Schwarzataler Online
Kopierinsel - 200x200

Michaela Polleres nach C-19-Zwangspause gleich wieder auf dem Siegespodest

Es war die erste Möglichkeit nach acht Monaten Coronapause wieder Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln und Michaela Polleres vom JC Wimpassing Sparkasse nutze die Chance beim Grand Slam in Budapest. Sie kämpfte sich beim Re-Start der IJF-World-Tour mit Bronze gleich wieder aufs Siegespodest.

Michi Polleres, die aktuelle Nummer Fünf der Weltrangliste, stand nach einem Freilos und zwei Siegen über die Polin Katarzyna Sobierajska und Assmaa Niang aus Marokko als Poolsiegerin im Halbfinale ihrer Klasse. Dort musste sie sich der WM-Dritten von 2019, der Französin Margaux Pinot, kurz vor Kampfende geschlagen geben.

Michi Polleres (blau) sicherte sich in Budapest mit dem Sieg über die Französin und regierende Weltmeisterin Marie Eve Gahie (weiß) verdient die Bronzemedaille.

Somit war Michi Polleres automatisch für den Bronzekampf qualifiziert und traf auf niemand Geringeren als auf die Französin Marie Eve Gahie, die regierende Weltmeisterin und derzeitige Nummer Eins in der Gewichtsklasse bis 70 Kilo. Die HSZ-Seebenstein Athletin ging sehr aktiv und zielstrebig ans Werk und konnte Gahie sensationell mit Waza-ari für Gegendrehtechnik besiegen. Sie sicherte sich somit verdient Bronze und zugleich ihre bereits dritte Grand Slam Medaille.

„Dieser Sieg um Bronze gegen Marie Eve Gahie zählt für mich richtig viel – die Weltmeisterin und Nummer Eins der Welt bei einem Grand-Slam-Turnier um die Medaille zu schlagen, das gelingt einem nicht alle Tage“, strahlte eine überglückliche Michaela Polleres.

Auch Clubkollege Lukas Reiter (bis 73 Kilo) zeigte eine besonders starke Kampfleistung und zeigte in Budapest deutlich auf. Gleich im ersten Kampf bezwang er die Nummer Sechs der Welt Tohar Butbul aus Israel und warf diesen somit aus dem Bewerb. Im Achtelfinale sorgte Lukas Reiter für einen weiteren Ippon-Sieg gegen den Kasachen Zhansay Smagulov, Grand Slam Zweiter von Paris 2020, durch Festhaltegriff. Im Viertelfinale folgte nach ausgeglichenem Kampf kurz vor Ende eine Ippon-Niederlage gegen die Nummer Sieben der Welt Tommy Macias aus Schween durch Armhebel. 

Lukas Reiter (blau) kämpfte trotz Rückenverletzung verbissen und erreichte den starken siebenten Rang.

In der entscheidenden Begegnung um den Einzug zum Bronzekampf gegen Brasilia Grand Slam Sieger 2019 Musa Mogushkov aus Russland konnte Luki zwar mit Halbpunkt in Führung gehen, verlor aber dann doch noch mit Ippon. Am Ende war es ein starker Rang Sieben und ein deutliches Lebenszeichen des Niederösterreichers. „Lukas hat sich leider gleich im ersten Kampf eine Rückenverletzung zugezogen, konnte nur mit Schmerzmittel weitermachen, umso beachtlicher seine Leistung. Wir hoffen, dass wir ihn bald wieder fit bekommen“, berichtet Trainer Adi Zeltner. Aaron Fara scheiterte in seinem Auftaktkampf in der Klasse bis 100 Kilo gegen den Franzosen Cedric Olivar durch Kontertechnik.

Michi Polleres und Luki Reiter sorgten dafür, dass der JC Wimpassing Sparkasse in Budapest der mit Abstand erfolgreichste Club Österreichs war.

Die Grand Slam Bronze-Medaille von Michi Polleres war zugleich die einzige Medaille bei diesem Bewerb für Österreich. Der JC Wimpassing Sparkasse war mit einer Bronzemedaille und einem Platz Sieben der mit Abstand erfolgreichste Club Österreichs.

Fotos: Judo Federation International, JC Wimpassing

Schreibe einen Kommentar