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Lukas Reiter bestätigt seine starke Form mit Rang sieben bei der Judo-EM in Prag

Prag, die Hauptstadt der tschechischen Republik, war vom 19. bis 21. November Austragungsort der heurigen Judo-Europameisterschaften der Allgemeinen Klasse. Auch hier galten wieder – wie schon bei den vorherigen Bewerben – höchste Covid-19-Auflagen mit gleich drei PCR-Tests im Vorfeld des Bewerbs und nur eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten für Betreuer und Fans. Drei der zehn österreichischen EM-StarterInnen wurden vom Judo Club Wimpassing Sparkasse gestellt. Bei den Damen ging Michi Polleres in der Klasse bis 70 Kilo ins Rennen. Bei den Herren kämpften Lukas Reiter in der Klasse bis 73 Kilo und Aaron Fara (bis -100 Kilo) für Österreich um Medaillen und zugleich wichtige Punkte in der laufenden Olympia-Qualifikation.                           

Lukas Reiter (Nummer 45 in der Weltrangliste) konnte, wie schon vor zwei Jahren in Warschau, seine Stärke ausspielen und erreichte zum zweiten Mal den sehr guten siebenten EM-Rang im End-Klassement. Dabei war sein Los mit vier Weltklasse-Kämpfern hintereinander alles andere als einfach. Nach einem Freilos traf er in Runde zwei auf den Drittplatzierten des heurigen Grand Prix von Tel Aviv, den 29. in der Weltrangliste Artem Khomula aus der Ukraine, den er sicher mit Halbpunkt für Kontertechnik besiegen konnte. Bereits im darauffolgenden Achtelfinale stand ihm der auf Nummer zwei gesetzte Türke Bilal Ciloglu (Fünfter in der Weltrangliste) gegenüber. Lukas kämpfte frech und beherzt und konnte den mehrfachen Grand Slam Sieger schließlich in der Golden Score Überzeit mit überraschendem Abtauch-Schulterwurf bezwingen. „Das war eine echte Weltklasseleistung“, freute sich Cheftrainer Adi Zeltner mit seinem Schützling.

Lukas Reiter (blau) konnte seine Stärke ausspielen und erreichte den sehr guten siebenten EM-Rang im End-Klassement.

Der nächste Gegner Victor Sterpo entpuppte sich als äußerst unangenehm. Der Heeres-Sport-Zentrum-Seebenstein-Athlet kam mit dem Moldawier nur schwer zurecht und unterlag nach hartem Fight in der Verlängerung durch ‚Bärenwurf‘ und musste in die Hoffnungsrunde. Der Moldawier wurde in Folge Europameister. Im Kampf um den Einzug zum Bronzekampf war dann mit dem Weltranglistensechsten Tommy Macias der European Games Sieger von Minsk 2019 sein nächster hochkarätiger Gegner. Der Minsk-Sieger konnte sich mit Kontertechnik durchsetzen und holte im sicher EM-Bronze. Lukas Reiter landete mit seinen starken Leistungen schließlich auf dem sehr guten siebenten EM-Rang und nimmt wichtige Olympiapunkte mit nach Hause. „Lukas ist am richtigen Weg, er kann immer wieder auch absolute Top-Leute schlagen. Eigentlich wäre da heute noch mehr möglich gewesen, sogar eine Medaille“, analysierte Bundestrainer Patrick Rusch.

Gleich in der ersten Runde war dieses Mal leider Schluss für Österreichs Medaillenhoffnung Michaela Polleres. Die 23-jährige Sporthilfe-Athletin unterlag überraschend der Slowenin Anka Pogacnik mit Waza-ari. Es war im dritten Aufeinandertreffen die erste Niederlage für die Weltranglisten-Vierte aus Wimpassing. Und der Wimpassinger 100 Kilo-Hüne Aaron Fara bekam es gleich im ersten Kampf mit Vize-Olympia-Sieger Elmar Gasimov zu tun. Der Aserbaidschaner ist derzeit noch eine Nummer zu groß und besiegte Aaron etwa zur Halbzeit des Kampfes mit einem Konterwurf.

Foto: Judo Club Wimpassing Sparkasse

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