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‚Annie Oakley‘ aus Oklahoma bringen Indie-Folk mit dem gewissen Gänsehaut-Effekt

Stell dir vor, Simon & Garfunkel vereinigen sich mit Phoebe Bridgers und verwandeln sich in eineiige Zwillinge. Klingt schräg, aber das sind Annie Oakley, die 23 jährigen Zwillingsschwestern Sophia und Jo Babb aus Oklahoma, USA. Ihre Debüt LP ‚Second Day Of Spring‘ landete kürzlich wohlklingend auf der Scheibenwelt und erzählt viel von der einzigartigen und von Schicksalsschlägen gezeichneten Kindheit der Zwillinge. Die Indie-Folk-Platte ist ein einziger Heilprozess, mit dem Potenzial, viele melancholische Seelen da draußen zu heilen. Darüber hinaus stellt sie zwei brillante Songwriterinnen vor, mit Stimmen die sich so leicht anfühlen, und mit hypnotisierenden Blicken, die in den Bann ziehen.

Annie Oakley können ganz besondere Dinge. Zum Beispiel Lieder schreiben. Singen. Und das Leben beim Schopf zu packen und sich sein eigenes Glück schmieden – denn darauf zu warten, wäre viel zu einfach. Einige Schicksalsschlägewie der Selbstmord des Vaters und Probleme mit der Familie, trieben sie dazu an, ihr Debutalbum ‚Second Day of Spring‘ zu produzieren.

Songs von Annie Oakley, eine Tasse Tee und das passende Räucherstäbchen dazu, wirken wie eine Sitzung beim Psychologen oder ein höchst-therapeutisches Gespräch mit dem/der besten FreundIn. Die Akustikgitarre gibt vor, die Stimme zieht nach, die Texte vollenden. Was man dann zu hören bekommt, berührt. Es tut weh, es erregt Mitleid, jedoch konvertieren vermeintlich schlechte Gefühle in Gute. Denn eines ist klar: Ja, das Leben kann manchmal sehr gemein, unberechenbar und oft schwer nachvollziehbar sein, aber am Ende liegt es immer an einem selbst, das Beste darauszu machen, den Ball flach zu halten und nach vorne zu blicken.

Die 23-jährigen Zwillingsschwestern Sophia und Jo Babb sind Annie Oakley. Das Duo aus Oklahoma veröffentlichte kürzlich sein Debüt-Album ‚Second Day Of Spring‘.

Worte, die wohl jeder schon gehört hat, meistens wohl ungern. Deshalb verpackt das Duo genau diese Message in ihre Songs, um den Sinn des Lebens, nämlich leben, greifbarer und zugänglicher zu machen. Man merkt richtig, wie gut es ihnen selbst tut, das Leben zu beschreiben und auf CD zu pressen. Musik ist eben immer noch das schönste Ventil der Welt.

Prädikat: sehr hörenswert!

Fotos: Francesca McConnell, Rola Music

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