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Der sizilianische Cantautore Pippo Pollina veröffentlicht mit „Canzoni Segrete“ ein stimmig-schönes Album

Am gestrigen Freitag landete „Canzoni Segrete„, das neue Album des in Palermo (IT) geborenen und in Zürich (CH) lebenden Cantautore (=Singer-Songwriter) Pippo Pollina, auf der Scheibenwelt. Pollina arbeitete bereits mit Konstantin Wecker, Rebekka Bakken, Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und vielen anderen KollegInnen musikalisch zusammen. Auf seiner neuen Silberscheibe wurde der Sänger von gut zwei Dutzend MusikerInnen unterstützt. Pippo Pollina jubelt und räsoniert, plaudert und reflektiert, mit rauer und zugleich sonorer Stimme seine ‚geheimen Lieder‘, manchmal einen Hauch lakonisch, aber nie ohne die grundlegende Ehrfurcht gegenüber der Schönheit der Klänge und der Kraft der Kunst. Liveauftritte stehen auf dem Plan. Die Details findest du unten.

Mitte der Achtzigerjahre reiste Pippo Pollina durch die Fußgängerzonen Europas, sang seine Songs auf der Straße und wurde eines Tages in Luzern vom Liedermacher Linard Bardill angesprochen. Er nahm den jungen Mann mit ins Studio, was wiederum dessen Leben ziemlich umkrempelte. Pollina traf auf Gleichgesinnte, Konstantin Wecker zum Bespiel, später auch Werner Schmidbauer und Martin Kälberer, mit denen er sich zu musikalischen Teams zusammenschloss. Aus dem Straßenmusikanten wurde ein Cantautore mit zahlreichen eigenen Alben, ein Liedpoet mit Wurzeln im Süden und neuer Heimat in Zürich, der die Magie des Mediterranen ebenso besang wie die Rastlosigkeit und Fehlbarkeit des Menschen.

Auf „Canzoni Segrete“ wird der Cantautore Pippo Pollina von gut zwei Dutzend KollegInnen musikalisch unterstützt.

Impulse kamen also von vielen Seiten, von Freunden und Kontrahenten, vor allem vom Leben selbst: „Ich bin in diesem Jahr 58 Jahre alt geworden und in einer Phase, wo sich einiges ändert. Die ersten Freunde verabschieden sich, ebenso die Eltern, man fängt an, nicht Bilanz zu ziehen, aber andere Fragen wahrzunehmen, die sich stellen. Die Perspektiven ändern sich. Sich neu finden bedeutet aber zunächst, sich von dem Leben zu verabschieden, das man bisher geführt hat.“ – Und deshalb singt Pippo Pollina weiter, Canzoni segrete über die Kraft der Musik und die Folgen des Wohlstands, über die seltsame Pandemie und die veränderten Leidenschaften, über Träume, Hoffnungen, Enttäuschungen. Die Lieder haben – wie etwa Leo, ein Song der schon 1994 als Adaption einer französischen Vorlage von George Moustaki entstand – ihre Wurzeln in den vergangenen Jahrzehnten.

Mitte der Achtzigerjahre reiste Pippo Pollina durch die Fußgängerzonen Europas. Heute ist der Sizilianer in der Musikwelt gefragt. Legendär sein Solokonzert am Redbull Ring im steirischen Spielberg, damals im Jahr 2018.

Geholfen haben ihm rund zwei Dutzend MusikerInnen, wie der Multiinstrumentalist Martin Kälberer, der auch als Produzent und Co-Arrangeur fungierte, die Gitarristen Jean Pierre von Dach und Titus Vollmer, der Bassist Alex Klier und der Schlagzeuger Leonardo Guadarrama. Außerdem hört man Streicher und verschiedene Bläser, Mundharmonika und Akkordeon, stellenweise auch einen wuchtig pathetischen Männerchor. Pippo Pollina schuf ein anspruchsvolles, ausgereiftes und in sich stimmiges Album, das der Singer-Songwriter von Anfang 2022 an bis zum großen Finale im August 2023 in der Arena von Verona auch auf die Bühnen bringen will.  

PiPPO POLLiNA LiVE iN ÖSTERREiCH

12.05.22 > IMST, Glenthof

30.09.22 > SALZBURG, Szene Salzburg

Einige Präsentationskonzerte waren für Jänner und Februar in Österreich geplant, vier mussten vorerst aus den bekannten Gründen abgesagt werden – momentan stehen noch Imst und Salzburg auf dem Plan. Neue Termine für die abgesagten Konzerte in Wien, Linz, Braunau und Bludenz stehen noch nicht fest.

Fotos von Lena Semmelroggen

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