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★ ★ ★ DER SCHWARZATALER TiPP AUS DER SCHEiBENWELT ★

☮ JONAS KAUFMANN ♫ OTELLO

Seit seinem Debüt an der Metropolitan Opera New York in „La Traviata“ vor 14 Jahren gehört Jonas Kaufmann zu den Topstars der Klassik. Für viele ist er „der neue König der Tenöre“. Jonas Kaufmanns neues Album ist eine Gesamteinspielung von Verdis spätem Meisterwerk Otello, dem Mount Everest der Tenöre Die Aufnahme, die in intensiver zweiwöchiger Arbeit im vergangenen Sommer in Rom entstand, ist ein weiteres Beispiel für die Partnerschaft des Tenors mit Antonio Pappano, der bereits Kaufmanns Rollendebüt an Covent Garden dirigiert hatte.

Der Münchner Tenorsänger absolvierte in seiner Heimatstadt ein Gesangsstudium, außerdem besuchte er Meisterkurse bei Hans Hotter, James King und Josef Metternich. Während seiner ersten Bühnenjahre am Staatstheater Saarbrücken setzte er seine Ausbildung bei Michael Rhodes in Trier fort. Nach Engagements in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Mailand ging Kaufmann 2001 an die Züricher Oper. Von dort aus begann seine internationale Karriere, mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen, an der Lyric Opera Chicago, der Pariser Oper, der Covent Garden Opera in London, der Mailänder Scala, der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, der Wiener Staatsoper und der Met in New York. 2010 gab der Tenor sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen, als Lohengrin in der Aufsehen erregenden Inszenierung von Hans Neuenfels.

Das aktuelle Meisterwerk von Jonas Kaufmann: Verdis Otello

Kaufmann ist im italienischen und französischen Repertoire international genauso gefragt wie im deutschen. Er hat Massenets Werther in Paris und Wien, Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ in London, an der Met und der Scala gesungen. Seine intensive Darstellung des José in Bizets „Carmen“ hat Zuschauer bei den Salzburger Festspielen 2012 unter der Leitung von Simon Rattle begeistert. Jener Festspielsommer brachte außerdem sein Rollendebüt als Bacchus in „Ariadne auf Naxos“ und ein spektakuläres Einspringen in der „Bohème“-Produktion mit Anna Netrebko. Die Liste seiner Auftritte und internationalen Engagements ist lang…

Zum Start der Saison 2019/20 gab Kaufmann im September vier Vorstellungen als Otello in München. Im November und Dezember 2019 gestaltete er eine der anspruchsvollsten Partien des Tenor-Repertoires, den Paul in der Münchner Neuproduktion von Korngolds „Die Tote Stadt“. Nach einer Konzerttournee mit seinem Wien-Programm im Januar verkörperte Jonas Kaufmann den Florestan in einer Neuproduktion von „Fidelio“ in London (Dirigent: Antonio Pappano). Die geplanten konzertanten Aufführungen des Dritten Aktes von Wagners „Tristan“ in Boston und an der Carnegie Hall in New York (April) wurden, ebenso die Aufführungen der „Walküre“ in Paris, in Folge der C-19-Problematik verschoben.

Jonas Kaufmann über seine Rolle als Otello: „Diese Farben, dieses Feuer, diese Leidenschaft, mit der sich Otello in seinen Verdacht hineinsteigert bis zur Weißglut. Es ist halt von Anfang bis Ende ein Stück, das einen emotional sehr fordert. Doch sobald man Stimme und Emotionen unter Kontrolle hat, ist es fantastisch zu singen.“

Kaufmanns Vielseitigkeit ist auf zahlreichen CDs und DVDs dokumentiert, von denen viele mit internationalen Preisen wie dem „Gramophone Award“ ausgezeichnet wurden. Mehrmals wurde er zum „Sänger des Jahres“ gewählt, so von der Redaktion der Fachzeitschrift „Opernwelt“, der Klassik-Magazine „Diapason“ und „Musical America“ wie auch von den Jurys der „International Opera Awards“ und des „ECHO Klassik“. 2013 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt, 2014 erhielt er den Bambi in der Kategorie „Klassische Musik“, 2015 den Premio Puccini, 2016 das Deutsche Bundesverdienstkreuz.

★ ★ ★ Jonas Kaufmann skizziert hier als Appetizer für DiCH die Entstehungsgeschichte seines neuen Albums https://www.youtube.com/watch?v=3Et5tlSbYFg&feature=emb_logo

Fotos: Gregor Hohenberg, Sony Classical

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