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Michi Polleres holte beim Oceania Open in Perth Bronze

Das Oceania Open im australischen Perth zählt für die Weltrangliste und vor allem für die Olympia-Qualifikation wie ein Grand Prix Turnier. Dem Sieger werden dabei 700 Punkte gutgeschrieben. Michi Polleres holte sich die Bronzemedaille, Aaron Fara eine Verletzung.

Hochmotiviert gingen die beiden vom ÖJV nominierten Wimpassinger Judo-Asse Michi Polleres und Aaron Fara ans Werk. Die in der Klasse bis 70 Kilo topgesetzte Polleres marschierte nach einem Freilos und mit einem Ippon-Sieg für Konterwurf gegen die Dänin Emilie Sook ins Viertelfinale. Dort konnte sie auch Roxane Taeymans aus Belgien mit Ippon bezwingen. Im Halbfinale gegen die deutsche Miriam Butkereit misslang der HSZ-Sportlerin eine Aushebetechnik und landete dabei so unglücklich im Festhaltegriff, dass sie sich nicht mehr befreien konnte. Butkereit gewann diesen Kampf und in Folge auch dieses Turnier. Die Niederösterreicherin hingegen kämpfte gegen die Spanierin Sara Rodriguez um Bronze. Den Sieg und somit dritten Platz fixierte Michi Polleres dann mit einem klaren Waza-ari-Erfolg und sicherte sich somit weitere wertvolle 350 Olympia-Punkte. Dies untermauert ihren derzeitigen zweiten Platz im Olympia-Ranking bis 70 Kilo. 

Michi Polleres sicherte sich mit Bronze wertvolle 350 Olympia-Punkte        

Aaron Fara durfte sich in der Klasse bis 100 Kilo zunächst über ein Freilos freuen. In Runde zwei besiegte er den Brasilianer Lucas Lima bereits nach neun Kampfsekunden eindrucksvoll mit Ippon-Wurf. Im Viertelfinale gegen den Franzosen Cyrille Maret hielt der Wimpassinger den Kampf lange offen, verlor aber kurz vor Kampfende durch Ippon. Der Franzose wurde in Folge Dritter und Aaron musste in die Hoffnungsrunde. Mit einem neuerlichen raschen Ipponsieg nach nur 20 Kampfsekunden stand der HSZ-Athlet im Bronzekampf nun dem Dänen Mathias Madsen gegenüber. Aaron suchte wieder die rasche Entscheidung mit Körperwurf. Dabei wurde er aber so ausgekontert, dass er über seinen eigenen Nacken gerollt wurde. Im Anschluss blieb er kurzfristig bewusstlos liegen. Der Kampf wurde sofort abgebrochen, und der Däne zum Sieger erklärt.

Die anschließenden Untersuchungen ergaben zum Glück Entwarnung – keine Wirbel-Verletzung. „Aaron hatte Glück, die Probleme sind rein muskulär, das kriegen wir wieder hin“, beruhigt Trainer Adi Zeltner. Ein bis zwei Wochen Judo-Pause und Therapien sollten ihn bis zu seinem nächsten Einsatz beim Grand Slam im japanischen Osaka Ende November wieder voll einsatzfähig machen. Der erreichte fünfte Platz bringt dem Niederösterreicher jedenfalls wertvolle 252 Olympia-Punkte, womit er derzeit auf Rang 30 liegt und somit über die kontinentale Quote qualifiziert wäre.

Foto: JCW Sparkasse

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