandschaft.

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Camila Cabello | Camila | Mit „Havana“ gelang Camila Cabello einer der großen Hits des Jahres 2017 – nun veröffentlicht die 20-jährige Sängerin ihr erstes Album. „Camila“, so der Titel des Longplayers, ist Mitte Jänner auf der Scheibenwelt eingetrudelt und enthält natürlich den Megahit „Havana“ (feat. Young Thung),der bis auf Platz eins der US Pop Radio Charts vordrängte.

Die (US-)Doppel-Platin-Single ist der bislang größte Hit ihrer Karriere, erreichte auch in Österreich Rang Zwei der Single Charts und konnte sich in den Österreichischen Airplay Charts ziemlich weit vorne platzieren. Zudem wurde „Havana“ in Österreich bereits mit Gold ausgezeichnet. Neben „Havana“ enthält das Album u.a. die bereits vorab erhältlichen Tracks „Never Be The Same” und „Real Friends“.

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Alle vorgestellten Alben gibt’s im Plattenladen ums Eck, aber auch in der Downloaderie deines Vertrauens und bei deinem Internet-Dealer.

Peace bis zur nächsten Reise auf die Scheibenwelt

wünscht dir das Schwarzataler Online Kollektiv

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Coverfotos © Record Companies, unentgeltliche Promotion

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