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Das kanadische Trio BadBadNotGood kehrt mit ‚Talk Memory‘ zurück zu seinen instrumentalen Wurzeln

BadBadNotGood, das Trio aus der kanadischen Metropole Toronto machte sich schnell einen Namen, als es kurzerhand Jazz und HipHop miteinander verband – nun kehren die Drei mit ihrem neuen Album „Talk Memory“, ihrem Debüt auf XL Recordings, zu ihren instrumentalen Anfängen zurück. Denn mit dem neuen Album, das Anfang Oktober auf der Scheibenwelt landete, reflektieren sie die Geschichte und die Innovationen der Musiker und Komponisten, die sie auf dem Weg zum eigenen Sound beeinflussten.

Das langsam gereifte Album markiert auch einen Wechsel vom Ego hin zum Kollektiv, zur Balance und zur Harmonie. Selbst wenn Gäste wie die brasilianische Produzenten-Ikone Arthur Verocai involviert sind, geht es bei der Energie der Songs um den Gemeinschafts-Gedanken und das Ensemble. Das entspricht auch dem Grundgedanken des New Orleans Jazz, der Anfang des 20. Jahrhunderts das Konzept beinhaltete, dass der Rhythmus als Ensemble eingespielt werden musste.

Neben Verocai waren weitere Multi-Instrumentalisten wie Laraaji, Terrace Martin, Brandee Younger und Karriem Riggins an der Album-Produktion beteiligt, während Russell Elevado den Mix übernahm.

Die Band entstand 2010 beim Humber College Jazz Kurs in Toronto, das Trio-Line-Up mit Alexander Sowinski (Drums), Chester Hansen (Bass) und Leland Whitty (Gitarre und Holzbläser) spielt seit nunmehr sechs Jahren gemeinsam.

Für die drei Kanadier ist jeder Song ein lebender und atmender Organismus, der sich natürlich entwickelt und je nach Umgebung anders klingt. „Talk Memory“ ist ein Album, das ganz in diesem Sinne entstanden ist. Nach Jahren des Tourens entschied man sich für eine Pause, um sich neu zu sortieren. Während die ersten Aufnahmen sehr schnell erfolgten, überdachte man den Prozess aber komplett und entschied sich bewusst für einen langen Reifeprozess von über zwei Jahren. Dadurch erscheint die Geschwindigkeit der Kompositionen, ihrer Performance und der Sound in neuem Glanz, denn statt auf Tour durch Improvisationen, konnten die Songs so schon vorab im Studio wachsen und gedeihen.

Fotos: XL Recordings, Jamal Burger

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