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Alice Cooper’s neues Album ist eine Hommage an seine Heimatstadt

Der legendäre Schockrocker Alice Cooper hat seine Fans lange warten lassen, aber nun ist es endlich soweit: Sein neues Studioalbum ‚Detroit Stories‘ ist amvergangenen Freitag bei earMUSIC erscheinen. ‚Detroit Stories‘ ist nach der Stadt benannt, in der die Erfolgsgeschichte von Alice Cooper begann. Soundtechnisch folgt das Album der ‚Breadcrumbs‘-EP, die im vergangenen Jahr erschien. ‚Detroit Stories‘ ist eine Hommage an die Stadt, in der die Karriere von Alice Cooper einst ihren Anlauf nahm.

Alles begann im Jahr 1970, als Bob Ezrin, damals ein erst noch flügge werdender, aufstrebender Musikproduzent, ein Farmhaus am Stadtrand von Detroit aufsuchte, um mit der Band um Alice Cooper zu arbeiten. Diese hatte Los Angeles hinter sich gelassen, da sie das Gegenteil der dortigen Flower-Power- und Hippie-Szene mit ihren Idealen von Liebe und Frieden verkörperte. Alice Cooper scharte seine deutlich düstere Gang in Detroit um sich; in der Stadt, in der nicht nur er selbst, sondern auch Genres wie Hard Rock, Garage Rock, Soul, Funk und Punk geboren wurden.

‚Detroit Stories‘ erschien am 26. Februar auf der Scheibenwelt als CD, CD+DVD Digipak, CD Box Set (mit CD, Blu-ray, T-Shirt, Mund-Nasen-Schutz, Taschenlampe und 3 Stickern) und 2LP Gatefold bei earMUSIC.

Was folgte, war viel harte Arbeit: täglich zehn Stunden arbeitete Bob Ezrin zusammen mit der Band daran, deren Signature-Sound zu definieren. Sobald sie einen Song perfektioniert hatten, schallte lauter Applaus aus der Psychiatrie von der anderen Straßenseite. So entstand der klassische Alice Cooper-Sound, wie ihn heute alle kennen.

Detroit war wirklich der beste Ort für Heavy Rock”, erinnert sich Alice, „Im Eastown zum Beispiel konnte man an einem Abend Alice Cooper, Ted Nugent, The Stooges und The Who sehen, und das alles für vier Dollar! Dann am nächsten Wochenende im Grande standen MC5, Brownsville Station und Fleetwood Mac auf der Bühne, oder auch Savoy Brown und die Small Faces. Als Soft-Rock-Band hatte man damals da echt nichts verloren.”

Los Angeles hatte einen eigenen Sound mit The Doors, Love und Buffalo Springfield”, fügt Alice hinzu, „In San Francisco gab es The Grateful Dead und Jefferson Airplane. In New York The Rascals und The Velvet Underground. Aber in Detroit wurde wütender Hard Rock geboren. Alice Cooper mit dem gitarren-lastigen Hard-Rock-Sound und der krassen Bühnenshow hat einfach nirgendwo in den USA reingepasst, weder musikalisch noch imagetechnisch. Detroit war der einzige Ort, an dem Außenseiter wie wir reinpassten. Und als die Leute noch rausfanden, dass ich im Osten von Detroit geboren wurde… waren wir zu Hause angekommen.”

50 Jahre später nahmen Alice und Ezrin in einem Studio in Detroit gemeinsam mit einer Vielzahl legendärer Detroiter Musikern das Album ‚Detroit Stories‘ auf und lassen damit den Geist der Motorcity wieder aufleben. Wenn die ‚Breadcrumbs‘-EP im Vorjahr den Weg geebnet hat, dann braust ‚Detroit Stories‘ wie ein amerikanisches Muscle Car direkt über die Woodward Avenue in die Herzen der Fans.

Aufgenommen haben wir mit Wayne Kramer (Gitarrist und Songwriter von den MC5), Johnny “Bee” Badanjek (Schlagzeuger bei den legendären Detroit Wheels), Paul Randolph (legendärer Jazz- und R&B-Bassist aus Detroit), den Motor City Horns und anderen lokalen Musikern”, schildert Ezrin, „Wir erhielten auch musikalische Ideen und Unterstützung von John Varvatos und von den Leuten bei Shinola. Außerdem konnten wir in den Rustbelt Studios in Royal Oak aufnehmen. Dieses Album wurde wirklich IN Detroit FÜR Detroit und VON Detroitern gemacht!”

Allerdings dürfen sich auch Fans von Außerhalb der Motorcity über das neue Album freuen. Schließlich bringen DVD und Blu-Ray die unglaubliche Liveshow „A Paranormal Evening At The Olympia Paris” zum ersten Mal auf Video. Da Konzerte und die gesamte Live-Szene durch die Corona-Hysterie aktuell mehr als brachliegen, möchte Alice Cooper sich und seinen Fans die Wartezeit bis zur nächsten Tour mit dieser aktuellen Liveshow etwas verkürzen.

Thanx Alice!

Fotos: Jenny Risher, earMUSIC, Promotion

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