Gegen 16 Uhr heulten am Donnerstagnachmittag die Sirenen im oberen Schwarzatal Auf dem Lagerplatz einer Schrottverarbeitungsfirma im Gewerbegebiet von Schlöglmühl (Gemeinde Payerbach) war ein Feuer ausgebrochen. Christian W. (28) wurde zur menschlichen Fackel. Der Arbeiter liegt mit schwersten Verbrennungen im Spital.
Die Feuerwehren Schlöglmühl, Küb, Payerbach, Gloggnitz Stadt und die Vetriebsfeuerwehr Huyck Wangner Austria wurden zum Brand auf dem Gewerbebetrieb in Schlöglmühl alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine riesige dunkle Rauchsäule zu sehen. Nach der ersten Erkundung durch Einsatzleiter Richard Pein, wurde umgehend auf Alarmstufe B3 erhöht und die Feuerwehren Reichenau, Gloggnitz Eichberg und Prigglitz nachalarmiert.
Ein Schrotthaufen mit Fahrzeugen und Altmetall mit rund 200 Quadratmetern Fläche und mehreren Metern Höhe brannte lichterloh. Ein Mitarbeiter erlitt laut „Notruf NÖ“ schwere Verbrennungen und musste nach der Erstversorgung vom Notarzthubschrauber C3 aus Wiener Neustadt ins das AKH Wien geflogen werden.
In der Anfangsphase drohte das Feuer auf die angrenzende Halle eines Feuerwerksvertriebs überzugreifen. Durch den massiven Erstangriff von mehreren Seiten konnte ein Übergreifen auf das hochexplosive Lager gerade noch verhindert werden. Aufgrund der extremen Rauchentwicklung konnte im Nahbereich nur unter schweren Atemschutz gelöscht werden. Die Wasserversorgung wurde über eine Zubringerleitung eines Baches, sowie einen Pendelverkehr mit Tankwägen in der Erstphase sichergestellt werden.
Um genügend Atemschutzgeräte Träger vor Ort zu haben, wurden zusätzlich die Feuerwehren Gloggnitz Aue, Schottwien und Enzenreith nachgefordert. Da ein gezielter Löschangriff schwierig war, wurde der Schrotthaufen mit Greifer zerlegt und dann mit Schaum gelöscht.
Schließlich wurde auch die FF Neunkirchen Stadt alarmiert, um zusätzliches Schaummittel einzusetzen. Gegen 19:30 Uhr konnte Brand Aus gegeben werden. Für die Nacht wurde von den drei Payerbacher Gemeindefeuerwehren Schlöglmühl, Küb und Payerbach eine Brandwache gehalten, um ein eventuelles neuerliches Aufflackern rasch reagieren zu können.
Insgesamt standen 13 Feuerwehren mit 170 Florianis und 27 Fahrzeugen im Einsatz. Die Brandursache und die Schadenshöhe ist noch unbekannt. Die Polizei hat die Erhebungen aufgenommen.
Fotos vom Inferno © einsatzdoku.at – Lechner/Geyer