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Dolmetschen über Video in der Psychiatrie in Neunkirchen

Nicht-deutschsprachige PatientInnen haben im Krankenhaus oft Schwierigkeiten, der Ärztin oder dem Arzt ihre Beschwerden mitzuteilen – doch die medizinische Behandlung sollte nicht unter fehlenden Sprachkenntnissen leiden. Die Psychiatrische Ambulanz des Landesklinikums Neunkirchen beteiligt sich an einem 1,5-jährigen Pilotprojekt, das den Kontakt mit DolmetscherInnen über Video ermöglicht.

Österreichweit beteiligen sich an dem Projekt „Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ zehn niedergelassene Ärzte sowie elf Ambulanzen – eine davon ist die Psychiatrie in Neunkirchen. Der Vorstand der Abteilung Primarius Helmut Jelem betont, wie wichtig das Projekt ist: „Die medizinische Behandlung kann nur dann gut funktionieren, wenn die Kommunikation zwischen Patientin bzw. Patient und Ärztin bzw. Arzt klappt. Das Dolmetschprojekt setzt hier an, und verhindert Missverständnisse.“

Leiter Heinz Haberhauer, Primarius Helmut Jelem, Direktor Johann Ungersböck (v.l.)

Momentan befindet sich das Projekt in einer sechsmonatigen Testphase. Vorerst werden die Sprachen Türkisch, Bosnisch, Serbisch, Kroatisch, sowie Gebärdensprache angeboten. Langfristig ist auch eine Ausweitung des Sprachenangebots geplant. Von 6 bis 22 Uhr steht täglich ein speziell für den Gesundheitsbereich geschulter Dolmetscher on demand zur Verfügung, der zum Patientengespräch live zugeschaltet wird. Der Dolmetschservice für Österreichische Gebärdensprache ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr verfügbar.

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