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New Model Army Frontman Justin Sullivan entführt dich mit seinem Solo-Album zum Südpol

Seit seinem gefeierten Debüt-Album ‚Navigating By The Stars‘ sind schon wieder achtzehn Jahre über die Scheibenwelt gezogen. Jetzt hat der New Model Army Frontman Justin Sulliven mit ‚Surrounded‘ eine Sammlung von sechzehn neuen Songs auf der Scheibenwelt deponiert. Die Texte spiegeln Justins Gedanken und Emotionen in den ersten Wochen des Lockdowns im vergangenen Jahr wider. Allesamt großartige Kompositionen, die Sullivans Liebe zum Geschichten erzählen, zu weiten Landschaften und unvergesslichen Atmosphären verdeutlichen.

Größtenteils zu Hause aufgenommen, enthält das Album auch Beiträge von Gast-Musikern, darunter Jon Thorne am Bass (Lamb), an der Harfe Tom Moth (Florence and the Machine – und Bruder des NMA-Bassisten Ceri Monger), sowie Streicherarrangements der befreundeten Komponisten Tobias Unterberg, Henning Nugel und Shir-Ran Yinon. Ebenfalls zu hören sind die aktuellen Mitglieder von New Model Army. Das Album wurde von Lee Smith in den Greenmount Studios in Leeds abgemischt, dem Co-Produzenten der letzten Alben von New Model Army, darunter auch ihr 2019er Erfolgsalbum ‚From Here‘, mit dem die Band ihre bislang höchste Chartplatzierungen weltweit erzielte.

New Model Army Frontman Justin Sulliven hat mit ‚Surrounded‘ eine Sammlung von sechzehn neuen Songs auf die Scheibe gebracht.

“Ich war immer fasziniert von der Kombination aus Gewalt und Schönheit in der Kunst, weil das wohl die zugrundeliegende Wahrheit der Natur ist. So nehme ich die Welt wahr – und fast alles, was ich schreibe steht im Bezug zu Bildern, die der Natur entspringen”, skizziert Justin Sullivan und detailliert, „Manchmal bin ich an Orten, wo die Atmosphäre und die Geister der Vergangenheit alles überdecken zu scheinen, was in der Gegenwart passiert. Dann nehme ich mein Notizbuch und schreibe alle Impressionen auf – Geschichten, Licht, Wetter, Geographie und dieses seltsame Gefühl, wenn die Zeit komplett flüssig zu sein scheint. Als ‚Unforgiven‘ entstand, habe ich all diese grob aufgeschriebenen Ideen ein paar Monate später zu Hause gefunden und dann geht es einfach nur darum, sich an die Ereignisse und an diese Gefühle, die man an dem Ort hatte zu erinnern und zusammenzufügen.” Es kann so einfach sein…

Das Ergebnis ist eine atemberaubende und emotionale Komposition. “Musikalisch habe ich bei ‚Unforgiven‘ etwas herumprobiert, um herauszufinden, welche Instrumentierung ich in welchem Maße nutzen wollte”, erinnert sich Justin Sullivan, “Und am Ende habe ich mich für die einfachen Gitarrenriffs entschieden, die im Song sehr prominent vertreten sind. Hinzu kamen Jon Thornes Bass, Henning Nugels Orchestrierung und ein bisschen Percussion, um diese Weite und Schönheit sowie unterschwellige Gewalt der beschriebenen Landschaft darzustellen.”

Die Geschichten insbesondere von Antarktis-Abenteurern hat Justin Sullivan stets in iohren Bann geschlagen – und das hat sich in seinen Kompositionen immer wieder niedergeschlagen.

„Die Geschichten der Polar- und speziell die Antarktis-Abenteurer zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben mich schon immer fasziniert. Auf meinem ersten Soloalbum wird mit ‚Ocean Rising‘ zum Teil die Geschichte von Ernest Shackletons epischer Reise von Elephant Island nach Südgeorgien erzählt. Das finale Rennen um den Südpol zwischen Robert Scott und Roald Amundsen ist eine weitere faszinierende Geschichte. Der in England aufgewachsene Scott und sein ‚edles, tragisches‘ Scheitern ist eine Geschichte, die in der nationalen Mythologie großgeschrieben wird, aber der andere Mann, ein wirklich bemerkenswerter Entdecker, wird selten gewürdigt. Der Kampf darum, wer welche Version einer Geschichte erzählen darf, ist in diesen Zeiten der ‚Kulturkriege‘ sehr relevant, aber der Titel ist eher eine einfache Studie des Mannes selbst … ich hoffe, ich habe ihm gerecht werden können“, wünscht sich Justin Sullivan.

Fotos: earMUSIC, Thibaut Lafaye

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