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Amyl & The Sniffers bringen rasanten Punkrock von Down Under auf die Scheibenwelt

Alle die es schon mal auf einem der verschwitzt-hitzigen Shows von Amyl And The Sniffers durch den Moshpit getrieben hat, wissen wieviel Energie sich bei der australischen Band um die Derwischin Amy Taylor in einem Corona-Jahr ohne Konzerte aufgestaut hat. Diese geballte Ladung Punkrock entlädt sich nun auf ihrem neuen Album Comfort To Me, das heute auf der Scheibenwelt landete. Bestes Vollgas für die Ohren aus Down Under.

Ende des Vorjahres zog es Amyl And The Sniffers mit dem Produzenten Dan Luscombe ins Studio, wo sie das – zuvor über ein Jahr zuhause entwickelte – Album aufnahmen. Die Einflüsse sind dabei weitreichend: angefangen von Old-School Rock’n’Roll a lá AC/DC, Rose Tattoo, Motörhead und Wendy O Williams, über modernen Hardcore von Warthog und Power Trip bis hin zu den lokalen Helden, speziell Coloured Balls und Cosmic Psychos. Für die Lyrics ließ sich Frontfrau Amyl Taylor hingegen von ihren Rap-Idolen und Garage Bands inspirieren. Aus siebzehn aufgenommenen Songs fanden letztlich dreizehn ihren Weg auf das gelungene Album, das von Nick Launay, der schon mit Nick Cave, IDLES und den Yeah Yeah Yeahs zusammenarbeitete, gemixt und von Bernie Grundman – hatte bereits Michael Jackson, Prince und Dr. Dre in seiner Agenda – gemastert wurde.

Rasant kommt der stürmische Punkrock der australischen Urgewalt um Amyl Taylor daher.

Nachdem sie zuvor zwei Jahre ununterbrochen auf Tour waren, eingepfercht in einem Mini-Van, zwang die Pandemie die Band dazu, ein weiteres Jahr auf engsten Raum zu leben. Wie eine Familie lebte man in einer kleinen Mietwohnung mit giftgrünen Wänden in Melbourne. Das war mitunter schön, weil alle Bandmitglieder beste Freunde sind, aber nervte auch immer wieder, weil man niemanden anderen treffen durfte – zumindest hatten die Vier reichlich Zeit, um an neuen Songs zu arbeiten. In einem kleinen Fenster zwischen den strikten australischen Lockdowns ging die Band in ihren Proberaum, um die Songs mit vollem Equipment zu proben und gleich danach ins Studio, um sie möglichst schnell einzuspielen, ehe der nächste Lockdown ausgerufen wurde.

Amyl and the Sniffers können es kaum erwarten, endlich wieder auf unsere Konzertbühnen losgelassen zu werden.

Fotos: Beggars Group, Jamie Wdziekonski

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