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‚Calm down, it’s over‘ – der Wiener Musiker Eugene Delta lädt zur kleinen Apokalypse und retour

Emanuel Donner ist Eugene Delta – der Wiener Multi-Instrumentalist, der gerne in Gewässern des magischen Realismus badet und mit Liebe zum Detail an verzerrten, mitreißenden Sounds und Lyrics arbeitet. Gegründet 2017, landete nach der EP ‚Black Dogs‘ kürzlich Eugene Deltas Debüt-Album ‚Calm down, it’s over‘ auf der Scheibenwelt. Eugene Delta beschert uns eine intensive, in zwölf Songs verwobene Auseinandersetzung mit dem Ende: Das reicht vom kleinen, persönlichen – wie dem Ende einer Sommeraffäre, die man selbst zu ernst genommen hat oder dem Ende oder Nicht-enden-wollen eines Traumes und über den Verlust eines nahestehenden Menschen bis hin zur omnipräsenten Gefahr – zum Weltuntergang, zur (Post-)Apokalypse.

Es ist die ständige Konfrontation mit Dingen die enden oder der Angst davor, dem Nicht-wahrhaben-wollen – vielleicht auch dem Nicht-zulassen – dass etwas endet. Die Zeile Calm down, it’s over – it doesn’t feel over taucht an unterschiedlichen Stellen des Albums immer wieder auf, um schlussendlich erlösend als Calm down, it’s over unerwidert stehenbleiben zu dürfen. Dabei ist das Album eine Gratwanderung zwischen verdrossenem Realitätsverständnis und phantastischen Gedankenspielen. Quasi dystopische Realität vs. utopische Phantasie.

Calm Down, It’s Over ist ein warnendes Orakel. Ein Wink mit der Waveform, ein Echo aus der Zukunft, von was wohl passiert sein wird, wenn wir so weiter gemacht haben werden, wie bis hierher. Das inhaltliche Spektrum widerspiegelt die musikalische Bandbreite – von voller Bandbesetzung inklusive sphärischer Synths, Bläser- und Streichersätze bis hin zum einsamen Singer-Songwriter.

Emanuel Donner landete als Eugene Delta sein Debüt-Album ‚Calm down, it’s over‘ auf der Scheibenwelt.

Für das Einspielen der Bläsersätze konnten die Bläser von ‚Federspiel‘ gewonnen werden, weiters spielten Florian Nemeth (Schlagzeug) und sangen Patricia Ziegler (Bitten By) und Anna-Laura Schreilechner.

Fotos: Laurin Naschberger, Werk Music

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